Westtangente

     

    Kontakt

    Für Fragen oder Anregungen im Zusammenhang mit diesem Projekt kontaktieren Sie bitte folgende E-Mail-Adresse mit dem Stichwort "Tram Westtangente":

    kontakt@mvg.swm.de

    Tram Westtangente

    Neue Tram sichert leistungsfähiges Verkehrsnetz im Münchner Westen Neue Tram sichert leistungsfähiges Verkehrsnetz im Münchner Westen

    Die geplante neue Tram im Münchner Westen, die Tram Westtangente, befindet sich in einer entscheidenden Phase: Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist in Arbeit. Grundlage dafür ist der sogenannte „Vorbereitende Trassierungsbeschluss“ für die Tram Westtangente, den der Stadtrat am 24. Juli 2013 gefasst hat.

    Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung baut auf umfangreichen Vorplanungen auf. Darin sind auch viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Bezirksausschüsse eingeflossen.

    Die knapp 9 km lange Neubaustrecke ist ein wichtiges Projekt des vom Stadtrat beschlossenen Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt München. Sie soll die Stadtbezirke Neuhausen-Nymphenburg, Laim, Hadern, Sendling-Westpark und Obersendling direkt miteinander verbinden, das bestehende Schienennetz im Westen der Stadt ergänzen und damit in der Innenstadt entlasten.

    Das Einwohner- und Arbeitsplatzwachstum in und um München führt grundsätzlich zu einer steigenden Nachfrage nach Mobilität. Die gestiegene Nachfrage erfordert eine leistungsfähige und attraktive Erschließung durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

    Entlang der geplanten Strecke der Tram Westtangente findet ein städtebauliches Wachstum statt. Auch das S-Bahnsystem im Raum München wächst weiter. Am Bahnhof Laim werden künftig deutlich mehr Fahrgäste ein-, aus- und umsteigen als bisher. Die Tram Westtangente wird diesen Anforderungen gerecht – und sichert damit ein leistungsfähiges Verkehrsnetz im Münchner Westen.

    Auf diesen Seiten erfahren Sie alles Wesentliche über den aktuellen Sachstand zur Tram Westtangente und erhalten allgemeine Informationen zum Projekt.

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns mit Ihnen auf das künftig noch bessere ÖPNV-Angebot im Münchner Westen.

     

    Aktuelles

    In der Vollversammlung vom 24.07.2013 hat der Stadtrat den sogenannten „Vorbereitenden Trassierungsbeschluss“ für die Tram Westtangente gefasst. Damit ist der Weg frei für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Sie baut auf einer umfangreichen Vorplanung auf, in die auch viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger und der Bezirksausschüsse eingeflossen sind.

    Die nächsten Schritte

    Die Stadtwerke München werden nun für das Tramprojekt eine vertiefende Planung erstellen, die sogenannte Entwurfs- und Genehmigungsplanung.

    Dazu gehört auch die genauere Untersuchung der U-Bahnhöfe und -tunnel sowie der Brücken, die die Tram künftig kreuzen wird. Überdies müssen Anpassungen von bestehenden Leitungen geplant werden.

    Für Maßnahmen zur stadtgestalterischen Aufwertung und Verbesserung der Geh- und Radwege, die über das eigentliche Tramprojekt hinausgehen, ist das Baureferat zuständig. Aus Zeit- und Kostengründen sollen diese Maßnahmen zeitgleich mit der Tram realisiert werden.

    Nach Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung wird das Projekt nochmals dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Wenn dieser grünes Licht gibt, werden SWM/MVG die Planfeststellungsunterlagen („Bauantrag“) bei der Regierung von Oberbayern einreichen.

    Planungshistorie - Was bisher geschah

    2005/2006: Nahverkehrsplan und Verkehrsentwicklungsplan

    Die Tram Westtangente ist im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt München aus dem Jahr 2005 und im Verkehrsentwicklungsplan von 2006 enthalten. Beide Planwerke sind ein wesentlicher Teil des Stadtentwicklungskonzepts PERSPEKTIVE MÜNCHEN für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung.Schon in der 1991 einstimmig vom Stadtrat beschlossenen so genannten „integrierten ÖPNV-Planung“ war die Tram Westtangente als wichtige Tangential-Verbindung vorgesehen.

    2009: Grundlagenermittlung

    SWM/MVG begannen 2009 mit der Grundlagenermittlung, um die ersten Planungsschritte für die Tram Westtangente vorzubereiten.

    2010: Grundsatzbeschluss im Stadtrat

    Im Januar 2010 fasste der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zur Tram Westtangente: SWM/MVG wurden gebeten, in die Vorplanung einzusteigen und das Projekt auf Basis der Grundlagenermittlung voranzutreiben. Zeitgleich begann ein umfangreicher Kommunikationsprozess in den einzelnen Stadtbezirken: In öffentlichen Informationsveranstaltungen konnten die Bürgerinnen und Bürger sich mit Anregungen für die Planung einbringen – und dies bereits vor Beginn der Planung. Außerdem wurden auch die Bezirksausschüsse an der Planung beteiligt.

    2010/2011: Planungswerkstätten

    Stadtspaziergang Werkstatt 1 „Erkunden und Ideen entwickeln“ Stadtspaziergang Werkstatt 1 „Erkunden und Ideen entwickeln“

    Im Rahmen der frühzeitigen Kommunikation zur Planung der Tram Westtangente boten SWM/MVG neben den öffentlichen Informationsveranstaltungen auch Planungswerkstätten in den Stadtbezirken Sendling-Westpark, Neuhausen-Nymphenburg, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried- Fürstenried-Solln, Hadern und Laim an. An den Werkstätten nahmen Politiker aus den zuständigen Bezirksausschüssen, Vertreter von Verkehrs- und Umweltverbänden, örtliche Geschäftsleute, Ansprechpartner von IHK, Handwerkskammer und Schulen sowie die Planer von SWM/MVG und Planungsreferat teil.
    Die erste Werkstatt fand im Sommer 2010, noch vor Planungsbeginn, statt und stand unter dem Motto „Erkunden und Ideen entwickeln“: Während eines Stadtspaziergangs konnten Fragen zum Projekt beantwortet werden. Darüber hinaus wurde lokales Wissen ausgetauscht, und es wurden weitere Anregungen für die Planung gesammelt.

    In der zweiten Planungswerkstatt im Sommer 2011 wurde der Arbeitsstand der Vorplanung vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. In der Planung waren bereits viele Anregungen aus der Werkstatt 1 und aus den öffentlichen Informationsveranstaltungen berücksichtigt. Sehr viele der in der zweiten Werkstatt gesammelten Ideen sind in die mittlerweile abgeschlossene Vorplanung eingeflossen.

    2012: Abschluss der Vorplanung

    2012 konnte die Vorplanung abgeschlossen werden. Darin ist für die gesamte Strecke ausgewiesen, wo Tram-Haltestellen und Tramtrasse liegen und wie diese aussehen werden. Außerdem wurde ermittelt, wie der Rad- und Fußverkehr funktionieren und wie viele Kfz-Fahrspuren bzw. Abbiegespuren es an den Kreuzungen geben soll. In der Vorplanung wurden zahlreiche Anregungen aus den Informationsveranstaltungen und Planungswerkstätten berücksichtigt.

    2013: Vorbereitender Trassierungsbeschluss

    In der Vollversammlung vom 24.07.2013 hat der Stadtrat den sogenannten „Vorbereitenden Trassierungsbeschluss“ für die Tram Westtangente gefasst.
    Damit ist der Weg frei für eine vertiefende Planung, die so genannte  Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Sie baut auf einer umfangreichen Vorplanung auf, in die auch viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger und der Bezirksausschüsse eingeflossen sind.

    Zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung  gehört auch die genauere Untersuchung der U-Bahnhöfe und –tunnel sowie der Brücken, die die Tram künftig kreuzen wird. Überdies müssen Anpassungen von Bestandsleitungen geplant werden. Im Anschluss an die Entwurfs- und Genehmigungsplanung wird das Projekt nochmals dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Erst dann können die Planfeststellungsunterlagen („Bauantrag“) bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. Für die Planung von Maßnahmen zur stadtgestalterischen Aufwertung und zur Verbesserung der Geh-/Radwege, die über das eigentliche Tramprojekt hinausgehen, aber aus Zeit- und Kostengründen mit der Tram realisiert werden sollen, ist das Baureferat der Landeshauptstadt München zuständig.

    Januar 2014

    Die Bürgerinnen und Bürger wurden im Januar 2014 in öffentlichen Veranstaltungen in den jeweiligen Stadtbezirken über den Stand der Planung informiert.

    Projektbeschreibung

    Beschreibung der Linienführung

    Die neue Tram Westtangente soll fünf Stadtbezirke im Münchner Westen erschließen. Dazu zählen die Stadtbezirke Sendling-Westpark, Neuhausen-Nymphenburg, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Hadern und Laim. Die geplante Neubaustrecke führt vom Romanplatz über die Wotan-, Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße zum Ratzingerplatz und endet am U-Bahnhof Aidenbachstraße. Sie ist knapp 9 Kilometer lang und hat voraussichtlich 16 Haltestellen.

    Schnelle Verbindungen ohne Umwege übers Stadtzentrum
    Die Tram Westtangente ermöglicht kürzere Reisezeiten im ÖPNV-Netz als bisher. Über die beschriebene Linienführung kann eine direkte Verbindung von Schwabing kommend über Neuhausen bis nach Laim und Sendling angeboten werden – ohne Umsteigen und ohne Umwege über das Stadtzentrum. Die derzeit am Romanplatz endende Linie 12 soll auf der Westtangente direkt bis zur Aidenbachstraße weiterfahren. Erste Prognosen zeigen, dass die Tram Westtangente deutlich mehr Fahrgäste anziehen würde, als heute entlang dieser Nord-Süd-Achse mit den Bussen der MVG unterwegs sind. Auch die bestehende Tramlinie 12 zwischen Romanplatz und Schwabing hätte durch die Verlängerung nach Laim und Sendling noch mehr Fahrgäste.

    Beschreibung der Vorplanung
    Die vorliegende und vom Stadtrat beschlossene Planung ist noch keine „baureife“ Planung. Sie zeigt, wo die Tram-Haltestellen und die Tramtrasse liegen und wie diese aussehen werden, wie der Rad- und Fußverkehr funktionieren und wie viele Kfz-Fahrspuren bzw. Abbiegespuren es an den Kreuzungen geben wird.
    Auf dieser Grundlage wird nun in Abstimmung mit dem Baureferat und dem Kreisverwaltungsreferat (Verkehrsaufsichtsbehörde) der Landeshauptstadt München die Planung verfeinert.
    Bei der Planung der Tram-Neubaustrecke wurden die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer vor dem Hintergrund beschränkter Platzverhältnisse abgewogen und möglichst gleichberechtigt berücksichtigt.

    Tram auf Rasengleis in der Straßenmitte
    Die Tram wird auf der gesamten Strecke in der Straßenmitte geführt, fast überall getrennt vom Kfz-Verkehr auf einem Rasengleis. Dies gewährleistet eine höhere Pünktlichkeit der Tram, und der Verkehrsfluss ist insgesamt besser zu steuern. Nur in der Wotanstraße zwischen Kemnatenstraße und Hirschgartenallee fährt die Tram auf der Fahrbahn, um breitere Geh- und Radwege zu ermöglichen und Platz für neue Bäume zu haben (siehe Plan 4 Vorplanung). In der Boschetsrieder Straße und der Fürstenrieder Straße gibt es vier Fahrspuren für den Kfz-Verkehr; in der Wotanstraße sind zwei Fahrspuren ausreichend, um die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs zu gewährleisten. An den Kreuzungen wird es größtenteils zusätzliche Spuren für Links- und Rechtsabbieger geben, je nach Belastung der einzelnen Fahrtrichtungen.

    Großzügige Haltestellen mit Bäumen

    Die Haltestellen der Tram Westtangente ermöglichen einen bequemen und schnellen Umstieg zu anderen Linien. Alle Haltestellen der Tram entsprechen selbstverständlich den Standards der Barrierefreiheit. Sie verfügen über breite Wartebereiche mit Wartehalle und können fast alle mit Bäumen bepflanzt werden. Gemeinsam mit dem Rasengleis verleiht dies der Tramtrasse einen grünen, urbanen Charakter.

    Barrierefreie Anbindung des Waldfriedhofs

    Auch die an der Haltestelle „Haupteingang Waldfriedhof“ geplante Wendeschleife lässt sich sehr gut in die Umgebung integrieren (siehe Plan 2 Vorplanung) Die dort vorhandene Unterführung für den Fuß- und Radverkehr ist nicht barrierefrei. Sie wird durch zwei per Ampel geregelte, ebenerdige Querungen für den Fuß- und Radverkehr ersetzt. Damit wird auch der naheliegende Parkplatz des Waldfriedhofs sehr gut und barrierefrei an den Waldfriedhof angebunden. Durch die Auffüllung der Böschungsbereiche der Unterführung wird die vorhandene Grünfläche größer. Auf einer nicht mehr benötigten Bushaltestelle können Bäume gepflanzt werden.

    Verbesserungen bei Geh- und Radwegen

    Im Zuge des Tramprojekts können an einigen Stellen die Rad- und Gehwege attraktiver gestaltet werden – hier ist v.a. der nördliche Bereich der Wotanstraße zu nennen (siehe Plan 4 Vorplanung). Auch die Querungen für Fußgänger und Radfahrer werden verbessert. So werden freilaufende Rechtsabbiegespuren durch „normale“ Fahrspuren am Laimer Kreisel (siehe Plan 3 Vorplanung verlinken) und an der Boschetsrieder Straße / Drygalski-Allee (siehe Plan 1 Vorplanung) ersetzt. Neue barrierefreie Querungen für Fußgänger und Radfahrer können an der Boschetsrieder Straße im Bereich der Halskestraße (siehe Plan 1 Vorplanung), am Haupteingang Waldfriedhof (siehe Plan 2 Vorplanung) und im Laimer Stadtteilzentrum an der Valpichler Straße (siehe Plan 3 Vorplanung) eingerichtet werden.

    Mehr Grün in heute stark versiegelten Straßen – Aufwertung von Stadtteil- und Quartierszentren

    Die Reduzierung der Kfz-Spuren jenseits der Kreuzungen, das Rasengleis und viele neu gepflanzteBäume sorgen für eine stärkere Begrünung der heute stark versiegelten Straßen. So sollen zum Beispiel eine Allee in der Boschetsrieder Straße angelegt (siehe Plan 1 Vorplanung) und Bäume in der nördlichen Wotanstraße gepflanzt werden (siehe Plan 4 Vorplanung). Die Straßen werden durch die Reduzierung der Kfz-Fahrspuren insgesamt als weniger breit und somit weniger trennend wahrgenommen. Ohne Tram würde sich die Trennwirkung der Hauptstraßen weiter verstärken. Die Stadtteil- und Quartierszentren wären noch stärker beeinträchtigt als heute, weil der Autoverkehr ohne Tram weiter zunimmt. Mehr Stau, mehr Lärm und mehr Abgase würden die Anwohner noch mehr belasten als jetzt.

    Im Zuge des Tramprojekts können zentrale Orte entlang der Tram Westtangente aufgewertet werden:
    Quartiersplatz an der Waldfriedhofstraße (siehe Plan 2 Vorplanung)
    Durch die Neuordnung der Bushaltestellen kann an der Kreuzung Fürstenrieder Straße / Waldfriedhofstraße eine neue Platzfläche entstehen. Dadurch kann vor den bestehenden Läden eine einladende Aufenthaltsfläche angelegt und das Quartierszentrums an der Waldfriedhofstraße insgesamt aufgewertet werden. Die Darstellung zeigt eine Möglichkeit der Gestaltung. Wie die Platzfläche genau organisiert und gestaltet wird, entscheidet sich in der weiteren Planung, in Abstimmung mit dem Baureferat.

    Ratzingerplatz

    (siehe Plan 1 Vorplanung)
    Am Ratzingerplatz erarbeitet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung einen Bebauungsplan zur Neugestaltung des Platzes und zur Neubebauung der Umgebung. Damit wird der gesamte Bereich an der Kreuzung Boschetsrieder Straße / Aidenbachstraße schöner und belebter . In diesem Zuge soll auch die bestehende P+R-Anlage an der Aidenbachstraße durch einen attraktiven Neubau ersetzt werden.

    Romanplatz

    (siehe Plan 4 Vorplanung)
    Ein Vorschlag für die Umgestaltung des Romanplatzes wird noch im Rahmen eines eigenen Plangutachtens erarbeitet, das durch die SWM/MVG beauftragt wird. Die vorliegende Planung zeigt, dass sich die Aufenthaltsqualität in den Wartebereichen der Tram verbessern lässt, wenn auf den Bahnsteigen Bäume gepflanzt werden. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass eine grundsätzlich andere Anordnung der Verkehrsflächen nicht möglich ist, da der Romanplatz auch in Zukunft ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt bleiben wird. Daher sind die Tram-Haltestellen am Romanplatz wie im Bestand in der Platzmitte angeordnet, die Bushaltestellen sind auf der West- und Ostseite des Platzes geplant.
    Die Flächen des Kfz-Verkehrs werden auf die Anforderungen für Rad- und Fußwege abgestimmt. Dabei gilt es, die Leistungsfähigkeit zu gewährleisten und die gültigen Regelmaße der Fahrspuren einzuhalten.
    Für eine zeitnahe und möglichst kostengünstige Aufwertung wird die Baumaßnahme für den Romanplatz aus dem Projekt Tram Westtangente herausgelöst und bereits vorab, gemeinsam mit der Erneuerung von Gleisanlagen, durchgeführt.

    Fakten & Vorteile

    Der zunehmende Bedarf an Mobilität kann und soll nicht allein durch das Auto gedeckt werden. Im Verkehrsentwicklungsplan 2006 der Landeshauptstadt München ist dieses Ziel des Stadtrates folgendermaßen beschrieben: »Für die aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen notwendige Gewährleistung einer stadtverträglichen Mobilität in München haben alle Maßnahmen zur Verkehrsverminderung und zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität. Dieser Vorrang ist die Grundvoraussetzung für die geplante Siedlungsverdichtung, die nur bei entsprechender Kapazität und Attraktivität des ÖPNV stadtverträglich verwirklicht werden kann.«

    In der kontinuierlichen Mobilitätserhebung der MVG wurde für 2012 ermittelt, dass der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel (ÖPNV) an allen Wegen der Münchner bei 30% liegt. Damit steigt die ÖPNV-Nutzung seit Jahren weiterhin an. 2012 legten die Münchner 68% der Wege mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbunds (zu Fuß, mit dem Fahrrad und ÖPNV) zurück. Der Pkw (Fahrer oder Mitfahrer) wurde für 32% der Wege benutzt. Die Verkehrsmittel des Umweltverbundes und insbesondere der ÖPNV werden also von den Münchnern bereits für einen Großteil der Wege in Anspruch genommen.
    Betrachtet man die Nutzungshäufigkeit von Verkehrsmitteln, hat die MVG den Pkw eindeutig überholt: 37% (fast) täglichen MVG-Nutzern unter den Münchnern stehen 31% (fast) tägliche Nutzer des Pkw als Fahrer gegenüber. Insbesondere die jungen und mittleren Altersgruppen sind starke MVG-Nutzer. Von den 18- bis 25-Jährigen fahren 77% an 4-7 Tagen pro Woche mit Verkehrsmitteln der MVG, von den 26- bis 34-Jährigen sind es 46%. Für die überdurchschnittlich vielen jüngeren Nutzer, die die zukünftigen Arbeits- und Antriebskräfte unserer Stadt sind, soll bezahlbare und saubere Mobilität möglich sein.
    Insbesondere angesichts des erwarteten Bevölkerungszuwachses in München ist es wichtig und richtig, mit dem Projekt Tram Westtangente diese erfolgreiche Verkehrspolitik fortzusetzen.

    Die Tram braucht weniger Fläche als das Auto

    Diagramm Kapazitätsvergleich Bus/Tram Diagramm Kapazitätsvergleich Bus/Tram

    Obwohl die Tram vorwiegend unabhängig vom Autoverkehr auf eigener Trasse mit Rasengleis fahren soll, braucht sie je Fahrgast weniger Fläche als der Autoverkehr: Sie nutzt den Straßenraum effektiv: In einer Tram können so viele Personen befördert werden wie in zwei Gelenkbussen oder in 145 Pkws.

    Ohne Tram steigt die Belastung der Anwohner weiter. Mehr Verkehr, weil München wächst – denn mobil wollen alle sein

    Das Einwohner- und Arbeitsplatzwachstum in und um München führt grundsätzlich zu einer steigenden Nachfrage nach Mobilität. Entlang der geplanten Strecke der Tram Westtangente findet ein städtebauliches Wachstum statt, z. B. im Umfeld des Bahnhofs Laim, in Obersendling an der Drygalski-Allee, rund um den Ratzingerplatz sowie südlich der geplanten Endstation der Tram Westtangente an der Aidenbachstraße.
    Das beste Mittel gegen Staus in Großstädten ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die Münchnerinnen und Münchner nutzen die Tram gerne. Je mehr Menschen für Fahrten in der Stadt das Auto stehen lassen und je häufiger sie den ÖPNV nutzen, desto mehr Platz wird auf der Straße für notwendige Fahrten geschaffen, beispielsweise für den Wirtschaftsverkehr.
    Die Kapazität der Tram Westtangente könnte durch den Einsatz größerer Züge oder/und eine Verdichtung des Taktes noch erhöht werden. Demgegenüber weist das bestehende, nicht erweiterbare Straßennetz zahlreiche Straßenkreuzungen auf, die keine Möglichkeiten zur Kapazitätssteigerung für den Kfz-Verkehr haben.

    Ergebnisse der Verkehrsprognose 2020 – Ohne Tram steigt die Belastung der Anwohner weiter

    Die von SWM/MVG und von der Landeshauptstadt München erstellte Verkehrsprognose 2020 für den Öffentlichen Nahverkehr und den Kfz-Verkehr zeigt deutlich:

    Die Tram fährt auf einer eigenen Spur und steht nicht im Stau

    Im Gegensatz zu den heute fahrenden Bussen hat die Tram fast auf der gesamten Strecke eine eigene Spur und kann somit auch zu den Hauptverkehrszeiten unabhängig vom Kfz-Verkehr auf einem Rasengleis fahren, was einen weniger störungsanfälligen und somit pünktlicheren Betrieb gewährleistet.
    Im Übrigen müssten auch bei weiteren Taktverdichtungen der Buslinien durchgehende, autofreie Busfahrstreifen gebaut werden, da die bestehende Infrastruktur eine Verdichtung des Takts nicht zulässt. Dadurch würden dem Kfz-Verkehr – genauso wie durch den Bau der Tram Westtangente – zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen.
    Die eigene Spur der Tram in Straßenmitte mit den großteils auch mittig liegenden Haltestellen hat außerdem den Vorteil, dass Konflikte bei dem in der Zukunft zunehmendem Gesamtverkehr zwischen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern reduziert werden können. Dort, wo parallel zur Tram kein Bus verkehrt werden Radfahrer nicht mehr von den heute seitlich ein- und aussteigenden Busfahrgästen „ausgebremst“. Auch das Rechtsabbiegen der Autos kann ohne die auf der rechten Spur mitfahrenden Bussen flüssiger funktionieren. Die Linksabbieger werden mittels intelligenter Ampelsteuerungen vor einfahrenden Trambahnen geschützt. Dies erfolgt entweder über spezielle Sonderphasen für die Tram oder über eigene Grünphasen für den Linksabbieger. Dazu kommt, dass der Platz an den teilweise schmalen Gehwegen dann nicht mehr für die Wartebereiche „verbraucht“ wird, sondern den Fußgängern zur Verfügung steht.

    Der Straßenraum wird attraktiver

    Rasengleis mit Tram 19 am Promenadeplatz Rasengleis mit Tram 19 am Promenadeplatz

    In München gibt es bereits gute Beispiele für eine gelungene Integration der Tram in den Straßenraum: zum Beispiel am Promenadeplatz, auf der neuen Tramstrecke 23 in die Parkstadt Schwabing oder bei der Verlängerung der Tramstrecke vom Effnerplatz nach St. Emmeram.

    Auch die Tram Westtangente wird ansprechend gestaltet werden. So sind beispielsweise in großen Teilen Rasengleise vorgesehen, die für eine Begrünung des Straßenraums sorgen.
    Zudem bietet der Bau der Tram die Chance, zeitgleich zentrale Orte wie den Romanplatz, das Laimer Stadtteilzentrum, die Waldfriedhofstraße oder den Ratzingerplatz aufzuwerten wie die vorliegende Vorplanung zeigt.

    Fakten und Vorteile im Überblick

    Rasengleis mit Tram 23 in der Leopoldstraße Rasengleis mit Tram 23 in der Leopoldstraße

    Die Tram Westtangente ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft, weil sie im Vergleich zum bestehenden ÖPNV-Angebot im Münchner Westen zahlreiche Vorteile hat.

    Die Tram Westtangente

    • deckt umweltfreundlich den zunehmenden Bedarf an Mobilität im Münchner Westen.
    • bietet angesichts der weiter steigenden Nachfrage im ÖPNV mehr Platz für mehr Fahrgäste. In der Tram finden doppelt so viele Fahrgäste Platz wie in einem Gelenkbus.
    • steht auf ihrem eigenen Gleiskörper nicht im Stau; sie ist schneller und pünktlicher unterwegs als Busse im Kfz-Verkehr.
    • schafft schnelle Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen.
    • wirkt durch ihre Attraktivität einer noch stärkeren Zunahme des Kfz-Verkehrs entgegen und führt zu mehr Fahrten mit dem ÖPNV.
    • entlastet die Anwohnerinnen und Anwohner von noch mehr Staub, Lärm und Abgasen.
    • macht den Straßenraum grüner durch den Bau von Rasengleisen und die Pflanzung vieler neuer Bäume, nicht nur auf den Haltestellen.
    • bietet die Chance zur Aufwertung des Straßenraumes und zur Belebung der Stadtteilzentren. So belebt etwa ein neuer Platz an der Waldfriedhofstraße das dortige Quartierszentrum.
    • ist leistungsfähig, nutzerfreundlich und wirtschaftlich.

     

    Tramstrecken wie die Osttangente oder die neue Tram vom Effnerplatz nach St. Emmeram zeugen vom erfolgreichen Ausbau des Münchner Tramnetzes. Überall sind die Fahrgastzahlen nach Einführung der Tram deutlich stärker angestiegen als im Gesamtnetz. Die Münchnerinnen und Münchner nutzen die Tram gerne und oft. Nicht nur in München erlebt die Tram eine Renaissance, sondern auch weltweit. Mehr dazu unter unserem Link zur Tram-Ausstellung.

    FAQ - Häufige Fragen

    Wie sieht der Verlauf der neuen Tramstrecke aus?

    Die geplante Neubaustrecke führt vom Romanplatz über die Wotan-, Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße zum Ratzingerplatz und endet am U-Bahnhof Aidenbachstraße. Sie ist knapp 9 Kilometer lang und hat 16 Haltestellen. Die neue Tramlinie ersetzt den Metrobus 51 auf diesem Abschnitt und verbindet verschiedene U-Bahn-Linien (U3, U5, U6), Tramlinien (12, 16/17, 18, 19) sowie den S-Bahn-Haltepunkt Laim. Die Strecke stellt somit eine wichtige Tangente dar, die dazu geeignet ist, Überlastungen im Stadtzentrum zu vermeiden. Überdies wird durch die Querverbindung mehrerer Stadtviertel ein weiterer Ausbau des ÖPNV gefördert.

    Warum ist der Ausbau des ÖPNV notwendig?

    Die Stadt München plant vielfältige Maßnahmen für eine stadtverträgliche Mobilität. Dabei haben alle Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität. Darüber hinaus gilt es, die Stadtteile durch eine entsprechende Stadtteilentwicklung auch dezentral zu stärken. Basierend auf diesen grundsätzlichen Zielen und einer Verkehrsprognose war die Neubaustrecke Tram Westtangente von Anfang an Bestandteil des Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt München.
    Die Siedlungsentwicklung in und um München wird auch in Zukunft zu einem Zuwachs an Einwohnern sowie Arbeitsplätzen führen. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf den Verkehr, die jetzt schon spürbar sind. Es ist daher dringend nötig, den derzeitigen und zukünftigen Bewohnern ein leistungsstarkes und umweltschonendes Verkehrsmittel wie die Tram zur Verfügung zu stellen. 

    Auch entlang der geplanten Strecke findet ein städtebauliches Wachstum statt, zum Beispiel im Umfeld des Bahnhofs Laim, in Obersendling an der Drygalski-Allee, rund um den Ratzingerplatz sowie südlich der geplanten Endstation der Tram Westtangente an der Aidenbachstraße.

    Das S-Bahn-Angebot im Raum München wird ausgebaut. Am Bahnhof Laim steigen daher künftig deutlich mehr Fahrgäste ein, aus oder zur Weiterfahrt mit anderen Verkehrsmitteln um. Durch die dort geplante Umweltverbundröhre – eine neue Unterführung für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und Kfz – wird der Bahnhof Laim attraktiver. Dies führt zu noch mehr Fahrgästen und Umsteigern im ÖPNV. Allein vor diesem Hintergrund bedarf es einer leistungsfähigen Verbindung von Norden (Romanplatz über Laim) in Richtung Süden (Aidenbachstraße), wie sie mit der Tram Westtangente entsteht.

    Ist die Entscheidung für die Tram schon gefallen?

    Im Juli 2013 hat der Stadtrat die Stadtwerke München (SWM) um die Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung gebeten. Grundsätzlich entscheidet der Stadtrat über den tatsächlichen Bau der Trambahn erst nach Vorliegen detaillierter baulicher Planungen und der Feststellung der voraussichtlichen Kosten. Überdies ist die Entscheidung von der finanziellen Lage im städtischen Haushalt abhängig. Tramneubaustrecken sind grundsätzlich förderfähige Projekte, eine Mitfinanzierung durch Bund und Land wird angestrebt.
    Erste konkrete Pläne (Vorplanung) für die Tram Westtangente und die Ergebnisse der beteiligten Öffentlichkeit sowie der Bezirksausschüsse aus den Jahren 2010 und 2011 wurden dem Stadtrat im Juli 2013 zur Entscheidung vorgelegt. Sie wurden als Grundlage für die weitere Planung beschlossen.

    Was sind die nächsten Planungsschritte?

    SWM/MVG werden nun für das Tramprojekt eine Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellen.
    Im Anschluss daran wird das Projekt nochmals dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Erst dann können die Planfeststellungsunterlagen (= „Bauantrag“) bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. t Für die Planung von Maßnahmen zur stadtgestalterischen Aufwertung und zur Verbesserung der Geh-/Radwege, die über das reine Tramprojekt hinausgehen, ist das Baureferat der Landeshauptstadt München zuständig.

    KEIN Dauerstau durch Trambahnbau!

    Relevant für eine Staubildung ist nicht die Anzahl der Fahrspuren „auf der Strecke“, sondern die Zahl der Spuren an den Kreuzungen wie auch die Länge der Grünphasen. (Vorstellen kann man sich dies wie bei einem Trichter: Dieser kann oben sehr groß sein, es passt aber nur mehr durch, wenn die Größe der Öffnung unten entsprechend groß ist). An den Kreuzungen wird es in den meisten Fällen mehr als vier Spuren geben, mit eigenen Spuren für Links- und Rechtsabbieger, je nach Belastung der einzelnen Fahrtrichtungen. Die Tram fährt mit dem Hauptstrom des Kfz-Verkehrs über die Kreuzungen, der Kfz-Verkehr wird also nicht ständig für die Tram angehalten.
    Auch nach dem Bau der Tram Westtangente wird für den Kfz-Verkehr genügend Fläche vorhanden sein. So werden beispielsweise in der Fürstenrieder Straße jenseits der Straßenkreuzungen insgesamt vier Fahrstreifen ausreichen. Bereits heute stehen hier zu den Hauptverkehrszeiten in Laim »nur« vier Fahrstreifen zur Verfügung, da ein Fahrstreifen für Busse reserviert ist. Durch ein entsprechend ausgebautes ÖPNV-Angebot entsteht möglichst wenig zusätzlicher Kfz-Verkehr, da sich gezeigt hat, dass das Auto bei einem attraktiven ÖPNV-Angebot eher stehen gelassen wird. Verkehrsprognosen zeigen deutlich: Mit der Tram ist die Zunahme des Kfz-Verkehrs geringer als ohne den Bau der Tram. Die Tram verhindert also zusätzlichen Stau mit noch mehr Lärm und einer noch höheren Abgasbelastung für die Anwohner.

    Wird der Kfz-Verkehr durch die Tram-Haltestellen behindert?

    Wurden Alternativen zur Tram-Planung untersucht?

    Im Vorfeld der Trambahn-Planung wurde untersucht, ob und wie das Bussystem zwischen Romanplatz, Laim und Aidenbachstraße verbessert werden könnte. Fazit: Die Tram stellt die bessere Alternative für die Lösung zukünftiger Mobilitätsbedürfnisse dar, weil die Kapazität der Tram durch den Einsatz größerer Züge oder/und eine Verdichtung des Taktes noch erhöht werden könnte. Dafür sprechen auch der größere Komfort bei vergleichsweise hoher Reisegeschwindigkeit und die Pünktlichkeit. Zudem würde auch ein leistungsfähiges Bussystem, ebenso wie die Tram, eigene Spuren benötigen.

    Was kostet die geplante Tram Westtangente?

    Der Stadtrat hat die SWM/MVG Anfang 2010 beauftragt, mit den ersten Planungen zu beginnen und auf dieser Basis eine erste Kostenschätzung zu erstellen.
    Demnach wurden die Baukosten des Tramprojekts auf ca. 65 – 75 Mio. Euro geschätzt (Preisstand 2011). Darin sind keine Kosten für evt. notwendige Verbesserungsmaßnahmen für Bauwerke enthalten, die von der Tram gequert werden. Für gestalterische Maßnahmen und Verbesserungen von Geh- und Radwegen hat der Stadtrat im Juli 2013 zusätzlich Geld zur Verfügung gestellt.

    Wird auch die Umgebung entlang der Tram Westtangente mit aufgewertet?

    Der trennende Charakter der Fürstenrieder Straße wird mit der Tram Westtangente aufgehoben oder zumindest abgemildert. Durch die Reduzierung um eine Kfz-Spur je Fahrtrichtung und die Anlage eines durchgängigen Rasengleises sinkt der Asphaltanteil und damit die Versiegelung deutlich. Der Straßenraum wird durch das Rasengleis insgesamt grüner werden. Zusätzlich sorgen die geplanten Bäume auf den Haltestellen für eine stärkere Begrünung des Straßenbildes.
    Zudem werden die Leitplanke und der Zaun im Mittelstreifen der Fürstenrieder Straße entfernt, die bisher eine Barriere darstellten. Damit verschwindet auch der heutige Autobahncharakter der Fürstenrieder Straße. Mit dem Tram-Projekt sind einige „Verschönerungsmaßnahmen“ vorgesehen, So wird es etwa mehr Bäume in der nördlichen Wotanstraße oder in der Boschetsrieder Straße geben. Geplant ist auch ein neuer Quartiersplatz an der Waldriedhofstraße. Dazu kommen noch Verbreiterungen von zu schmalen Geh- und Radwegen, wie z.B. in Teilen der Wotanstraße.
    Nach dem Beschluss des Stadtrats vom Juli 2013 ist das Baureferat der Landeshauptstadt München für die Planung dieser sogenannten „Maßnahmen zur stadtgestalterischen Aufwertung und zur Verbesserung der Geh- / Radwege“ zuständig. Das Geld dafür hat der Stadtrat mit dem Beschluss vom Juli 2013 zur Verfügung gestellt.    

    Weniger Parkplätze durch die Tram Westtangente?

    Die Erhaltung von ausreichendem Parkraum steht neben anderen Belangen bei allen Planungen mit im Fokus. Zählungen haben ergeben, dass die vorhandenen Parkmöglichkeiten im Umfeld der geplanten Trasse nicht voll ausgelastet sind. Daher können, gemäß dem aktuellen Planungsstand, auch nach Realisierung der Tram Westtangente insgesamt ausreichend Stellplätze angeboten werden.
    In der weiteren Planung wird in Abschnitten, in denen tageszeitlich Engpässe entstehen könnten, untersucht, wie das Parkraumangebot verbessert werden kann.

    Werden für die Tram Bäume gefällt?

    Nach dem aktuellen Planungsstand können insgesamt mehr neue Bäume gepflanzt werden, als für das Tramprojekt gefällt werden müssen. Die Planung gewährleistet die größtmögliche Schonung des Baumbestandes im Straßenraum. Auch wird darauf geachtet, dass zu fällende Bäume so weit wie möglich durch Neupflanzungen vor Ort ersetzt werden. Für unvermeidbare Verluste von Bäumen muss gem. Art. 6a des Bayerischen Naturschutzgesetzes ein Ausgleich bzw. Ersatz geleistet werden. Dies sieht auch die Baumschutzverordnung der Landeshauptstadt München vor, in deren Geltungsbereich der betroffene Baumbestand liegt

    Wieso ist eine Tram nötig, wo es doch bereits Busse gibt?

    Für die Frage nach dem geeigneten Verkehrsmittel ist zunächst die Anzahl der zu erwartenden Fahrgäste von entscheidender Bedeutung. Neben einer Erschließung mit der Tram wurden auch die bestehenden Busanbindungen geprüft. Um mit Bussen die erforderliche leistungsfähige Verbindung in Zukunft herzustellen, wäre eine erheblich größere Anzahl an Bussen erforderlich. Dies würde zu zusätzlichen Verkehrsproblemen führen. Obwohl heute auf der Fürstenrieder Straße in den Hauptverkehrszeiten teilweise alle drei Minuten ein Bus fährt, lassen sich Pünktlichkeit und Leistungsfähigkeit nicht zu allen Tageszeiten sicherstellen.
    Die Tram stellt in Zukunft die bessere Alternative für die Lösung der Mobilitätsbedürfnisse dar, weil die Kapazität der Tram z.B. durch den Einsatz größerer Züge oder/und eine Verdichtung des Taktes noch erhöht werden könnte. Dafür sprechen auch der größere Komfort bei vergleichsweise hoher Reisegeschwindigkeit und die Pünktlichkeit. Zudem müssten für ein leistungsfähiges Bussystem durchgehende, autofreie Busfahrstreifen gebaut werden.
    Dadurch würden dem Kfz-Verkehr – genauso wie durch den Bau der Tram Westtangente– zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Zudem müssten die Fahrbahnflächen verbreitert werden, da die vorhandenen Kfz-Fahrstreifen für einen zuverlässigen und pünktlichen Busbetrieb zu schmal sind.
    Der Ausbau der Bus-Infrastruktur würde also ebenfalls umfangreiche Baumaßnahmen notwendig machen und Platz beanspruchen.

    Warum nicht einfach Busse mit Busanhängern (Buszüge) statt Tram?

    Die bisher eingesetzten Fahrzeugtypen der Tram mit 220 Plätzen haben gegenüber dem zweiteiligen Buszug bis zu 70% mehr Kapazität. Entsprechend mehr Buszüge wären erforderlich. Bei neuen Fahrzeugtypen der Tram sind noch höhere Kapazitäten durch größere Fahrzeuglängen möglich– während der Buszug mit 23m die maximale Fahrzeuglänge erreicht. Bei noch höherem Fahrgastaufkommen müsste man folglich deutlich mehr Buszüge einsetzen. Ein solcher Fahrzeugeinsatz ist aber rein hypothetisch, da die bestehende Infrastruktur eine Verdichtung des Takts nicht zulässt. Für ein leistungsfähiges Bussystem müssten durchgehende, autofreie Busfahrstreifen gebaut werden.
    Dadurch würden dem Kfz-Verkehr – genauso wie durch den Bau der Tram Westtangente – zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Zudem müssten die Fahrbahnflächen verbreitert werden, da die vorhandenen Kfz-Fahrstreifen für einen zuverlässigen und pünktlichen Busbetrieb zu schmal sind.
    Der Ausbau der Bus-Infrastruktur würde also ebenso umfangreiche Baumaßnahmen notwendig machen und Platz beanspruchen.
    Selbst bei Einsatz von Buszügen ist der Busbetrieb in der Fürstenrieder Straße auf Dauer nicht zukunftsfähig. Er ermöglicht keine ausreichende Kapazität bei insgesamt kontinuierlich steigenden Fahrgastzahlen und damit keine wünschenswerte Verlagerung auf den öffentlichen Nahverkehr.

    Gibt es wegen der Tram mehr Schleichverkehr in den Wohnvierteln?

    Mit dem kreuzungsfreien Ausbau des Mittleren Rings Südwest zwischen der Ammerseestraße (A 96) und der Passauer Straße wird ein attraktives, leistungsfähiges Angebot für den Kfz-Verkehr geschaffen. Der Verkehr aus dem angrenzenden Straßennetz wird damit auf dem Mittleren Ring gebündelt. Aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit des ausgebauten Mittleren Rings Südwest wird der parallel verlaufende Straßenzug Fürstenrieder Straße / Boschetsrieder Straße entlastet (siehe dazu Grafik Zu- bzw. Abnahme des Motorisierten Individualverkehrs). Gleichzeitig wirkt sich die Verlagerung des Verkehrs auf den Mittleren Ring wegen der wesentlich umweltverträglicheren Führung durch den Tunnel positiv aus. Die Fertigstellung des Tunnels ist für 2015 geplant.
    Verkehrsprognosen zeigen keine nennenswerten Verlagerungen ins untergeordnete Straßennetz durch den Bau der Tram Westtangente. Bereits heute gilt, dass bei Kreuzungen von Hauptverkehrsstraßen mit Erschließungsstraßen die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrsstraße eine höhere Priorität genießt. An Kreuzungen von zwei Hauptverkehrsstraßen sollte weiterhin ein Abbiegen in beide Richtungen möglich sein, um zu vermeiden, dass sich der Durchgangsverkehr in Wohngebiete verlagert. An diesen Prinzipien ändert sich auch durch den Bau der Tram Westtangente nichts.