Betriebshof Süd

Die Basis für die U-Bahn von Morgen

Wir planen in Neuperlach Süd einen zweiten U-Bahn-Betriebshof zu errichten. Dieser soll zwischen Arnold-Sommerfeld-Straße, Lise-Meitner-Weg und der südöstlich gelegenen Kleingartenanlage entstehen und voraussichtlich 2026 fertiggestellt werden. 

Der Neubau des Betriebshofs Süd wird eines der bedeutendsten U-Bahn-Projekte der kommenden Jahre und ist eine Voraussetzung dafür, den Münchnerinnen und Münchnern auch weiterhin eine leistungsstarke und verlässliche U-Bahn anbieten zu können. 

Video: Informationsveranstaltung vom 12.05.2021

Hier können Sie den ungekürzten Mitschnitt der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 12.05.2021 zum Betriebshof Süd ansehen. Veranstalter waren die Stadtwerke München GmbH (SWM) mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). In dieser Informationsveranstaltung präsentieren die Projektverantwortlichen den Planungsstand (vom 12.05.2021) und beantworten Fragen der Öffentlichkeit.

 

Wieso ist das Projekt notwendig?

In München nutzen immer mehr Menschen die U-Bahn. 2019 stieg die Zahl der Fahrgäste von 410 auf 413 Millionen. Wir setzen daher immer mehr moderne Züge ein und verdichten kontinuierlich den Fahrplantakt. Zusätzlich planen wir und die Landeshauptstadt München neue Linien wie die U9 oder die Verlängerung von bestehenden Linien wie die U5. Um die zunehmende Anzahl an U-Bahnen zu warten, zu reparieren und über Nacht abzustellen, steht bisher einzig der U-Bahn-Betriebshof in Fröttmaning zur Verfügung.

Entlastung für den Betriebshof Nord in Fröttmaning schaffen

Dieser wurde in den 70er Jahren errichtet und in den 80er Jahren erweitert. Wie das gesamte Netz ist auch der Betriebshof Nord nicht für die heutige Beanspruchung ausgelegt. In naher Zukunft werden dessen Werkstätten vollständig ausgelastet sein, da immer mehr U-Bahnen in München im Einsatz sind. Zudem fehlen schon heute Abstellgleise und Züge müssen im Netz abgestellt werden. Der Standort muss also dringend entlastet und weitere Werkstätten wie auch Abstellgleisen gebaut werden. 

Nachteile und Risiken des Betriebshofs Nord in Fröttmaning minimieren

Darüber hinaus liegt der Betriebshof Fröttmaning weit im Norden Münchens. Dadurch ist er über die Linie der U6 an das U-Bahn-Netz angebunden. U-Bahnen können daher nur in den Betriebshof ein- oder ausfahren, wenn die U6 zu diesem Zeitpunkt im 10-Minuten-Takt verkehrt. Die Folgen sind mehrstündige Fahrtzeiten und ein hoher Organisationsaufwand. Um diese abzumildern ist ein zweiter ergänzender Standort in günstiger geographischer Lage nötig. 

Hinzu kommt, dass die U-Bahnen aus dem Betriebshof Fröttmaning über nur ein einziges sogenanntes „Zulaufgleis“ auf die Strecke der U6 gelangen. Sollte dieses, geplant oder ungeplant, unterbrochen oder blockiert werden, stünden bereits nach wenigen Tagen nicht mehr genügend Züge bereit. Auch ein kompletter Stillstand des U-Bahn-Betriebs ist dann möglich. Nur mit einem zweiten Betriebshof lässt sich dieses Risiko minimieren. 

Instandhaltung des Netzes optimieren

Die geographische Lage des Betriebshofs Nord wirkt sich auch nachteilig auf die Instandhaltung der Schienen, Elektronik oder Bauwerke aus. Das Netz wird immer stärker beansprucht, gleichzeitig aber älter und reparaturbedürftiger. Die für Reparaturen eingesetzten Arbeitsfahrzeuge (siehe rechts) starten in der Nacht ebenfalls in Fröttmaning und müssen teilweise weite Wege zu ihrem Einsatzort zurücklegen. Dadurch bleibt weniger Zeit Reparaturen durchzuführen.

Um die Netzinstandhaltung angesichts der zukünftigen Herausforderungen zu optimieren, ist ein zweiter Infrastrukturstützpunkt im Südosten Münchens notwendig. Reparatur und Wartung gehen zügiger vonstatten, sobald sich die Arbeitsfahrzeuge ihren Einsatzorten im Münchner U-Bahnnetz aus zwei Richtungen nähern können.

Die Vorteile auf einen Blick

Der Betriebshof Süd

  • ...verbessert unmittelbar die Leistungsfähigkeit, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der U-Bahn.
  • ...ist Grundlage dafür, das U-Bahn-Netz ausbauen zu können.
  • ...minimiert bestehende Risiken für den U-Bahn-Betrieb.
     

Wie der U-Bahn-Betriebshof Süd aussehen wird und was rundherum geschieht

Der Betriebshof Süd wird mehrere Gebäude und Anlagen beherbergen. Mit einer Fläche von 92.000 Quadatmetern ist er deutlich kleiner als der Betriebshof Nord in Fröttmaning. Darüber hinaus wird sich der Verlauf der umliegenden Straßen verändern. 
 

Der neue Standort von oben betrachtet. Zu sehen sind die Gebäude mit ihren jeweiligen Nutzungszwecken (Bild: RPB Rückert Gmbh / SWM) © MVG

Der Betriebshof wird an der Arnold-Sommerfeld Straße in Neuperlach errichtet. Das Herzstück des Standorts ist die Werkstatthalle. An vier Arbeitsständen werden unsere Züge gewartet und repariert. Im dortigen Anbau (Randbau) ist der Haupteingang des U-Bahn-Betriebshofs geplant. Angrenzend das Lager, die Abstellanlage für 30 Züge sowie eine Waschhalle. 

Westlich davon befindet sich die Fahrzeughalle, aus der zukünftig U-Bahn-Arbeitsfahrzeuge ausrücken, um die Instandhaltung des Netzes zu garantieren. Sie sind notwendig, um beispielswiese Schienen entlang der Strecken zu richten. 

Ein Notstromaggregat befindet sich im benachbarten Gebäude. Zahlreiche Büros, Werkstätten und Technikräume werden wiederum in einer Infrastrukturhalle untergebracht sein.

Hier in der Bildergalerie sehen Sie Visualisierungen aus der Planung:

 

Veränderungen rund um den Betriebshof Süd

Rahmenplanungsgebiet und Baufeld des Betriebshofs Süd © MVG

Der Neubau des Betriebshofs Süd ist in eine Rahmenplanung eingebettet. Das heißt, dass der Betriebshof städtebaulich und landschaftlich möglichst optimal in die Umgebung integriert wird. Welches Gebiet in der Rahmenplanung betrachtet wird, zeigt das Bild auf der rechten Seite. 

Die Planungen zur öffentlichen Erschließung des Betriebshofs konkretisieren den zukünftigen Verlauf von Straßen und Wegen. Davon betroffen ist u.a. die Arnold-Sommerfeld-Straße, die verlegt wird. Sie wird an die Konturen des Betriebshofs Süd angepasst und in Tieflage unter dem Betriebshof hindurch geführt. 

Auch der Verlauf der Rotkäppchenstraße verändert sich. Die Kreuzung mit der Bahnstrecke der S7 wird aufgegeben und die Straße entlang der Gleise bis zur Arnold-Sommerfeld-Straße geführt, in die sie schließlich in Tieflage mündet. Am Lise-Meitner-Weg sind ebenfalls Anpassungen geplant, die im Detail weiter unten vorgestellt werden. 

Die bestehenden Rad- und Fußwege werden in den Planungen berücksichtigt und die gewohnten Verbindungen sollen weitgehend erhalten bleiben oder verbessert werden. So wird es bspw. möglich sein, den Bahnhof Neuperlach Süd von Waldperlach oder Neubiberg kommend, weiterhin zu Fuß oder per Rad zu erreichen.

Grundsätzlich statten wir alle Straßen mit Rad- und barrierefreien Gehwegen aus und planen dabei im Sinne der Radwegekonzepte der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Neubiberg. Darüber hinaus haben wir untersuchen lassen, wie sich der Betriebshof auf das Verkehrsaufkommen vor Ort auswirkt. Diese Untersuchung hat ergeben, dass der Betriebshof keinen nennenswerten Mehrverkehr auslöst. 

 

Lise-Meitner-Weg

Der zukünftige Verlauf der Straßen in rot eingezeichnet © MVG

  • Der Lise-Meitner-Weg wird über eine östlich des Betriebshofs verlaufende Straße an die Arnold-Straße angeschlossen.
     
  • Zudem wird eine Fuß- und Radwegrampe zum Geh- und Radweg in der Arnold-Sommerfeld-Straße führen.
     

Arnold-Sommerfeld-Straße

Der neue Verlauf der Arnold-Sommerfeld-Straße © MVG

  • Die Arnold-Sommerfeld-Straße verläuft nahe dem heutigen Bestand.
     
  • Der Abschnitt zwischen S-Bahn-Damm und Siemensparkplatz wird tiefergelegt. Die Arnold-Sommerfeld-Straße führt somit unter dem Betriebshof und dem bestehenden S-Bahn-Gleis hindurch. 
     
  • Es sind Rad- und barrierefreie Gehwege entlang der Straße geplant.
     
  • Der heutige Bahnübergang über das Gleis der S7 entfällt aufgrund der Tieflage. 

Blick von Süden © Werner Consult Ziviltechniker GmbH

Für eine optimale Verkehrsanbindung soll die Arnold-Sommerfeld-Straße zukünftig durch eine Unterführung unterhalb der Gleisanlagen verlaufen.

Rotkäppchenstraße

Die zukünftige Einmündung der Rotkäppchenstraße aus Blickrichtung Arnold-Sommerfeld-Straße © MVG

  • Die Rotkäppchenstraße verläuft zukünftig parallel zum S-Bahn-Gleis und mündet in Tieflage in die Arnold-Sommerfeld-Straße. 
     
  • Es sind Rad- und barrierefreie Gehwege entlang der Straße geplant.
     
  • Der heutige Bahnübergang über das Gleis der S7 und und der Anschluss an die Carl-Wery-Straße entfallen.

Lärmschutz

Bei der Planung eines U-Bahn-Betriebshofs steht der Schallschutz mit an erster Stelle. Unser Ziel ist es, Anlieger*innen vor Ort bestmöglich vor Anlagen-, Betriebs- und Verkehrslärm zu schützen. Hierzu wurde für den Standort ein umfangreiches Schallgutachten erstellt, auf Basis dessen wir gezielte Maßnahmen ergreifen, um den gesetzlichen Anforderungen zum Schutz vor Schallimmissionen zu entsprechen. Für die Wohngebiete Waldperlachs und Neubibergs gelten bspw. für Anlagenlärm Grenzwerte von 50 Dezibel tagsüber und 35 Dezibel nachts. Diese halten wir selbstverständlich ein. 

Wichtigstes Mittel sind hierbei drei 8 Meter hohe Schallschutzwände, welche den Betriebshof auf einer Länge von mehreren hundert Metern umgeben werden. Diese werden vielerorts begrünt. 

Der Verlauf der Lärmschutzwände (LSW) vor Ort (Bild: RPB Rückert Gmbh / SWM) © RPB Rückert GmbH

Umwelt- und Naturschutz

Wir möchten beim Bau des U-Bahn-Betriebshofs Süd so wenig Eingriffe in Flora und Fauna vornehmen wie nur möglich. Hierfür haben wir zusammen mit unterschiedlichen Fachbehörden und Gutachtern über Jahre hinweg genaue Kartierungen der Tierarten vor Ort erstellen lassen. Diese Kartierungen sind Basis für die Erarbeitung eines Gutachtens zum speziellen Artenschutz, das die Auswirkungen des Vorhabens auf die geschützten Tiere ermittelt und Maßnahmen zu deren Schutz darstellt. 

Im sog. landschaftspflegerischen Begleitplan erarbeiten wir dann Schritte zur Vermeidung und Minimierung von Eingriffen vor Ort. Hier werden unvermeidbare Beeinträchtigungen (wie z.B. Versiegelung, Veränderung der Landschaft durch Bauwerke, artenschutzrechtliche Aspekte u.v.m.) bilanziert und wirksame Maßnahmen zur Kompensation des Baus erarbeitet.

Zur Prüfung der Umweltverträglichkeit im Zuge des Genehmigungsverfahrens werden die erforderlichen Unterlagen in einem UVP-Bericht (Umweltverträglichkeitsprüfung) zusammengestellt. Diese Unterlagen berücksichtigen die Vorgaben des UVP-Gesetzes sowie der entsprechenden Verwaltungsvorschriften.

Im Rahmen dieses Berichts werden die Auswirkungen der geplanten Baumaßnahme auf die Schutzgüter ermittelt, beschrieben und bewertet. Dabei handelt es sich um folgende Schutzgüter:

  • Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit
  • Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt
  • Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft
  • kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter
  • Wechselwirkung zwischen den besagten Schutzgütern

 

Grünplanung

Innerhalb und um den neuen Standort in Neuperlach herum ist eine deutlich wahrnehmbare Begrünung vorgesehen. Wo es die örtlichen Begebenheiten erlauben, werden von uns zusätzlich Bäume und Hecken gepflanzt. Des Weiteren sind Blühwiesen als Umrandung sowie Dachbegrünungen der Gebäude geplant. 

 

Planungsprozess und Projekthistorie

Wie geht es weiter? Nach dem Trassierungsbeschluss des Stadtrats, der im Jahr 2021 erfolgen soll, bereiten wir die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vor. Ziel ist es, im Jahr 2023 Baurecht zu erhalten und 2024 mit dem Bau zu beginnen.
Februar 2020 Der Stadtrat bestätigt die Planungen der SWM zum Betriebshof Süd und beauftragt eine Gesamtverkehrskonzeption und die Fortführung der Rahmenplanung. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird beauftragt, die die Übernahme der Verlängerung der U5 in Richtung Südosten im Nahverkehrsplan in die Kategorie „in Planung“ zu prüfen.

Ende 2016

Wir starten die Grundlagenermittlung, die Vor- und die Entwurfsplanung.

Juni 2016

Der Stadtrat bestätigt den Standort Neuperlach Süd.

April 2015

Wir erhalten die Genehmigung für die Planung eines zweiten U-Bahn-Betriebshof in Neuperlach Süd, starten die Rahmenplanung und erarbeiten das Betriebshofkonzept.

Information, Dialog & Beteiligung

Wir legen im Rahmen des Projekts Betriebshof Süd großen Wert darauf Anwohner*innen, Interessensgruppen und politische Vertreter*innen umfassend zu informieren. Darüber hinaus wollen wir stetig im Dialog mit den Anwohner*innen sein und diese, soweit möglich, am Planungsprozess beteiligen. 

Um verständliche, verlässliche und substanzielle Information liefern zu können, müssen die Ergebnisse der Planungen vorzeigbar und belastbar sein. Die Zeit, die nötig ist, diese Pläne zu erarbeiten, ist nicht immer deckungsgleich mit den zeitlichen Abständen, in denen Anwohner und Interessensvertreter informiert werden wollen. Dafür bitten wir um Verständnis. 

Termine für Information, Dialog und Beteiligung:

Zeitpunkt Art der Veranstaltung und Thema   Anmeldung

am 12.05.21 ab 18:30 Uhr - rein virtuell

Öffentliche Informationsveranstaltung: SWM/MVG, das Referat für Planung und Bauordnung und verschiedene Experten informieren in Kooperation mit dem Bezirksausschuss 16 die Öffentlichkeit über den Stand der Planungen. Besucher können zudem Fragen stellen und Themen, die Ihnen wichtig sind, in den Planungsprozess einbringen. Veranstaltung beendet
 

FAQs - häufig gestellte Fragen

Wurden alternative Standorte geprüft und wie fiel das Ergebnis dieser Prüfung aus?

In einer Machbarkeitsstudie wurden die Möglichkeiten und Bedingungen des Neubaus eines zweiten U-Bahn-Betriebshofes und mehrere Standorte untersucht und geprüft. Neben Neuperlach Süd wurden noch Riem Ost, Feldmoching, Moosach, Olympia-Einkaufszentrum und Studentenstadt untersucht und bewertet. Allerdings steht nur in Riem Ost und in Neuperlach Süd eine ausreichende Fläche zur Verfügung, sodass alle anderen Standorte früh ausgeschlossen wurden. 

Entfernung zu Wohngebieten und Flächennutzungsplan
An beiden Standorten sind Wohngebäude in der Nähe zu finden. Zentraler Unterschied der Standorte ist deren jeweilige Ausweisung im Flächennutzungsplan (FNP). Die vorgesehene Fläche in Riem Ost ist eine ökologische Vorrangfläche. In Neuperlach Süd handelt es sich dagegen um Misch- und dabei größtenteils um Gewerbegebiet. Somit ist Neuperlach Süd bei der Bewertung dieses Kriteriums der Standortwahl vorzuziehen. 

Eingriffe in die Umwelt
Die in Riem Ost für den U-Bahn-Betriebshof betrachtete Fläche ist Teil des Landschaftsparks Riem. Der Bau des U-Bahn-Betriebshofs würde eine neugeschaffene Flora und Biotope zerstören. In Neuperlach Süd befindet sich der Betriebshof auf einem Acker, sodass die Eingriffe in die Natur deutlich geringer ausfallen. 

Lage im U-Bahn-Netz
Der Standort Neuperlach Süd liegt ideal im Netz. Die U5 und die U7 können von dort in kürzester Zeit zum Bahnhof Neuperlach Süd gelangen und ihren Dienst aufnehmen. Der Standort Riem Ost liegt ungünstiger im Netz. Das hat vor allem damit zu tun, dass während Messeveranstaltungen sehr viel mehr U-Bahnen an der Haltestelle Messestadt Ost verkehren als in Neuperlach Süd. Herrscht mehr U-Bahn-Verkehr, könnten keine U-Bahnen in einen U-Bahnwerkstatt in Riem ein- und ausfahren, sodass ihre Funktion stark eingeschränkt wäre.

Beschaffenheit der Endhaltestelle
Die Endhaltestelle Neuperlach Süd liegt oberirdisch, sodass die Züge einfach an der Oberfläche in den Betriebshof einfahren können. Die Station Messestadt Ost liegt unterirdisch, sodass erst eine Rampe an die Oberfläche zum Betriebshof hin gebaut werden müsste, was wesentlich komplizierter und teurer ist. 

Anschluss an Gleise der Deutschen Bahn
Ein Betriebshof braucht eine Anbindung an das Streckennetz der Deutschen Bahn, bspw. damit neue Schienen angeliefert werden können. Heute ist die Anlieferung nur über den DB Nordring nach Betriebsschluss der U-Bahn möglich. In Neuperlach Süd ist diese mit der S-Bahnlinie 7 gegeben, sodass die Logistik der Netzinstandhaltung verbessert wird. In Riem Ost müsste der Anschluss erst mit erheblichen Aufwand hergestellt werden.  

Welche Einflüsse hat der Betriebshof auf die Einwohner (Lärm, Geruch, Abgase, Staub, etc.)?

Durch die auf dem Betriebshof geplanten Aktivitäten ist mit gewissen Lärmemmissionen zu rechnen. Wir werden unserer Planung selbstverständlich mindestens die gesetzlichen Vorgaben des Schallschutzes zugrunde legen und die entsprechenden baulichen Schallschutzmaßnahmen umsetzen. Mit Beeinträchtigungen durch Staub, Abgase und Gerüche ist in der Regel nicht zu rechnen.

Wie viel Verkehr herrscht am Betriebshof?

Da die Anlage über 30 Abstellgleise verfügt, können pro Tag zu Dienstbeginn und -schluss 30 U-Bahnen ein- und ausfahren. Hinzu kommen ca. 10 Fahrzeuge, die untertags abgestellt werden und Fahrten von Arbeitsfahrzeugen. Zusammengenommen rechnen wir mit weniger als 100 Fahrten täglich, was einem Bruchteil des durchschnittlichen Aufkommens an einem U-Bahnhof wie Neuperlach Süd entspricht.

Kontakt

Für Fragen oder Anregungen im Zusammenhang mit dem Betriebshof Süd wenden Sie sich bitte an den MVG Kundendialog unter kundendialog@mvg.de – wir bemühen uns, Ihre Frage schnellstmöglich zu beantworten.