Im Vergleich zum ersten Streiktag konnte dabei ein deutliches besseres Angebot für die Fahrgäste realisiert werden. Grund dafür war, dass sich im Vorfeld sowie im Laufe des Streiktags mehr Mitarbeiter zum Dienst gemeldet hatten als am 2. Februar.
Busse teilweise alle 10 Minuten, zwei Tramlinien, U-Bahn bereits ab 10 Uhr
Wie bei jedem Streik hat sich die MVG im Vorfeld auf Grundlage eines Notfahrplans vorbereitet. Die Priorität liegt dabei auf einer möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Busse im Netz, den Tramlinien 20 und 25 sowie der U6 und, wenn möglich der U2.
Zusätzlich wurde für Mittwoch zunächst der Einsatz von mehr als 100 Fahrzeugen privater Busunternehmen in Erwägung gezogen, um das Fußballspiel in der Allianz Arena notdürftig anzubinden.
Als sich abzeichnete, dass sich genug Freiwillige für einen begrenzten U-Bahnbetrieb zwischen Innenstadt und Fröttmaning finden, wurde diese Option weiterverfolgt, um hohe Kapazitäten anbieten zu können und ein Verkehrschaos rund um das Stadion abzuwenden. Die U-Bahn kann nur in Betrieb gehen, wenn gesichert ist, dass der Zugverkehr auch wieder geregelt eingestellt werden kann oder bis Betriebsende weiterläuft. Mit weiteren Freiwilligen konnte der U-Bahnbetrieb dann bereits um 10 Uhr statt um 17:30 Uhr aufgenommen werden.
Auch bei der Tram haben sich viele Mitarbeiter dienstbereit gemeldet. So konnten die am stärksten nachgefragte Linie 20 sowie die Linie 25 nach Grünwald bereits ab 6 Uhr fahren. Beide Linien waren bis Betriebsschluss im 10-Minuten-Takt in Betrieb.
Beim Bus waren auf allen Linien Fahrzeuge unterwegs – auf einigen Strecken sogar alle 10 Minuten. In der Spitze waren dreiviertel aller geplanten Fahrzeuge im Einsatz.
Maximilian Kaltner, Pressereferent MVG: „Wir bereiten uns auf jeden Streiktag individuell vor. Maßgeblich für unsere Planungen und das Verkehrsangebot ist die absehbare Personalverfügbarkeit. Wenn es zu weiteren Warnstreiks kommt und sich genug U-Bahn-Kollegen zum Dienst melden, wird die U-Bahn abschnittsweise in Betrieb gehen. Gleiches gilt für die Tram. Mit dem Bus werden wir weiterhin eine stadtweite Grundversorgung absichern. Wir bedanken uns bei unseren Fahrgästen, die sich gut auf die streikbedingten Einschränkungen eingestellt haben. Danke für Ihre Mithilfe und für Ihre Geduld.“
Stand der Tarifverhandlungen
Fragen zum Stand der Verhandlungen sind an den Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern beziehungsweise die Gewerkschaft Verdi zu richten.