Förderprojekt "EASYRIDE - Zukunft erfahren"

Der Prototyp des neuen e.GO Movers

Hochautomatisiertes Fahren in München

Mit der Digitalisierung stehen SWM/MVG vor vielfältigen Chancen und Herausforderungen, die Mobilität grüner, intelligenter und nachhaltiger zu gestalten. Automatisierte - und perspektivisch autonome - Fahrzeuge können als Teil eines vielfältigen öffentlichen Nahverkehrsangebotes dienen. Mittelfristig eignen sie sich als Zubringer zu ÖPNV-Haltestellen oder als Quartiersbus innerhalb eines festgelegten Gebiets.

Noch in diesem Jahr wollen SWM/MVG gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller e.GO den ersten von zwei Pilotversuchen zum automatisierten Fahren in München durchführen. Die Tests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Projekts EASYRIDE statt.

So läuft der Pilotversuch im Olympiapark

Die voraussichtliche Linienführung im Olympiapark © MVG

Für die Dauer von mehreren Wochen sind dann zwei automatisierte – und perspektivisch autonom fahrende – Shuttlebusse auf den beiden Linien "Olympiapark Ostring" und "Olympiapark Westring" im Olympiapark unterwegs.

Ausgangspunkt für beide Linien ist der U-Bahnhof Olympiazentrum, von dort aus geht es zu den Haltestellen Olympiasee, Olympiahalle, ZHS Olympiazentrum und Olympiastadion. Für die Dauer des Tests werden im Olympiapark temporäre Haltestellen errichtet, Fahrgäste können an jeder beliebigen Haltestelle zusteigen. Die Fahrt ist während der ersten Testphase kostenlos, um die Eindrücke und Erfahrungen der Passagiere zu evaluieren, sind Fahrgastbefragungen geplant.

Im ersten Pilotversuch fahren die Kleinbusse noch nicht automatisiert, sondern sammeln mithilfe der verbauten Sensortechnik lediglich anonymisierte Umgebungsdaten. Die Sensortechnik ist Voraussetzung für den selbstständigen Fahrbetrieb, die Automatisierung wird beim zweiten Pilotversuch getestet.

Mehr Informationen zum Test (Zeitraum, Uhrzeiten usw.) erfahren Sie baldmöglich an dieser Stelle.

Der Betrieb wird von einem Sicherheitsfahrer überwacht, der im Bedarfsfall das Fahrzeug jederzeit übernehmen kann. Die Fahrzeuge vom Typ "e.GO Mover" sind eine Neuentwicklung des Herstellers und kommen während des Pilotversuchs erstmals im öffentlichen Raum zum Einsatz.

Die wichtigsten Fahrzeugspezifikationen:

  • Länge 5 m, Breite 2.5 m, Höhe 2.8 m
  • zulässiges Gesamtgewicht: bis 3.865 t
  • Fahrgastkapazität: 10 Sitzplätze, maximal 5 Stehplätze
  • barrierefreier Ein- und Ausstieg mithilfe einer Rampe möglich
  • Sicherheitsfahrer überwacht den Fahrbetrieb und kann jederzeit eingreifen
  • intelligentes Multisensorsystem mit Radar, LiDAR und GPS

 

Über das Projekt EASYRIDE - Zukunft erfahren

Das vom Bund geförderte Pilotprojekt EASYRIDE untersucht bis Ende 2020, welche Auswirkungen das automatisierte und vernetzte Fahren auf München haben wird. Ziel ist es, Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln, rechtliche Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Handlungsempfehlungen für Städte und Kommunen zu erstellen.

Für die planerischen Aufgaben ist das Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München verantwortlich, die rechtlichen und technischen Belange des Straßenverkehrs koordiniert das Kreisverwaltungsreferat.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Projekt mit
6,6 Millionen Euro, das Gesamtvolumen beläuft sich auf 10,56 Millionen Euro.

Beteiligte Projektpartner: Landeshauptstadt München, Stadtwerke München GmbH, Bayerische Motoren Werke AG, Technische Universität München, Karlsruher Institut für Technologie, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, MAN Truck & Bus AG, PTV Planung Transport und Verkehr AG, UnternehmerTUM GmbH.

 

 

Kontakt

Bei Fragen zu EASYRIDE wenden Sie sich bitte an den MVG Kundendialog unter kundendialog@mvg.de – wir bemühen uns, Ihre Frage schnellstmöglich zu beantworten.