Dienstag, 21.10.2014

    Hybrid.M: 1. Preisträger plant kombinierten Neubau aus Busbetriebshof und Bürogebäude

    Der 1. Preisträger im Architektenwettbewerb „Hybrid.M – Neubau Busbetriebshof Moosach und Mantelbebauung“ hat den Zuschlag für die weitere Planung des Neubauvorhabens bekommen. Es handelt sich dabei um das Kölner Büro JSWD Architekten sowie das Büro KLA Landschaftsarchitekten aus Duisburg.

    Der 1. Preisträger im Architektenwettbewerb „Hybrid.M – Neubau Busbetriebshof Moosach und Mantelbebauung“ hat den Zuschlag für die weitere Planung des Neubauvorhabens bekommen. Es handelt sich dabei um das Kölner Büro JSWD Architekten sowie das Büro KLA Landschaftsarchitekten aus Duisburg. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen, die die SWM als Bauherr in den letzten Wochen mit den vier Preisträgern des Wettbewerbs geführt haben. Eine hochkarätige Jury aus Stadträten, Stadtteilpolitikern, Architekten und Fachleuten der Landeshauptstadt München sowie von SWM/MVG hatte im Juni zunächst vier Entwürfe prämiert (vgl. MVG-Pressemitteilung vom 10. Juni 2014). 13 renommierte Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten hatten an dem Wettbewerb teilgenommen.

    Neben der Wettbewerbsplatzierung waren unter anderem die Planungskosten sowie das geplante Abwicklungs- und Organisationskonzept des Preisträgers ausschlaggebend für den Zuschlag.

    Der Entwurf von JSWD Architekten und KLA Landschaftsarchitekten hatte das Preisgericht bei seiner Entscheidung im Juni unter anderem durch die eigenständige Interpretation der stadträumlich stark vorbestimmten Situation überzeugt. „Die Gebäudeecke zum Georg-Brauchle-Ring erfährt durch das leichte Abknicken des Baukörpers in der Hanauer Straße eine gelungene Betonung. Der auskragende Gebäudeteil über dem U-Bahnzugang wirkt kraftvoll, angenehm und einladend“, hieß es zur Begründung im Protokoll des Preisgerichts. Die unterschiedlichen Nutzungen des Bauwerks seien sichtbar, die Orientierung falle leicht. Ferner gefiel den Preisrichtern, dass es dem Bürogebäude gelingt „mehr zu sein als die reine Addition von Büroarbeitsräumen“ und die Gebäudestruktur „die Ausbildung einer interessanten und abwechslungsreichen Arbeitswelt“ ermöglicht. Die Anbausituation zum südlich geplanten Wohnbereich wurde als „gut überlegt und praktikabel“ gelobt.

    Alle vier Preisträger hatten Konzepte vorgelegt, die die Gestaltungsspielräume im Bereich der Bürobebauung nutzen, aber gleichzeitig eine genaue Einhaltung der erforderlichen Betriebsabläufe im integrierten Busbetriebshof gewährleisten.

    Der Neubau soll voraussichtlich bis Mitte 2018 im Stadtteil Moosach entstehen. Die außergewöhnliche Planungsaufgabe des Wettbewerbs bestand in der Entwicklung eines architektonischen und landschaftsplanerischen Konzepts für das Neubauensemble am Georg-Brauchle-Ring mit Busbetriebshof für bis zu 200 Busse. Zur städtebaulichen Einbindung in die Nachbarschaft und zur Sicherstellung des Lärmschutzes wird der Busbetriebshof teilweise überdacht und mit einer rund 24 Meter hohen, sechsgeschossigen Bürobebauung (Mantelbebauung) umgeben. Dort entsteht Raum für ca. 900 Arbeitsplätze sowie für betriebliche Nutzungen von SWM/MVG. Das Wettbewerbsgrundstück mit insgesamt ca. 41.000 Quadratme-tern liegt in unmittelbarer Nähe der SWM Zentrale. Angrenzend sollen in einem weiteren Planungsschritt ca. 500 bis 550 Wohneinheiten entstehen, ein großer Teil davon als SWM Werkswohnungen.

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