U3/U6: Neue Weichen für die Implerstraße

 

Neue Weichen für die Implerstraße

Betriebskonzept auf einen Blick

Busse statt U-Bahnen verkehren in dichtem Takt auf der U3 und U6 Busse statt U-Bahnen verkehren in dichtem Takt auf der U3 und U6 (Foto: Frederik Buchleitner - www.tramreport.de)

Zeitraum: Montag, 14.03. bis Sonntag, 19.06.2022

  • Kein U-Bahnbetrieb zwischen Implerstraße und Goetheplatz
  • Die U3 endet an der Brudermühlstraße bzw. am Sendlinger Tor 
  • Die U6 endet an der Implerstraße bzw. am Goetheplatz 


Ersatzverkehr und alternative Verbindungen

U3 Ersatzbusse (SEV) zwischen Brudermühlstraße, Goetheplatz und Hauptbahnhof Süd in dichtem Takt (in Spitzenzeiten alle 2,5 Minuten)

 Ersatzbusse (SEV) zwischen Implerstraße und Goetheplatz in dichtem Takt (in Spitzenzeiten alle 2,5 Minuten) 

Expressbus X30 ExpressBus X30: Verlängerung von Am Harras bis zum Rotkreuzplatz montags bis samstags sowie Taktverstärkung zwischen Rotkreuzplatz und Ostbahnhof auf 5 Minuten montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr (samstags von 7.30 bis 19.30 Uhr)

StadtBus 63 Bus 63: Verlängerung der Verstärkerbusse aus Richtung Aidenbachstraße bis Donnersbergerbrücke montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr

Für Fahrgäste der U3 und U6 verlängert sich die Fahrzeit durch die Nutzung der Ersatzbusse um ungefähr 10-15 Minuten.

U3/U6: Temporary closure

From Monday, 14 March until approx. Sunday, 19 June 2022 the entire turnout system north of Implerstraße underground station will be renewed. Thus services of U3 and U6 are suspended between Brudermühlstraße / Implerstraße and Goetheplatz / Sendlinger Tor. 

 For detailed information in English activate the translation tool in the upper right hand corner.

Erneuerung der U-Bahn wird fortgesetzt 

Im Frühjahr 2022 tauschen wir die über 45 Jahre alte Weichenanlage auf der Nordseite des U-Bahnhofs Implerstraße aus - ein weiterer Modernisierungsschub für die Linien U3 und U6! Wir investieren hier einen zweistelligen Millionenbetrag in das U-Bahnnetz, damit die Züge auch zukünftig verlässlich unterwegs sind und Sie möglichst pünktlich an Ihr Ziel kommen. Das bedeutet aber auch, dass wir den U-Bahnbetrieb zwischen den Stationen Implerstraße und Goetheplatz für 14 Wochen unterbrechen müssen.

Die Sperrung dauert noch bis Sonntag, 19. Juni 2022.

Wie kommen Fahrgäste der U3 und U6 an ihr Ziel? 

Um die Weichenanlage zügig erneuern und den Zeitraum mit Beeinträchtigungen für die Fahrgäste möglichst kurz halten zu können, ist eine Vollsperrung notwendig: Zwischen Implerstraße und Goetheplatz ist während der Bauarbeiten kein U-Bahnbetrieb möglich. Stattdessen fahren im Rahmen unseres bislang größten Schienenersatzverkehrs (SEV) Busse auf zwei unterschiedlichen Routen in dichtem Takt.  

Eine Verlängerung der ExpressBus-Linie X30 bis zum Rotkreuzplatz ermöglicht es außerdem, den gesperrten Abschnitt zu umfahren und zu zahlreichen U- und S-Bahn-Umsteigepunkten zu gelangen. Der Takt des X30 zwischen Ostbahnhof und Rotkreuzplatz wird montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr auf 5 Minuten erhöht. Um den Ersatzverkehr weiter zu entlasten, werden die Verstärkerbusse auf der Linie 63 aus Richtung Aidenbachstraße vom Heimeranplatz bis zur Donnersbergerbrücke verlängert.

So fährt die U3 

Für die unterbrochene U3 ist die SEV-Linie U3 im Einsatz. Sie verbindet die Brudermühlstraße mit dem Hauptbahnhof und hält unterwegs an der Implerstraße, Poccistraße sowie am Goetheplatz Für die unterbrochene U3 ist die SEV-Linie U3 im Einsatz. Sie verbindet die Brudermühlstraße mit dem Hauptbahnhof und hält unterwegs an der Implerstraße, Poccistraße sowie am Goetheplatz (Foto: Klaus-P. Malchow) © Foto: Klaus-P. Malchow

U3
Während der Bauarbeiten wird die U3 in einen Nordast (Moosach ⇔ Sendlinger Tor) und einen Südast (Fürstenried West ⇔ Brudermühlstraße) geteilt.

  • Die U3 Nord verkehrt zwischen Moosach und Sendlinger Tor im 10-Minuten-Takt. Eine Verlängerung vom Sendlinger Tor zum Goetheplatz ist nur in Randzeiten möglich (montags bis freitags vor 6.30 und nach 20.30 Uhr, samstags vor 10 und nach 19 Uhr sowie sonntags). Zu den Hauptverkehrszeiten morgens und am Nachmittag wird zwischen Olympiazentrum und Münchner Freiheit ein 5-Minuten-Takt angeboten.
  • Die U3 Süd pendelt zwischen Fürstenried West und Brudermühlstraße im 6- bis 7-Minuten-Takt.

So fährt die U6

Für die unterbrochene U6 ist die SEV-Linie U6 im Einsatz. Sie verbindet als Ringlinie die Implerstraße mit dem Goetheplatz und hält unterwegs an der Poccistraße sowie an der Tumblingerstraße Für die unterbrochene U6 ist die SEV-Linie U6 im Einsatz. Sie verbindet als Ringlinie die Implerstraße mit dem Goetheplatz und hält unterwegs an der Poccistraße sowie an der Tumblingerstraße (Foto: Klaus-P. Malchow) © Foto: Klaus-P. Malchow

U6
Während der Bauarbeiten wird die U6 in einen Nordast (Garching-Forschungszentrum/Fröttmaning ⇔ Goetheplatz) und einen Südast (Klinikum Großhadern ⇔ Implerstraße) geteilt. 

  • Die U6 Nord fährt im 10-Minuten-Takt zwischen Garching-Forschungszentrum und Goetheplatz. Zu den Hauptverkehrszeiten wird zwischen Garching-Forschungszentrum und Goetheplatz wie gewohnt ein 5-Minuten-Takt angeboten.
  • Die U6 Süd pendelt alle 8 Minuten zwischen Klinikum Großhadern und Implerstraße.
 

Schienenersatzverkehr U3/U6 und Verlängerung der Fahrzeit

SEVIm nicht bedienten U-Bahnabschnitt zwischen Brudermühlstraße, Implerstraße, Poccistraße und Goetheplatz ist ein Schienenersatzverkehr (SEV) im Einsatz. Er besteht aus zwei Buslinien, die in dichtem Takt (z. B. werktags von 6.00 bis 20.30 Uhr alle 2,5 Minuten) verkehren. Die Linien unterscheiden sich in der Routenführung.

Die Buslinie U3 fährt im Abschnitt Brudermühlstraße ⇔ Implerstraße ⇔ Poccistraße ⇔ Goetheplatz ⇔ Hauptbahnhof Süd. Durch die Verlängerung zum Hauptbahnhof Süd besteht eine umsteigefreie Verbindung zur U1, U2, U4, U5, U7 und U8 sowie zu den S-Bahnlinien S1-S8.

Die Buslinie U6 verkehrt als Ringlinie mit den Halten Implerstraße ⇒ Poccistraße ⇒ Goetheplatz ⇒ Tumblingerstraße ⇒ Implerstraße.

Die Fahrzeit für die Kund*innen bei Nutzung des SEV verlängert sich je nach Verkehrsaufkommen und in Abhängigkeit von den Umsteigezeiten um 10 bis 15 Minuten.

Die genaue Lage der SEV-Haltestellen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Plänen.
Tipp: Zur besseren Lesbarkeit auf mobilen Geräten ggf. Querformat nutzen!

SEV-Haltestellen Brudermühlstraße

SEV-Haltestellen Goetheplatz

Video-Wegeleitung zum SEV-Bus U3

 

Video-Wegeleitung zum SEV-Bus U6

 
 

SEV-Haltestellen Hauptbahnhof

SEV-Haltestellen Implerstraße

Video-Wegeleitung zu den SEV-Bussen

 

SEV-Haltestellen Poccistraße

Übersichtskarte SEV

Tippen/klicken Sie einfach auf den Stationsnamen, um detaillierte Infos (z. B. SEV-Fahrpläne) zu erhalten. Alle geänderten Fahrplandaten werden auch in der Verbindungsauskunft berücksichtigt.
 

U-Bahnhof Brudermühlstraße

U-Bahnhof Goetheplatz

U-Bahnhof Hauptbahnhof-Süd

U-Bahnhof Implerstraße

U-Bahnhof Poccistraße

Haltestelle Tumblingerstraße

Das U-Bahnnetz während der Bauphase

Anpassungen und Verstärkungen bei bestehenden Buslinien

Citaro-Gelenkbus 5784 auf Linie X30 an Donnersbergerbrücke Als Alternative zur Umfahrung bietet sich unter anderem die ExpressBus-Linie X30 an. Sie verkehrt alle fünf Minuten auf dem verlängerten Linienweg zwischen Ostbahnhof und Rotkreuzplatz. Unterwegs bietet sie Umsteigemöglichkeiten zu U-Bahn und Tram oder zur S-Bahn, wie hier an der Donnersbergerbrücke (Foto: Frederik Buchleitner - www.tramreport.de) © Foto: Frederik Buchleitner - www.tramreport.de

ExpressBus X30 StadtBus 63   

Neben den beiden SEV-Buslinien gibt es noch weitere Möglichkeiten, den unterbrochenen Streckenabschnitt der U3/U6 zu umfahren und so ans Ziel zu gelangen. 

Als attraktive Querverbindung verdichten wir die Takte und verlängern den Linienweg der ExpressBus-Linie X30. Die Busse fahren werktags von 6.30 (samstags ab 7.30 Uhr) bis 19.30 Uhr im 5-Minuten-Takt auf dem Linienweg Rotkreuzplatz - Donnersbergerbrücke - Schwanthalerhöhe - Am Harras - Brudermühlstraße - Candidplatz - Silberhornstraße - Ostbahnhof. Im Abschnitt Ostbahnhof - Arabellapark besteht ein 10-Minuten-Takt. 

Zusätzlich werden montags bis freitags von ca. 6.30 bis 19.30 Uhr die Verstärkerfahrten der Buslinie 63 verlängert. Somit besteht im Abschnitt Aidenbachstraße - Westpark - Heimeranplatz - Donnersbergerbrücke dann ein 5-Minuten-Takt.

So erreichen Sie den X30

Wenn Sie von der U-Bahn auf den X30 umsteigen, folgen Sie einfach der Beschilderung innerhalb der U-Bahnhöfe. Diese leitet Sie zum jeweils passenden Aufgang. Für Örtlichkeiten mit mehreren Haltepositionen für Busse, haben wir die jeweiligen Übersichtspläne hinterlegt:

 

Wieso ist das Projekt notwendig?


AmeiseDer U-Bahnhof Implerstraße wurde 1975 mit der Streckenerweiterung zum Harras eröffnet und wird seitdem von Zügen der Linien U3 und U6 befahren. Für betriebliche Zwecke wird zudem der nördliche Abzweig in die Betriebsanlage Theresienwiese genutzt. An einem Werktag passieren mehr als 700 Züge die Weichen nördlich der Bahnsteige. Das ist eine enorme Belastung, die nach knapp 50 Jahren Spuren hinterlassen hat. Punktuelle Reparaturen helfen hier nicht mehr weiter und kosten zu viel Geld. Daher erneuern wir die Anlage komplett. 

Alles wird ausgetauscht: Acht Weichen und zwei Kreuzungen, Schienen und Schwellen, 1.500 Tonnen Schotter auf neuen Unterschottermatten. Außerdem erneuern wir mehrere Kilometer Stromschienen zwischen drei Bahnhöfen. Größe und Komplexität der Maßnahme erfordern eine Vollsperrung.

Neue Gleise, neue Optik

Parallel zur Weichenerneuerung am U-Bahnhof Implerstraße erneuern wir die dortigen Bahnsteig- und Hintergleisfassaden. Diese werden nun nach knapp 50 Jahren abgebaut. Danach sanieren wir die Betonwände und beschichten diese abschließend mit einer Lasurtechnik. In Anlehnung an die bestehende Optik der Boden- und Deckenelemente des U-Bahnhofs kommen dabei warme Farbtöne zum Einsatz. Wir arbeiten bewusst im Schatten der Weichenerneuerung, um so Ressourcen vor Ort zu bündeln, Geld zu sparen und keine zusätzlichen Sperrungen verursachen zu müssen. Die Erneuerung der Bahnsteig- und Hintergleisfassaden wird Ende 2022 abgeschlossen sein und den Fahrbetrieb nicht beeinträchtigen.
 

Fragen und Antworten zum Projekt

Warum endet die U3 bereits an der Brudermühlstraße bzw. am Sendlinger Tor? 

Um einen stabilen Betrieb in der Hauptverkehrszeit zu gewährleisten, ist es nicht möglich, an den temporären Endbahnhöfen Implerstraße und Goetheplatz zwei U-Bahn-Linien wenden zu lassen. Daher wird die U6 als die Linie mit dem höheren Fahrgastaufkommen bis Implerstraße bzw. Goetheplatz geführt, während die U3 bereits an der Brudermühlstraße bzw. am Sendlinger Tor vorzeitig wendet. Außerhalb des 5-Minuten-Takts auf der U6 Nord werden die Züge der U3 Nord ebenfalls zum Goetheplatz geführt.

Warum fahren die Ersatzbusse für die U3 nicht bis zum Sendlinger Tor, sondern zum Hauptbahnhof? 

Rund um das Sendlinger Tor steht aufgrund der dortigen Großbaustelle kein ausreichender Platz für Ersatzhaltestellen mit der nötigen Kapazität zur Verfügung. Die verkehrliche Situation in der Ludwigsvorstadt würde zudem eine Anfahrt des Sendlinger Tors über die Schwanthalerstraße erfordern und damit die Reisezeit unverhältnismäßig erhöhen. Um den Fahrgästen möglichst viele Umsteigemöglichkeiten zu bieten, schließen wir daher den Hauptbahnhof mit den Linien U1, U2, U4, U5, U7 und U8 sowie die S-Bahn-Stammstrecke an.

Hat das Projekt Auswirkungen auf Anwohner*innen und Gewerbetreibende?

Die Baumaßnahme spielt sich vollständig im Untergrund ab, sodass keine Auswirkungen auf Anwohner*innen und Gewerbetreibende zu erwarten sind. Lediglich eine Baustelleneinrichtungsfläche auf der Theresienwiese wird zu sehen sein. Für den Schienenersatzverkehr werden im Umfeld der U-Bahnhöfe Brudermühlstraße, Implerstraße, Poccistraße und Goetheplatz Ersatzhaltstellen sowie Aufstellflächen für wendende bzw. wartende Fahrzeuge eingerichtet. Daher müssen temporär ca. 100 Parkplätze entfallen. Um den Verkehrsfluss für den SEV zu verbessern, wurde die Oberländerstraße zwischen Gotzingerstraße und Implerstraße vorübergehend zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung Westen.

Warum dauern die Arbeiten so lange?

Die Bauzeit kann leider nicht verkürzt werden. Ein Weichenfeld mit acht einzelnen Weichen in einem Tunnel mit beengten Platzverhältnissen zu erneuern, benötigt wesentlich mehr Zeit als ein Weichentausch an der Oberfläche. Im Tunnel können die Weichen nicht einfach herausgehoben, sondern sie müssen komplett und zeitaufwändig zerlegt werden. Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist das Zeitfenster von 14 Wochen für die Weichenerneuerung sogar sehr knapp bemessen, zumal auch Schotter und Stromschienen getauscht werden. Wir haben darüber hinaus alle Maßnahmen zur Beschleunigung getroffen. Unter anderem arbeiten wir im Mehrschichtbetrieb fast rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche.

Warum wird nicht nur nachts gearbeitet?

Nur in kurzen Zeitfenstern in der Nacht zu arbeiten, würde die Bauzeit extrem verlängern und die Kosten unnötig in die Höhe treiben. Die Weichenerneuerung ist eine komplexe Baumaßnahme an voneinander abhängigen Systemen unter beengten Verhältnissen. Einzelne Weichen können nicht temporär außer und wieder in Betrieb genommen werden, ohne den Zeitplan in die Länge zu ziehen und viele einzelne Sperrungen zu verursachen. Ständige Änderungen des Betriebskonzepts wären eine weitere Folge und würden den ÖPNV über einen langen Zeitraum massiv beeinträchtigen. 

Warum verkehrt im Baustellenabschnitt (Goetheplatz - Implerstraße) kein Pendelzug?

Für ein Pendelzugkonzept müssten an beiden genannten Bahnhöfen zwei Gleise zur Verfügung stehen: eines für den Pendelzug, das andere für den dort endenden Linienzug. Das ist auch durch den parallel stattfindenden Stromschienenwechsel nicht möglich. Außerdem würde der Pendelzug Weichen befahren, die ausgetauscht werden müssen. Hinzu kommt, dass aufgrund der unterschiedlichen Taktungen die Umsteigebeziehungen nicht optimal wären und der Pendelzug das hohe Fahrgastaufkommen der Linienzüge nicht aufnehmen könnte.

Wo gibt es die Baustellen-Fahrpläne?

Die Fahrpläne für die U3 und U6 sowie für die SEV-Busse und die Buslinien X30 und 63 wurden für die Dauer der Bauarbeiten angepasst. Sie stehen als Aushangfahrpläne zur Verfügung und sind selbstverständlich auch an den betroffenen Haltestellen zu finden.

Erreiche ich rechtzeitig alle gewohnten Anschlüsse?

Unser Betriebskonzept ist darauf ausgelegt, möglichst alle Anschlüsse an den Knotenpunkten (z.B. Scheidplatz, Sendlinger Tor) aufrechtzuerhalten. Zu Betriebsbeginn und -ende können wir dies bei einzelnen Fahrten jedoch nicht gewährleisten. Grund hierfür sind in erster Linie die längeren Fahrzeiten der SEV-Busse sowie die geänderten Taktungen. Bitte nutzen Sie die App MVG Fahrinfo München oder unsere Verbindungsauskunft hier im Internet, um sich vorab über die Fahrpläne und Anschlüsse zu informieren. Planen Sie grundsätzlich längere Reisezeiten ein, die sich durch geänderte Umsteigezeiten und Fahrzeiten ergeben.

Wo genau fährt der Schienenersatzverkehr (SEV) und wo liegen die Haltestellen?

Der Ersatzbus U3 fährt ab Brüdermühlstraße auf der Implerstraße bis zum U-Bahnhof Implerstraße und von dort weiter zur Lindwurmstraße, wo er zunächst die Ersatzhaltestelle Poccistraße bedient und anschließend zum Goetheplatz gelangt. Von dort fährt der Bus in nördlicher Richtung via Goethestraße und Paul-Heyse-Straße zum Hauptbahnhof Süd in der Bayerstraße. Der Rückweg erfolgt analog.

Der Ersatzbus U6 startet in der Implerstraße. Der Linienweg verläuft nördlich auf der Implerstraße sowie nordöstlich auf der Lindwurmstraße. Dort wird die Ersatzhaltestelle Poccistraße nur in Richtung Goetheplatz angefahren. Am Goetheplatz wenden die Busse über die Häberlstraße und fahren via Tumblingerstraße Richtung Implerstraße. An der Tumblingerstraße halten die Busse auf Höhe der Ruppertstraße. Die Ausstiegshaltestelle an der Implerstraße befindet sich in der Oberländerstraße.

Detaillierte Übersichtspläne finden Sie hier auf dieser Seite oder unter mvg.de/meinhalt.

Wie viel mehr Fahrtzeit muss ich für den SEV einplanen?

Die genaue Fahrtdauer hängt wesentlich vom Verkehrsaufkommen auf der Impler- und Lindwurmstraße ab. Fahrplanmäßig sind die Busse je Richtung 6 bis 10 Minuten unterwegs, und damit etwa 5 Minuten länger als sonst die U-Bahn; hinzu kommt der Zeitbedarf für das Umsteigen. Rechnen Sie deshalb damit, dass sich Ihre Fahrt je nach Tageszeit und Fahrtrichtung um 10 bis 15 Minuten verlängert.

In welchem Takt fahren die SEV-Busse?

Grundsätzlich verkehren die SEV-Busse zu den gleichen Betriebszeiten wie die beiden U-Bahnlinien, die sie ersetzen. Planmäßig fahren die für den SEV eingesetzten Busse auf jeder Linie werktags tagsüber alle 2,5 Minuten je Richtung. Am frühen Morgen sowie in den Abendstunden besteht auf beiden Linien ein Takt 5, nach Mitternacht ein 10-Minuten-Takt.

Auch am Samstag kommt zu den meisten Zeiten alle 2,5 bis 5 Minuten ein Bus je Linie. Sonntags gilt, abgesehen vom Früh- und Spätverkehr, ein 5-Minuten-Takt. Durch die Überlagerung der beiden Linien stehen zu Spitzenzeiten im Abschnitt Implerstraße ⇔ Goetheplatz 48 Fahrten je Stunde und Richtung im Fahrplan.

Wie viele Busse sind auf den SEV-Linien im Einsatz?

Eingesetzt werden bis zu 42 Gelenkbusse und Buszüge für den SEV U3 und U6 sowie für die Angebotsverbesserungen der Linien X30 und 63. Im Regelbetrieb entspricht die bereitgestellte Buskapazität der zu erwartenden Nachfrage. Generell noch mehr Busse einzusetzen wäre kontraproduktiv, da die Länge der Haltestellen und die Größe der Wartebereiche begrenzt sind und sich zu viele Busse gegenseitig behindern würden. Auch die Straßenkreuzungen könnten dadurch überlastet werden.

Kann ich trotz Corona den SEV-Bus sicher nutzen?

In den SEV-Bussen gelten die Maskenpflicht und die üblichen Verhaltensgebote im öffentlichen Nahverkehr. Wir setzen so viele SEV-Busse ein, wie auf die Straße und an die Haltestellen passen. Die Kapazität des SEV reicht nach unseren Untersuchungen aus, um das Fahrgastaufkommen während der Sperrung der U3/U6 zu bewältigen. Wir erwarten zudem weniger Fahrgäste in den SEV-Bussen als üblicherweise in der U-Bahn, weil erfahrungsgemäß viele Fahrgäste auf alternative Routen, zusätzliche Angebote oder andere Verkehrsmittel ausweichen.

Wie stellt die MVG sicher, dass der SEV funktioniert und was passiert bei Stau?

Im Vorfeld haben wir umfangreiche Untersuchungen und Testfahrten zu geeigneten Linienwegen, Fahrzeiten usw. durchgeführt. Das Servicepersonal vor Ort tauscht sich fortlaufend mit den Fahrer*innen und dem MVG-Betriebszentrum aus, um einen möglichst reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. Außerdem stehen wir in engem Kontakt zu Polizei und KVR. Die Ampeln werden so geschaltet, dass der Bus möglichst freie Fahrt hat.

Wird es Busspuren für den SEV auf der Impler- und Lindwurmstraße geben?

Um einen möglichst zuverlässigen Busbetrieb zu gewährleisten, sind vorübergehend eingerichtete Busspuren für den SEV grundsätzlich gut geeignet. Neben der Einrichtung von Busspuren ist die bedarfsgerechte Zuflusssteuerung des Autoverkehrs eine weitere gängige Methode zur Beschleunigung von Linienbussen auf freier Strecke. In Abhängigkeit von der Verkehrsnachfrage und der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur ist letztlich abzuwägen, welche Methode im konkreten Einzelfall zu bevorzugen ist. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Vor- und Nachteile hat sich die bedarfsgerechte Zuflusssteuerung im vorliegenden Fall als die geeignete Methode herausgestellt, um einen möglichst reibungslosen Verkehrsablauf zu gewährleisten. Hierbei wird die Ampelschaltung an den relevanten Kreuzungen bedarfsgerecht zugunsten des Busverkehrs angepasst.

Können in den Bussen Kinderwagen, Rollstühle, Fahrräder in den SEV-Bussen befördert werden?

Kinderwagen und Rollstühle können im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten mitgenommen werden. Es ist jedoch zeitweise mit Engpässen zu rechnen. Die Beförderung von Fahrrädern in den Bussen ist aus Platz- und Sicherheitsgründen ausgeschlossen.

Welche Alternativen gibt es zum SEV?

Durch die Verlängerung und Verdichtung der ExpressBuslinie X30 haben Fahrgäste ab/bis Brudermühlstraße bzw. Am Harras eine alternative Fahrtmöglichkeit. Der reguläre Linienverlauf des Busses vom Arabellapark via Ostbahnhof, Silberhornstraße und Candidplatz wird über den Harras hinaus verlängert. So bestehen weitere Umsteigemöglichkeiten an der Schwanthalerhöhe, Donnersbergerbrücke und am Rotkreuzplatz. Fahrgäste ab/bis Aidenbachstraße und Westpark können die Buslinie 63 nutzen. Die dort eingesetzten Verstärkerfahrten werden montags bis freitags zwischen 6.30 und 19.30 Uhr bis zur Donnersbergerbrücke verlängert. 

Zahlreiche andere Buslinien kommen je nach individuellem Fahrtziel als Ausweichroute infrage. Bitte nutzen Sie für Ihre individuelle Fahrtempfehlung unsere Fahrplanauskunft auf mvg.de oder in der App MVG Fahrinfo München.

Kann ich die unterbrochene Strecke auch mit dem Fahrrad zurücklegen?

Die Radwege entlang der Lindwurm- und Implerstraße verbinden die U-Bahnhöfe Sendlinger Tor, Goetheplatz, Poccistraße, Implerstraße und Brudermühlstraße. Wer kein eigenes Fahrrad besitzt, kann auch ein MVG Rad leihen, zum Beispiel an einer der zahlreichen MVG Radstationen in diesem Gebiet. Für die Dauer der Baustelle werden wir unser Angebot an MVG Rädern anpassen. Es gibt am Goetheplatz sowie am Sendlinger Tor temporäre Radstationen. Wer dort bzw. an den Stationen Implerstraße, Brudermühlstraße und Kreisverwaltungsreferat (KVR) sein MVG Rad zurückgibt, erhält 10 Freiminuten gutgeschrieben.

Kann man die Strecke auch zu Fuß gehen?

Die Distanz zwischen den Stationen Implerstraße und Goetheplatz beträgt etwa 1,3 Kilometer und ist zu Fuß in durchschnittlich 15 bis 18 Minuten zu bewältigen. Vom Goetheplatz zur Brudermühlstraße benötigt man knapp 30 Minuten für 2,2 Kilometer Fußweg.

Warum fährt die S7 während der U-Bahnsperrung vom Harras nicht öfters Richtung Innenstadt?

Die Linie S7 wird von der S-Bahn München betrieben und fährt untertags im 20-Minuten-Takt. Im Vorfeld unserer Baustelle wurde eine Verstärkung der S7 geprüft. Aufgrund der Rahmenbedingungen wurde dieser Vorschlag jedoch nicht weiterverfolgt. Grundsätzlich besteht mit den Fahrten der S7 und der Regionalzüge bereits ein sehr gutes Grundangebot auf der Relation Harras – Donnersbergerbrücke – Hauptbahnhof. Eine weitere Verdichtung der S-Bahn-Verkehre führt hier zu einem geringen Nutzen bei sehr hohem Aufwand. Gleichzeitig wird mit der Verlängerung der Linie X30 vom Harras zum Rotkreuzplatz und der Verstärkung der Linie 63 das Angebot auf den Relationen vom Südwesten Münchens und dem Harras in Richtung Donnersbergerbrücke den Verkehrsströmen entsprechend deutlich ausgeweitet. Im Zusammenspiel mit den Alternativen im Bestandsnetz sowie der dichten Taktung des Schienenersatzverkehrs besteht somit ein ausreichendes Angebot als Ersatz für die U-Bahn. 

Wo kann man sich vor Fahrtantritt über Betriebsstörungen informieren?

Die MVG informiert auf ihrer Homepage mit einem Ticker auf der Startseite über größere Störungen. Dieser Service wird auch in der App MVG Fahrinfo München und via Twitter angeboten (twitter.com/MVGticker). Die MVG-Hotline hat die Nummer 0800 344226600 (rund um die Uhr gebührenfrei aus allen deutschen Netzen).

Gewährt die MVG wegen der Einschränkungen Preisnachlässe auf Fahrscheine?

Nein. Die Baumaßnahme dient dazu, den Betrieb der U-Bahn dauerhaft sicherzustellen und kostet viel Geld. Der Bauablauf und der Ersatzverkehr sind so organisiert, dass die damit verbundenen Einschränkungen soweit wie möglich begrenzt werden. Die Beförderung wird nicht eingestellt, sondern von Bussen übernommen.

Welche tariflichen Abweichungen sind zu beachten?

Der Geltungsbereich von Fahrkarten ändert sich durch den SEV nicht.

Wie komme ich während der Sperrung zum Tierpark Hellabrunn?

Tierpark-Besucher*innen aus Richtung Innenstadt können am Goetheplatz oder bereits am Hauptbahnhof auf den Schienenersatzverkehr mit der Liniennummer U3 ausweichen. Dieser verkehrt via Poccistraße und Implerstraße zur Brudermühlstraße. Ab dort fährt die U3 Süd wieder Richtung Fürstenried West und damit auch zum U-Bahnhof Thalkirchen (Tierpark). 

Eine weitere Anreisemöglichkeit besteht mit der ExpressBuslinie X30. Sie verkehrt während der Bauarbeiten im Abschnitt Rotkreuzplatz – Donnersbergerbrücke – Schwanthalerhöhe – Am Harras – Brudermühlstraße – Candidplatz – Ostfriedhof – Ostbahnhof – Arabellapark und bietet so ebenfalls eine gute Verbindung zur U3 an der Brudermühlstraße. 

Alternativ fährt die Buslinie 52 vom Sendlinger Tor über die U-Bahnhöfe Marienplatz, Kolumbusplatz und Candidplatz regulär zur Haltestelle Tierpark (Alemannenstraße) am Flamingo-Eingang des Tierparks. Auch die Anfahrt mit der Trambahn ist möglich. Von der Haltestelle Tiroler Platz der Linie 25 erreichen Sie den Flamingo-Eingang zu Fuß in rund 15 Minuten.

MVG Infoseite zum Tierpark Hellabrunn

Website Tierpark Hellabrunn

Wird der X98 wieder eingesetzt?

Im Rahmen der Weichenerneuerung Implerstraße bieten wir einen Schienenersatzverkehr, die Verlängerung des X30 zum Rotkreuzplatz und die Verstärkung der Bestandslinie 63 an. Dies bindet so viele Fahrer*innen und Fahrzeuge, dass der X98 nicht wieder eingeführt werden kann. Die Wiederinbetriebnahme der Linie X98 ist unabhängig davon derzeit offen.

Warum bedient der X30 nicht mehr den Halt “Harras” an der Unterführung? 

Für die Dauer der Weichenerneuerung Implerstraße fährt der ExpressBus X30 häufiger und wird zudem zum Rotkreuzplatz verlängert. Deshalb ist die Wendefahrt via Passauerstraße und “Harras” (S-Bahn-Unterführung) nicht mehr notwendig. Stattdessen führt die Fahrtroute ab Brudermühlstraße direkt über die Plinganserstraße zum Halt “Am Harras” und ab dort weiter analog der Linien 53 und 153  zum Rotkreuzplatz. Unterwegs werden die Haltestellen Schwanthalerhöhe, Trapentreustraße, Donnerbergerbrücke und Donnersbergerstraße bedient. An der Haltestelle “Am Harras” ist ebenso wie am Halt “Harras” ein Umstieg zur U6 sowie zu den Buslinien 53, 54, 130, 132, 134, 153 und 157 möglich. Die S-Bahn sowie die Regionalzüge sind ab “Am Harras” fußläufig zu erreichen. 

Warum kann ich in manchen SEV-Bussen weder Fahrkarten kaufen noch entwerten?

In einzelnen Fahrzeugen des Ersatzverkehrs ist kein Fahrscheinkauf bzw. keine Entwertung bereits vorab gekaufter Fahrscheine möglich. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge aus anderen Städten bzw. von anderen Verkehrsunternehmen, die uns bei diesem Ersatzverkehr unterstützen. Ihren Fahrschein können Sie in diesen Fällen beim Umstieg zur Tram, S- und U-Bahn oder zu anderen Bussen entwerten. Für den Kauf von Fahrkarten stehen Ihnen unserer stationären Ticketautomaten sowie das HandyTicket in den Apps MVG Fahrinfo München und MVG Ticket 6091 zur Verfügung.

Das MVG Rad: eine Alternative zum SEV-Bus

Im Bereich der gesperrten U-Bahnstrecke befinden sich fünf MVG Radstationen:

  • Brudermühlstraße
  • Implerstraße
  • Kreisverwaltungsreferat (Nähe U-Bahnhof Poccistraße)
  • Goetheplatz (temporäre Radstation)
  • Sendlinger Tor (temporäre Radstation)


Wer die gesperrte Strecke lieber mit dem MVG Rad zurücklegt und das Rad an einer der genannten Stationen zurückgibt, bekommt 10 Freiminuten gutgeschrieben.