Donnerstag, 28.05.2015

    LTE und schnelleres Netz für die Münchner U-Bahn

    "Nie ohne mein Smartphone" heißt es auch in der Münchner U-Bahn: Die Fahrgäste greifen immer öfter zu ihrem Gerät, um damit vor allem Daten herunterzuladen, aber auch um immer und überall erreichbar zu sein. Bis zu viermal mehr Daten werden heutzutage im Vergleich zu vor zwei Jahren in U-Bahnen abgerufen und verschickt. Hinzu kommen mehr als eine halbe Million Handygespräche pro Woche im unterirdischen Teil der Münchner U-Bahn.

    Grund genug für die drei Mobilfunknetzbetreiber Vodafone, Telefónica und Telekom unter der Federführung von Vodafone jetzt den weiteren Ausbau der Netze entlang der U-Bahnlinien zu starten. In zwei Stufen werden U-Bahn-Gäste eine Optimierung ihrer Verbindung spüren: Bis Juni 2015 erhalten die Fahrgäste deutlich mehr Kapazität im U-Bahnstreckennetz, bis Ende 2017 werden weitere Vorteile folgen.

    Der Ausbau unter der Federführung von Vodafone erfolgt mit dem Ziel, dass München als zweite Millionenstadt schon bald schnelle Datendienste über LTE in der U-Bahn nutzen kann. Bereits heute versorgen insgesamt 140 Funkzellen die unterirdischen U-Bahnlinien mit GSM- und UMTS-Diensten. Im zweiten Quartal, mit Ende des Ausbaus, verteilt sich die Kapazität auf über 200 Funkzellen. Diese sind mit dem UMTS-Standard HSPA für die schnelle mobile Datenübertragung ausgerüstet. Notwendig ist dafür die Installation von zusätzlicher Übertragungstechnik.

    Dafür errichten die Netzbetreiber einen neuen Technikraum, in dem die Drähte und Signale buchstäblich zusammenlaufen. Dieser Ausbau schafft auch die technische und strukturelle Basis für den geplanten Ausbau der LTE-Technik in den U-Bahntunneln. Im Laufe des kommenden Jahres wollen die Mobilfunkunternehmen mit der Planung für das LTE-Netz beginnen. Um mit der weiter wachsenden Smartphone-Nutzung Schritt halten zu können, investieren die Netzbetreiber massiv in den Ausbau der Netze. Eine Besonderheit des Netzausbaus in der Münchner U-Bahn sei, dass die Netzbetreiber diese große technische Herausforderung gemeinsam vorantreiben und finanzieren. Damit werde München die zweite deutsche Großstadt nach Berlin mit einer LTE-Versorgung in den unterirdischen U-Bahnlinien sein, versprechen die Netzbetreiber.

    Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung: „Wir sehen im täglichen Betrieb, wie wichtig die mobile Datenanbindung für unsere Fahrgäste ist. Egal ob über oder unter der Erde: Es wird einfach erwartet, dass die Handynutzung in schneller Geschwindigkeit möglich ist. Aus diesem Grund begrüßen wir die Investitionen der Netzbetreiber und unterstützen diese mit unserem Know-how.“


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