Sicher unterwegs

    Sicherheit auf der ganzen Linie - Einrichtungen für den Notfall

    Gut ausgebildetes Personal und modernste Technik sorgen dafür, dass Sie sich in U-Bahn, Bus und Tram sowie in unseren Bahnhöfen rundum sicher fühlen können. Die wichtigsten Sicherheitseinrichtungen und deren Wirkungsweise möchten wir Ihnen hier vorstellen. Natürlich hoffen wir, dass Sie diese niemals brauchen werden. Dennoch bitten wir Sie, sich damit vertraut zu machen: Im Ernstfall kann von Ihrem schnellen und richtigen Handeln das Leben oder die Gesundheit Anderer abhängen.

    Helfen im Notfall? Das können Sie auch!

    Die Sicherheitseinrichtungen der MVG Die Sicherheitseinrichtungen der MVG PDF | 2826 kB

    Notfallsäulen im U-Bahnhof

    In allen U-Bahnhöfen gibt es hochmoderne Notfallsäulen. Sie bündeln sämtliche Sicherheitseinrichtungen an zentraler Stelle. Die Notfallsäulen sind in der Signalfarbe Rot gestaltet und dadurch sehr gut sichtbar. Die Spitze der Notfallsäule ist mit den Buchstaben SOS gekennzeichnet. Die Notfallsäulen stehen am U-Bahnsteig und in den Zwischengeschossen. Die einzelnen Sicherheitseinrichtungen sind übersichtlich angeordnet. In den Notfallsäulen an den U-Bahnsteigen finden Sie Notruf, Nothalt, Inforuf, Feuerlöscher und pro Bahnhof mindestens einen Defibrillator.

    Notbremse in U-Bahn und Tram

    In allen U-Bahnzügen und Trambahnen sind im Türbereich Notbremsgriffe angebracht.

    • U-Bahn: Durch das Ziehen des Nothaltgriffes können Sie in einer Gefahrensituation einen stehenden Zug an der Abfahrt hindern oder einen fahrenden Zug zum Stillstand bringen. Um zu verhindern, dass ein fahrender U-Bahnzug im Tunnel zum Stehen kommt, wirkt die Notbremse nur rund 10 Sekunden nach der Anfahrt des Zuges. Wird nach dieser Zeit die Notbremse gezogen, fährt der Zug noch bis zur nächsten Haltestelle weiter, da dort eine effektivere Hilfeleistung (z. B. Evakuierung der Fahrgäste, Brandbekämpfung etc.) möglich ist, als bei einem Halt zwischen zwei Bahnhöfen.
    • Anders bei der Tram: Zieht der Fahrgast hier die Notbremse, wird der Zug immer durch eine Zwangsbremsung zum Stillstand gebracht.

    Nothaltgriffe in den U-Bahnhöfen

    Auf allen U-Bahnsteigen gibt es für jedes Gleis mindestens zwei Nothaltgriffe. Der Nothalt ist in die Notfallsäule integriert und mit ausgestrecktem Arm gut zu erreichen. Der Nothalt wirkt immer nur für das Gleis, auf dessen Seite er angebracht ist. Stürzt z. B. ein Fahrgast in den rechten Gleisbereich, muss der Nothaltgriff auf der rechten Seite der Notfallsäule gezogen werden. Die Züge, die sich auf diesem Gleis dem Bahnsteig nähern, werden dadurch angehalten. Bitte informieren Sie nach dem Ziehen des Nothalts über den Notruf sofort die U-Bahnbetriebszentrale und nennen Sie den Grund für die Nothaltauslösung.

    Defibrillatoren

    In jedem U-Bahnhof gibt es mindestens einen automatisierten Defibrillator, mit dem jeder Leben retten kann. Die Geräte sind in gekennzeichneten Notfallsäulen untergebracht. Ein Defibrillator unterbricht mit einem gezielten Elektroschock das lebensgefährliche Kammerflimmern des Herzens, das bei 90 Prozent aller Menschen bei einem plötzlichen Herzstillstand auftritt. Mittels Sprachsteuerung führt der Defibrillator durch die komplette Wiederbelebung. Wird innerhalb der ersten Minute nach einem Herzinfarkt gehandelt, ist die Überlebenschance sehr hoch.

    Sicherheitsraum

    Unter jeder Bahnsteigkante befindet sich ein Sicherheitsraum, der sich über die gesamte Bahnsteiglänge erstreckt. Falls Sie in den Gleisbereich gestürzt sind, können Sie sich hier in Sicherheit bringen. Drücken Sie sich flach an die Nischenwand, bewegen Sie sich nicht und machen Sie durch Hilferufe auf sich aufmerksam.

    Sie dürfen den Sicherheitsraum erst wieder verlassen, wenn zu Hilfe kommendes Betriebspersonal dazu auffordert.

    Falls Sie nicht selbst betroffen sind, sondern Zeuge einer solchen Situation werden, ziehen Sie unverzüglich den Nothaltgriff und verständigen Sie das MVG Betriebszentrum (siehe Notrufeinrichtungen in den U-Bahnhöfen).

    Notruf im U-Bahnzug

    Im Wageninneren ist in jedem Türbereich - unterhalb der Notbremse - ein Notrufknopf installiert, der durch drücken eine direkte Sprechverbindung zum Fahrer ermöglicht. Je nach Zuglänge stehen also bis zu 18 Notrufsprechstellen zur Verfügung. So kann bereits während der Fahrt ein Notfall unmittelbar gemeldet werden. Der Fahrer veranlasst dann über Funk sofort weitere Maßnahmen und bestellt z. B. Polizei, U-Bahnwache, Feuerwehr oder Notarzt zum nächsten Bahnhof. Sprechen Sie bitte möglichst ruhig und deutlich. Entfernen Sie sich erst dann vom Notruf, wenn der Fahrer keine Rückfragen mehr hat.

    Notrufsprechstellen in den U-Bahnhöfen

    In allen U-Bahnhöfen befinden sich auf jedem Bahnsteig mindestens zwei Notrufsprechstellen. In den Zwischengeschossen gibt es mindestens je eine. Zu finden sind die Notrufsprechstellen in den Notfallsäulen. Auch alle Aufzüge sind mit Notrufeinrichtungen ausgestattet. Sie sind mit einem Notrufsymbol gekennzeichnet. Die Notrufeinrichtungen sind videoüberwacht und ermöglichen durch Knopfdruck eine direkte Verbindung zum U-Bahnbetriebszentrum. Nennen Sie bitte immer Ihren Namen, den Standort und den Grund Ihres Notrufes. Sprechen Sie möglichst ruhig und deutlich und beantworten Sie die Fragen des MVG Mitarbeiters.

    Feuerlöscher

    Alle U-Bahnen, Busse und Trambahnen der MVG sind mit Feuerlöschern ausgestattet. Die Geräte können im Brandfall von jedem Fahrgast benutzt werden. Feuerlöscher-Symbole im Fahrzeug weisen den Weg zu den Geräten. Eine Anleitung zur Brandbekämpfung finden Sie direkt auf dem Feuerlöscher. Grundsätzlich ist beim Löschen zu beachten, dass Sie ausreichend Abstand halten, stoßweise löschen und nicht direkt in die Flammen sprühen, sondern von unten in die Glut. An jedem U-Bahnsteig befinden sich ebenfalls Feuerlöscher. Dort sind sie im untersten Fach der Notrufsäulen untergebracht.

    Fluchtwegebeschilderung

    Das gesamte U-Bahnsystem ist mit einheitlichen Hinweisschildern ausgestattet, die dem Fahrgast im Ernstfall den kürzesten Weg ins Freie zeigen. Im Tunnel weist die Beschilderung zum nächstgelegenen Bahnhof oder Notausstieg.

    Wichtig: Im Brandfall ist das Benutzen der Aufzüge generell verboten! Bei einem Stromausfall während eines Feuers könnten Personen darin gefangen bleiben und ersticken.

    Nothalt bei Fahrtreppen

    An allen Fahrtreppen sind Nothaltgriffe oder -tasten angebracht, mit denen die Treppe in einer Gefahrensituation (z. B. bei einer gestürzten Person, eingeklemmten Kleidungsstücken etc.) sofort zum Stillstand gebracht werden kann. Die Treppe stoppt nach einer Nothaltauslösung mit einem plötzlichen Ruck. Es besteht erhöhte Sturzgefahr - daher bitte bei der Benutzung von Fahrtreppen generell am Handlauf festhalten. Bitte informieren Sie anschließend über Notruf die U-Bahnbetriebszentrale über den Grund der Nothaltauslösung.

    Notrufeinrichtung im Lift

    In allen Aufzügen befinden sich Notrufeinrichtungen, die eine direkte Verbindung mit dem MVG Betriebszentrum herstellen. Nennen Sie dabei bitte immer Ihren Namen, Ihren Standort und den Grund Ihres Notrufes. Sprechen Sie bitte möglichst ruhig und deutlich. Warten Sie auch Rückfragen unserer Mitarbeiter ab.