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Presse 26. März 2026

Sicher in die Zukunft: Dringende Sanierung der U3/U6-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz ab 18. Mai

 

  • Bauwerksschäden, Brandschutz und Barrierefreiheit im Fokus
  • SEV zwischen Implerstraße und Sendlinger Tor / Hauptbahnhof
  • Oktoberfest, Advent und Winter: Baupause – normaler Betrieb

Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) müssen die U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz dringend sanieren, um die Sicherheit und Funktionalität der Bauwerke nachhaltig zu gewährleisten. Beide Stationen stammen aus der Anfangszeit der U-Bahn und sind in einem schlechten baulichen Zustand. An der Poccistraße ist eine statische Ertüchtigung notwendig, am U-Bahnhof Goetheplatz müssen Bauwerksschäden beseitigt werden.
 
In drei Phasen werden von Mai 2026 bis Anfang August 2027 rund 20 teilweise sehr zeitintensive Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Für die Fahrgäste steht jeweils ein leistungsstarker Ersatzverkehr bereit. Während des Oktoberfests und ab der Adventszeit bis zum Frühjahr 2027 ruhen die Bauarbeiten. Die U-Bahn kann in dieser Zeit regulär fahren.
 
Phase 1 und 3: U-Bahnstrecke gesperrt – Schienenersatzverkehr (SEV) 
In Phase 1 vom 18. Mai bis 18. September und in Phase 3 vom 12. April bis 1. August 2027 ist der Streckenabschnitt zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße gesperrt. Dort kann keine U-Bahn fahren. Um die Fahrgäste trotz der Einschränkungen zuverlässig und sicher ans Ziel zu bringen, richtet die MVG zwei leistungsstarke Ersatzbuslinien ein: 

  • Der Ersatzbus U6 fährt im dichten Takt im Abschnitt Implerstraße – Poccistraße – Goetheplatz – Sendlinger Tor.
  • Der Ersatzbus X6 bindet zusätzlich den Hauptbahnhof an und fährt im Abschnitt Implerstraße – Poccistraße – Goehteplatz – Hauptbahnhof Süd.

In dieser Zeit gilt für die U-Bahnlinien U3 und U6 das folgende Betriebskonzept:

Die U3 fährt in den beiden Abschnitten

  • Moosach – Münchner Freiheit – Sendlinger Tor (10-Minuten-Takt, zur Hauptverkehrszeit 5-Minuten-Takt zwischen Moosach und Münchner Freiheit)
  • Fürstenried West – Aidenbachstraße – Implerstraße (8-Minuten-Takt)
     

Die U6 fährt in den beiden Abschnitten

  • Garching-Forschungszentrum/Fröttmaning – Münchner Freiheit – Sendlinger Tor (10-Minuten-Takt, zur Hauptverkehrszeit 5-Minuten-Takt)
  • Klinikum Großhadern – Holzapfelkreuth – Implerstraße (8-Minuten-Takt)

 
Phase 2: U-Bahnbetrieb auf einem Gleis – Pendelzug und SEV
In Phase 2 vom 5. Oktober bis 27. November ist der Streckenabschnitt eingleisig befahrbar. Daher verkehrt zwischen Implerstraße und Goetheplatz ein Pendelzug. Nördlich und südlich davon fahren die Linien U3 und U6 wie in den anderen Phasen. Die U6 kann zusätzlich auch zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz fahren. 

Die Ersatzbusse fahren auf dem gleichen Weg wie in den anderen Phasen.

U-Bahnhof Poccistraße: Standsicherheit, Brandschutz und Barrierefreiheit
Am U-Bahnhof Poccistraße ist der Spannbeton der Bahnsteigdecke korrodiert, und an den im Beton verbauten Spanndrähten bilden sich Risse. Dieses Schadensbild wird als Spannungsrisskorrosion bezeichnet und ist schon länger bekannt. Daher wurde vor rund zehn Jahren ein engmaschiges Monitoring installiert. Einige Bereiche sind bereits mit Stahlunterstützungen abgesichert. Das Schadensbild weitet sich jedoch aus. Daher müssen alle Gewölbe des Bahnhofs mit massiven Stützen abgesichert werden, um die Standsicherheit weiterhin zu garantieren.

Auch der Brandschutz wird im Zuge der Sanierung verbessert. So werden die Abgänge eingehaust, eine Entrauchungsanlage installiert und ein Entrauchungsbauwerk an der Ecke Lindwurm-/Ruppertstraße errichtet. Außerdem werden die Decke und die Wände schadstoff- und betonsaniert. Diese Arbeiten sind sehr zeitintensiv.

Die SWM nutzen die Sperrung, um zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Bahnhofsqualität und der Barrierefreiheit umzusetzen. So werden die drei Rolltreppen am südlichen Bahnsteigende nach rund 50 Betriebsjahren erneuert. Außerdem werden die Sitze und Vitrinen ausgetauscht und die Wegeleitung modernisiert. Um einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg zu gewährleisten, wird die Bahnsteigkante um ca. 5 cm erhöht. Zusätzlich wird das taktile Leitsystem modernisiert.

U-Bahnhof Goetheplatz: Betonsanierung und Brandschutz
Am U-Bahnhof Goetheplatz müssen die Wände, die Decke und insbesondere der Unterzug betonsaniert werden. Dort platzt der Beton ab und die darunter befindliche, bereits korrodierende Bewehrung wird freigelegt. Um eine Ausweitung des Schadens zu verhindern, wird die oberste Betonschicht mit Hochdruckwasserstrahlen teilweise abgetragen und anschließend neu und aus Brandschutzgründen dicker als vorher aufgebracht. Das ist aufwändig und nicht an einem Stück möglich, da der Beton aushärten muss. Im Zuge der Sanierung wird auch die Beleuchtung am Bahnsteig erneuert. 
Im Zwischengeschoss am südlichen Bahnsteigende muss der Beton an der Decke und an einem Abgang ebenfalls stellenweise saniert werden. Gleichzeitig wird eine neue Deckenverkleidung mit Beleuchtung eingebaut. Außerdem wird der südliche Abgang zur Verbesserung des Brandschutzes eingehaust.

Die MVG informiert vor Ort und im Internet unter mvg.de/pocci ausführlich über das Betriebskonzept und die Baumaßnahmen. Dort ist auch ein Erklärvideo zu finden, das sowohl zeigt, wie die Fahrgäste weiterhin ans Ziel kommen, als auch die Maßnahmen erklärt.

Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz Download (JPG, 4,982 MB)
Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz, Phase 1 Download (JPG, 6,102 MB)
Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz, Phase 2 Download (JPG, 6,126 MB)
Projektleiter Mehmet Dönmez zeigt eine der bereits installierten Stahlunterstüzungen am U-Bahnhof Poccistraße. Download (JPG, 4,546 MB)
Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz Download (JPG, 1,769 MB)
Projektleiter Philip Schmidt beleuchtet den zu sanierenden Unterzug am U-Bahnhof Goetheplatz. Download (JPG, 8,598 MB)
Sanierung der U-Bahnhöfe Poccistraße und Goetheplatz Download (JPG, 2,371 MB)
Im Rahmen eines Pressetermins hat die MVG die Maßnahme erläutert und die schadhaften Stellen vor Ort gezeigt. Download (JPG, 8,185 MB)

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