Steinhausen

     

    Kontakt

    Für Fragen oder Anregungen im Zusammenhang mit diesem Projekt kontaktieren Sie bitte folgende
    E-Mailadresse:

    kontakt@mvg.de

    Tram nach Steinhausen

    Einsteinstraße in Richtung Vogelweideplatz Einsteinstraße in Richtung Vogelweideplatz

    Die Stadt München plant vielfältige Maßnahmen für eine stadtverträgliche Mobilität, wobei alle Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität haben. Mit dem Ausbau des Tramnetzes setzen die Stadtwerke München (SWM) daher einen weiteren Baustein zur nachhaltigen Verkehrsentwicklung in München um. Mit der geplanten neuen Tramverbindung vom Max-Weber-Platz zum S-Bahnhof Berg am Laim (Verlängerung der Tram 25) sichert die SWM eine umweltfreundliche und stadtverträgliche Erschließung Steinhausens.

    Die zukünftige Tramlinie erschließt nicht nur das Entwicklungsgebiet „Bogenhausener Tor“  am Vogelweideplatz, sondern auch das Gewerbegebiet Steinhausen mit dem Bürokomplex der Süddeutschen Zeitung an der Hultschiner Straße. Nicht nur die dort entstehenden Arbeitsplätze sondern auch die zahlreichen Wohn-, Geschäfts-, und Gewerbestandorte entlang der Einsteinstraße werden damit an das leistungsstarke Liniennetz der Münchner Verkehrsgesellschaft angeschlossen.

    Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen allgemeine Informationen zum Projekt, den aktuellen Sachstand und Visualisierungen der Tram Steinhausen zur Verfügung stellen.

    Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns mit Ihnen über das zukünftig noch bessere ÖPNV-Angebot im Münchner Osten.

    Aktuelles

    Eröffnungsfeier am 10. Dezember 2016

    Am Samstag, 10. Dezember 2016 wurde der neue Streckenabschnitt im Trambetriebshof in der Einsteinstraße 148 eingeweiht.

    Planungshistorie - Was bisher geschah

    Den ersten Meilenstein für das Neubauprojekt Tram Steinhausen legte der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München. Mit dem Beschluss wurde die Stadtwerke München GmbH gebeten die bauliche und betriebliche Machbarkeit einer Straßenbahn nach Steinhausen zu prüfen und zu bewerten. Diese Machbarkeitsstudie konnte 2012 positiv abgeschlossen werden.

    Im Oktober 2012 beschloss der Stadtrat die Neubaustrecke Tram Steinhausen in den Nahverkehrsplan aufzunehmen. Der Nahverkehrsplan enthält alle geplanten ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen der Landeshauptstadt München und definiert die Qualitätsstandards für den öffentlichen Nahverkehr und eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Mit dem Stadtratsbeschluss vom 04.10.2012 wurde die Stadtwerke München GmbH gebeten, die Planung der Straßenbahntrasse zu erstellen.

    2013 wurde daher die Planung der Trasse, der Haltestellen, der Straße und einer Stützmauer in der Truderinger Straße durchgeführt und abgeschlossen. Außerdem wurde bestimmt, wie die Wege für den Rad- und Fußverkehr verlaufen werden und wie viele Kfz-Fahrspuren bzw. Abbiegespuren es an den Kreuzungen geben soll. Im Zuge dessen wurden die verkehrstechnische Untersuchung, die schall- und erschütterungstechnischen Gutachten, der landschaftspflegerische Begleitplan und die elektromagnetische Verträglichkeitsuntersuchung fertig gestellt.

    Am 12.12.2013 wurde bereits das Planungsfeststellungsverfahren für die Stützmauer, die zur Sicherung des Bahndamms in der Truderinger Straße notwendig ist, durch die DB beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Die Genehmigung dazu folgte am 15. Mai 2014. Daraufhin erfolgte der Bau der Stützmauer, der im Dezember 2014 abgeschlossen war.

    Die Tramplanung wurde nicht nur den betroffenen Anliegern und den Bezirksausschüssen Au-Haidhausen, Berg am Laim und Bogenhausen vorgestellt sondern auch dem Stadtrat. Dieser beschloss daraufhin einstimmig am 19.03.2014 die Planung und bat die SWM um die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Straßenbahnstrecke. Am 25. September 2015 wurde der Planfeststellungsbeschluss (gleichbedeutend mit einer Baugenehmigung) von der Regierung von Oberbayern (ROB) erteilt. Damit kann am 29. Februar 2016 mit dem Bau der Strecke begonnen werden.

    Projektbeschreibung

    Die neue Tramstrecke wird vom Max-Weber-Platz bis zur neuen Endhaltestelle Berg-am-Laim Bf. reichen und ca. 2,7 Kilometer lang sein. Die Tram Steinhausen wird auf den ersten ca. 1,4 Kilometern vom Max-Weber-Platz zum Trambetriebshof die bestehenden Gleise in der Einsteinstraße befahren; diese werden bisher nur zur Anfahrt des Betriebshofes sowie im Umleitungsfall genutzt. Zwischen dem Trambetriebshof in der Einsteinstraße und dem S-Bahnhof Berg am Laim (Hultschiner Straße) wird eine ca. 1,3 Kilometer lange Neubaustrecke entlang der Truderinger Straße gebaut.

    Visualisierung der Stützmauer an der Truderinger Straße Visualisierung der Stützmauer an der Truderinger Straße

    Die bestehenden Gleise zwischen Max-Weber-Platz und dem Trambetriebshof werden bei der geplanten Verlängerung nach Steinhausen weiterhin genutzt und nicht verändert. Die neue Tramtrasse wird vor dem Vogelweideplatz auf die südliche Straßenseite der Einsteinstraße verschwenken, von wo sie dann nach Südosten in die Truderinger Straße einbiegt und dann entlang des bestehenden Bahndamms bis zur Kreuzung mit der Hultschiner Straße verlaufen wird. Im Zuge des Neubaus der Tramstrecke Steinhausen ist im Bereich der Truderinger Straße ein Stützbauwerk zur Sicherung der Stabilität des dortigen Bahndammes erforderlich. An den Einfahrten des Abfallwirtschaftsbetriebs, des Busbetriebshofs und der Kleingartenanlage kommt es zu Gleisüberfahrten.

    Östlich der Kreuzung Truderinger/Hultschiner Straße weitet sich die Tramtrasse auf und es wird eine Wendeschleife errichtet. Von hier aus ist der S-Bahnhof Berg am Laim kreuzungsfrei und in wenigen Schritten zu Fuß erreichbar.
    Die Fahrzeit zwischen Max-Weber-Platz und Berg-am-Laim Bf. wird etwa 8 Minuten betragen. Folgende Haltestellen sind vorgesehen:

    • Max-Weber-Platz (Umsteigemöglichkeit zur U4/U5, Tram 15, 16, 19)
    • Flurstraße
    • Grillparzerstraße
    • Einsteinstraße
    • Vogelweideplatz
    • Riedenburger Straße
    • Berg-am-Laim Bf. (Umsteigemöglichkeit zu den S-Bahn-Linien S2, S4, S6)
       

    Visualisierung: Kreuzung Truderinger Straße / Hultschiner Straße Visualisierung: Kreuzung Truderinger Straße / Hultschiner Straße

    Die beiden Haltestellen Grillparzerstraße und Einsteinstraße werden seit 1988 nur noch für Fahrten vom und zum Trambetriebshof sowie im Umleitungsfall genutzt. Diese sollen mit der Neubaustrecke Steinhausen wieder im regulären Linienbetrieb bedient werden. Die Haltestellen Flurstraße, Vogelweideplatz, Riedenburger Straße und Berg am Laim werden neu eingerichtet. Am Max-Weber-Platz ist ein neuer Bahnsteig vorgesehen. Die barrierefreie Erreichbarkeit und Ausstattung wird bei allen Haltestellen der Neubaustrecke gewährleistet sein.

    Übergeordnetes Ziel ist die räumliche, funktionale und gestalterische Integration der neuen Tramlinie in den bestehenden Stadt- und Straßenraum: So wird die neue Tramtrasse gestalterisch in die angrenzenden Stadtviertel eingebunden und begrünt. Um Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit sicherzustellen, Fahrzeiten zu reduzieren und betriebsexterne Störungen durch den Kfz-Verkehr zu minimieren, wird wird die Tram vom übrigen Verkehr getrennt und durchgehend auf einem Rasengleis geführt. Zusätzlich zur Errichtung der Tram-Neubaustrecke werden Verbesserungen im anliegenden Straßenraum vorgenommen, um die Bedingungen des Kfz-Verkehrs und insbesondere des Schwerlastverkehrs durch eine Verbreiterung der Fahrbahn zu verbessern. In der Truderinger Straße sind beidseitig Radverkehrstreifen vorgesehen, um die Radfahrer sicher und getrennt vom Autoverkehr zu führen.

    Die betroffenen Anlieger und Bezirksausschüsse wurden bereits über die detaillierte Planung informiert und entsprechende Anmerkungen sind in die Planung eingeflossen.

    Streckenverlauf

    FAQ - Häufige Fragen

    1. Warum braucht man die Tram Steinhausen?

    Im Rahmen des Tunnelbaus des Mittleren Rings Ost und der damit erforderlichen Anpassung der Anbindung von Einstein- und Prinzregentenstraße an die Autobahn A94 entstand die Chance einer Neugestaltung und städtebaulichen Aufwertung des gesamten Bereichs um den Vogelweideplatz. Ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb wurde 2009 abgeschlossen. Der Siegerentwurf sieht eine Büro- und Hotelnutzung mit ca. 100.000 m² Bruttogeschossfläche vor.
    An solch einem neuen, hochwertigen Bürostandort ist es wichtig, ein attraktives und qualitativ hochwertiges ÖPNV-Angebot für die dortigen Arbeitsplätze bereitzustellen. Da das bestehende Busnetz diese Anforderungen nur bedingt erfüllen kann, soll die Verlängerung der Tram 25 im Zuge des Neubauprojektes diese schnelle, attraktive und qualitativ hochwertige Anbindung an das ÖPNV-Netz herstellen.
    Doch die Tram erschließt nicht nur das Entwicklungsgebiet „Bogenhausener Tor“ am Vogelweideplatz, sondern auch das Gewerbegebiet Steinhausen mit dem Bürokomplex der Süddeutschen Zeitung an der Hultschiner Straße. Nicht nur die dort entstehenden Arbeitsplätze sondern auch die zahlreichen Wohn-, Geschäfts-, und Gewerbestandorte entlang der Einsteinstraße werden damit an das leistungsstarke Liniennetz der MVG angeschlossen.

    2. Was sind die Ziele, die bei dem Bau der Neubaustrecke verfolgt werden?

    • Erschließung des Entwicklungsgebietes Bogenhausener Tor am Vogelweideplatz mit einem leistungsfähigen, komfortablen und schnellen Verkehrsmittel des ÖPNV
    • Verbesserung der Erreichbarkeit des S-Bahn-Haltepunktes Berg am Laim und des Umfeldes (u. a. Süddeutscher Verlag) mit der Tram
    • Aufwertung der Gewerbeflächen durch die neue Trambahnlinie
    • Komfortverbesserung durch den Einsatz der Tram statt des Busses
    • Berücksichtigung der Mobilitätsbedürfnisse aller Gesellschafts- und Altersgruppen
    • Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche und schadstoffarme Verkehrsmittel

    3. Wie sieht das Betriebskonzept für die neue Tramlinie aus und inwieweit verändert sich das bestehende Busnetz?

    Das Gebiet um den Vogelweideplatz wird heute im Wesentlichen mit den Stadtbuslinien 187, 190 und 191 erschlossen. Die Erschließung mit schienengebundenen Verkehrsmitteln erfolgt in erster Linie über die S-Bahnhöfe Leuchtenbergring und weiter östlich über Berg am Laim, wobei der Weg vom Vogelweideplatz zum nicht barrierefreien S-Bahnhof Leuchtenbergring sehr lang und unattraktiv ist.

    Am Max-Weber-Platz verkehren im heutigen ÖPNV-Netz vier Trambahnlinien, nämlich die (durchfahrenden) Linien 16 und 19 sowie die (endenden) Linien 15 und 25. Die Neubaustrecke wird eine Verlängerung der Tramlinie 25 vom Max-Weber-Platz zur Hultschiner Straße / Berg am Laim darstellen.

    Die Buslinien werden an die neue Tramlinie angepasst und Parallelverkehr so weit wie möglich vermieden. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit der neuen Tram und des S-Bahnhofs Berg am Laim deutlich verbessert und neue Querverbindungen geschaffen werden.

    Planungsstand zum Busnetz im April 2016:

    Die Buslinien 190 und 191 kommend von der Messestadt bzw. Zamilapark fahren ab Friedrich-Eckart-Straße über den S-Bahnhof Berg am Laim zum Ostbahnhof, Friedenstraße und ersetzen hier die heutige Buslinie 146. Dadurch entsteht in diesem Bereich ein erhebliche verbessertes Fahrtenangebot (Montag bis Samstag tagsüber immer im Takt 10, bisher nur Montag bis Freitag in den Hauptverkehrszeiten). Die aus Waldtrudering kommende heutige Linie 146 soll dann als Linie 185 an die Tram angebunden werden (damit entsteht auch die seit langem geforderte Verbindung in Richtung Max-Weber-Platz) und Montag bis Samstag tagsüber ab dort weiter wie bisher über Hermann-Gmeiner-Weg zum Arabellapark fahren. Die von Norden kommende Buslinie 187 fährt ab Moselstraße über Schwarzwaldstraße zum S-Bahnhof Berg am Laim und Montag bis Samstag tagsüber weiter bis Josephsburg und Michaelibad und ersetzt dort den heutigen Bus 185. Somit entsteht eine von Bürgern lange geforderte Tangente bis zur U5 am Michaelibad. Die heutige weiterführende Busverbindung der Linie 187 in Richtung Ostbahnhof ist nicht mehr erforderlich, da die Linie 187 die S-Bahn künftig in Berg am Laim erreicht. Ab Steinhausen wird die S-Bahn nun mit der Tram 25 am Rosenheimer Platz und die U5 am Max-Weber-Platz erreicht.

    Alle vorhandenen Linienäste werden auch künftig bedient. Die heutigen Takte auf den einzelnen Linienästen bleiben unverändert bzw. werden teilweise verdichtet.

    4. Wie werden die Haltestellen gestaltet?

    Die barrierefreie Erreichbarkeit und Ausführung der Haltestellen ist selbstverständlich. Alle Haltestellen werden mit einem taktilen, kontrastreich abgesetzten Streifen (Rippenplatten) zur Kennzeichnung der ersten Tür, Wetterschutz, Beschallung und den üblichen Standards wie Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter und Informationseinrichtungen ausgestattet. Zudem wird an allen Umsteigepunkten eine dynamische Fahrgastinformation installiert.
    An den Haltestellen Vogelweideplatz und Berg am Laim sind Fahrradabstellanlagen vorgesehen, wobei an der Haltestelle Berg am Laim eine überdachte Anlage entsteht. Im Zuge des Neubauprojektes werden rund 90 Bäume gepflanzt.

    5. Wurden andere Streckenführungen und Varianten geprüft?

    Die beschriebene Streckenführung ist aus einer Vielzahl von Alternativen als die vorteilhafteste hervorgegangen. Das bedeutet, dass alle anderen Streckenvarianten die (unter Punkt 2 genannten) Projektziele entweder gar nicht, nur teilweise oder deutlich schlechter erfüllen oder aber mit größeren Nachteilen und Eingriffen verbunden sind als die bestehende Streckenvariante.

    6. Wer wurde in die Planung der Tramstrecke einbezogen?

    Das beschriebene Bauvorhaben ist mit allen zuständigen Referaten der Landeshauptstadt München abgestimmt. Die zuständigen Bezirksausschüsse 5 (Au-Haidhausen), 13 (Bogenhausen) und 14 (Berg am Laim) wurden über die Planung informiert und haben ihr zugestimmt. Die Schnittstellen mit der Deutschen Bahn (z. B. Stützmauer) wurden mit den dort zuständigen Abteilungen einvernehmlich geklärt. Außerdem wurden die Maßnahme mit allen umliegenden Grundstückseigentümern besprochen und deren Belange in die Planung integriert.

    7. Warum war die Errichtung einer Stützmauer notwendig?

    Um allen Verkehrsteilnehmern in der Truderinger Straße ausreichend Raum zu geben, war die Errichtung einer Stützmauer anstelle des ehemaligen Bahndamms erforderlich. Nur durch den Bau der Stützmauer konnten ausreichend breite Fahrbahnen, beidseitige Radfahrstreifen und eine separate Führung für die Tram realisiert werden. Die Plangenehmigungsunterlagen dafür wurden bereits im Dezember 2013 durch die DB Netz AG beim Eisenbahnbundesamt eingereicht und am 15. Mai 2014 genehmigt. Die Errichtung der Stützmauer erfolgte dann von Mai bis Dezember 2014.

    Stützmauer in der Truderinger Straße Stützmauer in der Truderinger Straße

    8. Was wird sonst noch verändert?

    Zusätzlich zur Errichtung der Tram-Neubaustrecke werden Verbesserungen im anliegenden Straßenraum vorgenommen. Die Fahrbahn wird verbreitert, um die Bedingungen für den Kfz-Verkehr zu verbessern. In der Truderinger Straße werden beidseitig Fahrradwege installiert, um die Radfahrer sicher und getrennt vom Autoverkehr zu führen. Die bestehenden Rad- und Fußwegbeziehungen werden allerdings nicht verändert.
    Sowohl auf den Haltestellen als auch entlang der Trasse werden neue Bäume gepflanzt.

    Visualisierungen