Barrierefreiheit

    Die Verkehrsmittel der Münchner Verkehrsgesellschaft

    Für die MVG ist es schon seit langem eine Selbstverständlichkeit, mobilitätseingeschränkten Fahrgästen den Zugang zu ihren Verkehrsmitteln U-Bahn, Bus und Tram so einfach wie möglich zu machen. Niederflurfahrzeuge, Hublifte, Klapprampen, Rolltreppen oder Aufzüge gehören zum Standard. Zudem werden regelmäßig Schulungen mit Behindertengruppen und mobilitätseingeschränkten Personen durchgeführt. Das Unternehmen steht über einen Behindertenbeauftragten in permanentem Kontakt mit den Behindertenverbänden. Die MVG gilt heute als eines der behindertenfreundlichsten Verkehrsunternehmen in Deutschland.

     

    Die Münchner U-Bahn - Top auch für Behinderte

    • U-BahnAlle U-Bahnhöfe sind mit rollstuhlgerechten Zugangsmöglichkeiten ausgestattet.
    • Standard in Münchens U-Bahnhöfen: ein 20 cm breiter Tastrillen-Streifen, der den nötigen Sicherheitsabstand zur Bahnsteigkante auch für sehbehinderte Fahrgäste markiert und dem mindestens 70 cm breiten Sicherheitsstreifen vorgelagert ist. Die Landeshauptstadt München und die SWM/MVG wurden für die Tastrillen 1996 mit dem Integrationspreis des Bayerischen Blindenbundes ausgezeichnet. In den 2003 eröffneten oder modernisierten U-Bahnhöfen ist der Tastrillen-Streifen zu einem taktilen Leitsystem ergänzt, das auch zu den Rolltreppen und Aufzügen führt.
    • Die Bahnhofsarchitektur: ausreichende Bewegungsflächen, Vermeidung von Einbauten, Nischen und Kanten, vor allem im Bahnsteigbereich, gute Ausleuchtung
    • Damit sich Blinde an den Bahnsteigen orientieren können, werden über Außenlautsprecher jeweils Linie und Fahrziel des eingefahrenen Zuges angesagt.
    • Münchens neue U-Bahn, der sechsteilige Gliederzug vom Typ C, wurde schon am Reißbrett auf die Belange von Mobilitätsbehinderten abgestimmt. Die Ergebnisse: Noch breitere Türen, angeschrägte Türschwellen, deutlich mehr Stellfläche für Rollstühle und Kinderwagen (u. a. durch hochklappbare Sitze). Alle Rollstuhlstellplätze sind von der Tür aus ohne Trennwand schnell zu erreichen. Damit Rollstühle oder Kinderwagen noch besser rangiert werden können, wurde je Einstiegsbereich nur noch ein Haltepfosten mittig angeordnet. Dafür wurden im Einstiegsbereich seitliche Haltestangen angebracht, die gebrechlichen oder gehbehinderten Fahrgästen einen sicheren Halt beim Ein- und Aussteigen verschaffen. Zwischen den vorderen Rollstuhlplätzen und dem Fahrer besteht Sichtkontakt, ergänzt durch eine separate, tiefergesetzte Sprechstelle. Automatische Haltestellenanzeigen und -ansagen mit Angabe der Ausstiegsseite sowie optische und akustische Türschließwarnung dienen den Hör- bzw. Sehbehinderten zur Orientierung.

    Der Münchner Bus: Niederflur und Einstiegshilfe sind Standard

    • BusNiederflurbusse - heute Standard bei Neubeschaffungen in Deutschland und zunehmend auch im Ausland - wurden maßgeblich auf Betreiben der SWM/MVG entwickelt und in München auch erstmals eingesetzt.
    • Dieser Vorsprung macht sich bemerkbar: Bereits seit Mitte 2003 verkehren auf den Linien der MVG im Regelfall ausschließlich Niederflurbusse mit Einstiegshilfe (Klapprampe). Auch von ihren privaten Auftragsunternehmen verlangt die MVG die Beschaffung von Niederflurbussen. Bitte beachten Sie die maximale Traglast der Klapprampe von 300 kg.
    • An neu angelegten Haltestellen wird besonders auf ausreichende Durchfahrtsbreiten für Rollstuhlfahrer, gute Anfahrbarkeit für den Bus (Voraussetzung für einwandfreie Bedienbarkeit des Liftes bzw. der Rampe) und eine optimierte Einstiegshöhe geachtet. Außerdem werden diese mit einem taktilen Auffindestreifen auf Höhe der ersten Türe ausgestattet.

    Die Münchner Tram - bald ganz barrierefrei

    • TramIn München verkehren im Regelbetrieb fast ausnahmslos moderne Niederflurtrambahnen mit optischer und akustischer Haltestellen- und Linienanzeige im Innenraum. Diese Züge sind an der ersten Türe mit einem elektrischen Hublift für Rollstühle (max. Tragfähigkeit 300 kg) und mit entsprechenden Stellplätzen im Fahrgastraum ausgestattet. Bei Taktintervallen über 10 Minuten werden ausschließlich Niederflurzüge eingesetzt.
    • Über 90% der Tram-Haltestellen sind barrierefrei (u. a. rollstuhlgerecht durch breite Haltestelleninseln und abgesenkte Bordsteine im Zu- und Abfahrtsbereich). Weitere Haltestellen werden im Rahmen von Baumaßnahmen entsprechend umgebaut und auch mit taktilen Auffindestreifen auf Höhe der ersten Türe ausgestattet.

    Weitere Informationen

    Alle Informationen zum Thema finden Sie auch in unserer Broschüre zusammengefasst.

    Kontakt

    Sie sind mobilitätseingeschränkt und haben einen Verbesserungsvorschlag?

    Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen unter möglichst genauer Angabe von Datum, Uhrzeit, Haltestelle, Linie an unser Kundenmanagement.

    Zielgruppenspezifische Information und Beratung

    • Bei der elektronischen Fahrplanauskunft EFA9  können erweiterte Funktionen angezeigt werden. So können Mobilitätseingeschränkte angeben, ob sie an Haltestellen auf Aufzüge oder Rolltreppen angewiesen sind oder ob sie Niederflurfahrzeuge benutzen möchten. Zusätzlich kann auch die Gehgeschwindigkeit in drei Stufen (langsam, normal, schnell) eingestellt werden.li>
    • Spezielle Liniennetzpläne für Behinderte zeigen an, welche Bahnhöfe und Toilettenanlagen barrierefrei gestaltet sind, welche Ausstattung (z. B. Lift) vorhanden ist und welche Höhendifferenz im jeweiligen Bahnhof zwischen Bahnsteig und Fahrzeugboden besteht. Die aktuelle Verfügbarkeit der Lifte können Sie unter www.mvg-zoom.de abrufen.
    • In allen Fahrzeugen der MVG sind je nach Fahrzeugtyp und Modell bis zu 25 Prozent der Sitzplätze - in der Regel in unmittelbarer Nähe zum Ein- und Ausstieg - mit Piktogrammen für Behinderte oder mobilitätseingeschränkte Personen gekennzeichnet. Bitte beachten Sie: auch die nicht gekennzeichneten Sitzplätze sind auf Verlangen für schwerbehinderte Menschen, in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, ältere oder gebrechliche Personen, werdende Mütter und Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben.
    • Faltblätter geben Auskunft über behindertenspezifische Angebote und richtigen Umgang mit den Einrichtungen. Auf Wunsch bietet die MVG spezielle Informationsveranstaltungen für verschiedene Behindertengruppen an. So kann z. B. das Ein- und Ausfahren mit dem Rollstuhl über Lift oder Rampe in die Fahrzeuge auf Wunsch auch in den Betriebshöfen - ohne Zeitstress oder ungeduldige Mitreisende - geübt werden.
      Der Umgang mit Behinderten, mit der für diese bereitgehaltenen Technik, vor allem aber Verständnis für deren Belange ist fester Bestandteil der Ausbildung des Fahrdienst- und Servicepersonals.
    • Auch der Internetauftritt der MVG ist barrierefrei gestaltet, so dass es insbesondere Blinden und in der Sehkraft beeinträchtigten Personen unter Zuhilfenahme spezieller Programme (sog. screenreader) ermöglicht wird, sich Bedienung und Inhalte akustisch vortragen zu lassen.
    • Beteiligung und Dialog: Die MVG steht über den Behindertenbeirat der LH München mit zahlreichen Verbänden (z. B. Gehörlosenverband, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund, VDK) in kontinuierlichem Kontakt. Sie stimmt ihre Planungen, z. B. auch die Beschaffung neuer barrierefreier Fahrzeuge, mit dem "Facharbeitskreis Mobilität" ab, der mit allen mobilitätsrelevanten Behindertengruppen in Verbindung steht. Und sie wirkt mit im „städtischen Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen".                  
    • Seit 1999 beschäftigt die MVG zudem einen eigenen Behindertenbeauftragten als ständigen Ansprechpartner für den Behindertenbeirat und als innerbetrieblichen Koordinator für die Belange der Behinderten.

    Schnellbahn-Netzplan in Blindenschrift

    Ein Schnellbahn-Netzplan in Blindenschrift (als Folienabzug oder digital) ist gegen eine Schutzgebühr unter folgender Kontaktadresse erhältlich:

    Bayerische Landesschule für Körperbehinderte
    In den Kirschen 1
    80992 München
    Tel.: (089) 17905-283
    Website: www.mediablis-bayern.de

    Behinderten WC-Schlüssel

    Den sog. EURO-Schlüssel zum Öffnen der Behindertentoiletten erhalten berechtigte Personen z. B. bei der Stadtinformation im Rathaus oder über www.cbf-da.de

    Schwerbehindertenausweis

    Bestimmte Personengruppen haben aufgrund einer Behinderung bzw. Mobilitätseinschränkung Anspruch auf eine unentgeltliche Beförderung. Diese Personen erhalten beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) den Schwerbehindertenausweis, der grün-orange gekennzeichnet ist. Zur Fahrt können diese Personen vom ZBFS eine Wertmarke für 72 € (Jahrespreis) oder für 36 € (Halbjahrespreis) erwerben.

    Sofern die Notwendigkeit einer ständigen Begleitung nachgewiesen ist, erstreckt sich die kostenlose Beförderung auch auf die Begleitperson. Für die unentgeltliche Beförderung einer Begleitperson ist das Beiblatt mit Wertmarke nicht erforderlich – es reicht der Eintrag im Ausweis.


    Die Möglichkeit der kostenlosen Fahrt erstreckt sich neben dem MVV-Gesamtnetz auch auf die Verkehrsmittel sämtlicher Verkehrsverbünde in Deutschland sowie auf alle DB-Eisenbahnstrecken in den Regional-Zügen in ganz Deutschland.

    Alter/Neuer Schwerbehindertenausweis