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  5. 150 Jahre Tram in München

Cockpit-Gespräch über Generationen

Sandra Obradovic ist seit 2025 Trambahnfahrerin, Helmut Kellnhofer fährt seit 1996. Sie sind zwei von über 660 Personen im Tram-Fahrdienst. Im Gespräch kommen die beiden schnell auf grundsätzliche Fragen: Was hat sich im Fahrdienst verändert, was ist bis heute gleich? Was ist wichtig unter Kolleginnen und Kollegen? Und wie kommt man überhaupt zu dem Berufswunsch?

Cockpit-Gespräch Austausch unter Fahrdienst-Generationen

Helmut Kellnhofer (K): Ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, dass ich so lange Zeit nur im Fahrdienst verbringe – das Unternehmen bietet ja vielfältige Chancen. Doch jetzt sind es 30 Jahre. Und von den 15 Leuten, die mit mir im Fahrerkurs waren, sind immer noch einige bei der MVG.

Sandra Obradovic (O): Bei mir sind nach dem Kurs 15 von 21 Personen geblieben. Ich finde den Fahrdienst immer noch aufregend – ich bin aber auch erst seit März 2025 dabei.

Wie habt ihr euch für den Beruf entschieden?

O: Ich war vorher im Verkauf tätig, aber Fahren ist mein Ding. Eigentlich kam ich zur Bewerbungsbahn und interessierte mich für die U-Bahn, aber der Kollege dort hat mich zur Tram überredet. Und das ist super!

K: Mir hat ein Bekannter zufällig erzählt, dass er sich bei der U-Bahn bewirbt. Ich hatte eine Laufbahn als Konditor, Bäcker und Hotelbetriebswirt hinter mir. Hoteldirektor wollte ich nicht werden – zu viele Ellenbogen auf dem Weg. Fahrdienst fand ich erst überraschend, dann interessant und hab mich beworben. Die Personalerin war zunächst kritisch, ob ich das mit meinem Lebenslauf ernst meine. Dann bot sie mir eine Stelle für die Tram an. Ich habe zugesagt und es seither immer genossen, dass ich selbstständig bin im Fahrzeug.

O: Ich mag das auch und bin schon stolz auf mich, dass ich alles im Blick habe. Aber die ersten 12 Tage in der Praxis war ich froh, dass ich noch Lehrfahrer neben mir hatte. Da habe ich auch erfahren, wie unterschiedlich man fahren kann.

K: Das gab es schon zu meinem Start und hat sich bewährt in der Ausbildung. Ich bin später selbst als Lehrfahrer bei den Neulingen mitgefahren. Das schafft auch Kollegialität.

O: Ja, Kollegialität ist wichtig. Kürzlich hatte ich zum ersten Mal eine Türstörung, nichts half. Glücklicherweise war ein Kollege vom Fahrdienst, der privat nach Hause fuhr, mit in meiner Tram. Er kam nach vorn, hatte einen Tipp, der funktionierte, und dann ging es schnell weiter.

K: Ihr seid ja erst der zweite Jahrgang, der auf dem neuen Fahrzeugtyp T ausgebildet wurde. Bei der Technik hat sich wirklich viel getan. Mein Fahrschulwagen war der orange M-Wagen, schon damals ein Oldie. Dann kamen aber bald die ersten niederflurigen R-Wagen. Die drei Prototypen waren der Horror, eine Störung nach der anderen. Doch in der R-Serie, die kurz danach kam, waren die Fehler ausgemerzt – die R2 laufen bis heute super.

O: Ich mag die auch, deren Heizung läuft so schön gleichmäßig. Das ist ja bei den neuen T-Wagen nicht immer so.

K: Ja, und der Fahrersitz im T1 ist ohne Federung und brettlhart. Schade, da hat man so ein teures Gefährt und der Sitz ist eine Zumutung. (Bei der Serienbestellung wurde dies geändert, Anmerkung der Redaktion.)

Wenn man die Arbeitsbedingungen vor 30 Jahren und heute vergleicht, was ist anders?

K: Vieles hat sich positiv verändert. Die Fahrzeuge waren früher deutlich komplizierter, gerade bei der Gefahrenbremsung mit Schaltung, Sandhebel, Schienenbremse. Heute zieht man den Hebel und die Tram bremst sicher runter. Wir mussten früher außerdem noch Fahrkarten verkaufen und Haltestellen ansagen. Im Kontakt mit der Leitstelle, über die wir Fahrer ja per Funk verbunden sind, ist der Ton heute auch viel angenehmer. Die harten Ansagen von früher sind weg.

O: Ich wurde letztens von der Leitstelle sogar gelobt, das hat mich sehr gefreut: Mein Zug war aus der Beschleunigung gefallen (wodurch der Zug kein automatisches Fahrtsignal bekommt und Verspätungen drohen, Anm. d. Redaktion) und ich habe einen Fahrzeugtausch organisiert. Der Kollege funkte mich danach an und sagte: „Gut gemacht!“
Frisch im Fahrdienst habe ich mich kaum nachzufragen getraut, wenn ich beim Funk nicht gleich verstanden habe, ob meine Fahrtrichtung von einer Umleitung betroffen ist. Heute frage ich so lange, bis mir alles klar ist, und die Kollegen haben Verständnis dafür.

Wie erlebt ihr den Straßenverkehr?

O: Erst seit ich Trambahn fahre, sehe ich, wie viele Leute bei Rot gehen oder nicht schauen, bevor sie die Straße überqueren. Wenn ein Auto beim Linksabbiegen neben dir steht und der Fahrer dir durchs Fenster zuruft: „Jetzt mach halt mal!“, dann frag ich mich schon, ob er versteht, dass bei mir 30 Meter Fahrzeug dranhängen und ich deshalb nicht so schnell bin.

K: Das gabs auch immer schon … 

Und die Fahrgäste, waren und sind die immer brav?

O: Nein, die sind nicht immer brav und nicht immer haben alle Verständnis, zum Beispiel bei Verspätung. Aber auch wenn es mal stressig ist, mir macht es Spaß – es ist einfach ein cooles Gefühl, dass ich einen wichtigen Job habe: die Leute gut durch die Stadt zu bringen!

K: In den alten Zügen war der Fahrerstand nur durch eine Kette vom Fahrgastraum getrennt und die erste Tür war direkt daneben. Natürlich müssen alle immer zur ersten Tür rein, auch im Winter bei Kälte. Wenn es voll wurde, hattest du den Hintern vom nächsten Fahrgast kurz vorm Ellenbogen. Und was los war, wenn du zur Starkbierzeit am Nockherberg fahren durftest, kannst du dir vorstellen … Früher war wirklich nicht alles besser.

Vielen Dank für das Gespräch!

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