Dienstag, 09.06.2015

    HandyTicket jetzt auch mit Streifenkarte, Kurzstrecke, neuem Anschlussticket – und mehr

    Elektronische Tickets sind bei der MVG jetzt weiter auf dem Vormarsch: Ab Sonntag, 14. Juni, gibt es gleich mehrere neue Angebote: Als Handy-Ticket gibt es dann auch die Kurzstrecke sowie die Streifenkarte. Neu ist auch ein elektronisches Anschlussticket für Zeitkarteninhaber als Handy-Ticket.

    Im Onlineshop neu ist ferner ein PrintTicket für größere Gruppen. Die Streifenkarte gibt es während einer mehrmonatigen Optimierungsphase zunächst ausschließlich bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) über die App „MVG Fahrinfo München“. Gültig sind alle elektronischen Tickets im gesamten MVV-Tarifgebiet.

    Kurzstrecke: Zum Kauf dieser Karte für kurze Fahrten gibt es in der App mehrere Möglichkeiten. Entweder kauft man die Kurzstrecke als Einzelfahrt – oder nutzt dazu die Streifenkarte, siehe unten – oder man erwirbt sie alternativ im Anschluss an eine konkrete Verbindungsauskunft. Letzteres hat den Vorteil, dass die Kurzstrecke nur dann angeboten wird, wenn sie tariflich zulässig ist. Die App weiß also für jede Abfahrtshaltestelle, welche Strecken ab hier als Kurzstrecke gelten. Als Kurzstrecke gilt jede Fahrt bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg – wenn davon höchstens zwei mit U- oder S-Bahn bzw. einem ExpressBus zurückgelegt werden. Die Kurzstrecke kostet derzeit 1,40 Euro und wird als HandyTicket für den direkt folgenden Fahrtantritt gelöst. Was auf Papier ganz simpel wirkt, hatte es in der elektronischen Umsetzung übrigens in sich. So mussten für die Kurzstrecke bei allen gut 6.000 Haltepunkten im MVV-Raum sämtliche denkbaren Wegekombinationen hinterlegt werden.

    Streifenkarte: Dieser Münchner Klassiker ist nun erstmals auch als HandyTicket erhältlich (siehe Abbildung). Die elektronische Streifenkarte wird als Guthaben mit zehn Streifen aufgeladen; die erste Fahrt muss direkt nach dem Kauf erfolgen. Der Nutzer wählt dafür in der App entweder direkt unter „Tickets“ die Streifenkarte und gibt die für die Fahrt benötigten Streifen und die Altersgruppe ein. Alternativ hat er auch hier die Möglichkeit, zunächst eine Verbindung abzufragen; die App berechnet in diesem Fall automatisch die erforderliche Streifenzahl für die konkrete Verbindung. Die restlichen Streifen verbleiben als Guthaben auf dem Konto, der Stand lässt sich mit einem Klick unter „Einstellungen“ jederzeit überprüfen. Für die nächste Fahrt kann man ganz einfach das dann noch vorhandene Guthaben nutzen. Übersteigen die Fahrtkosten für die gewählte Strecke die Zahl der verbliebenen Streifen, zeigt die App an, dass eine zusätzliche Streifenkarte erworben werden muss. Zehn Streifen kosten 13 Euro (wie auch schon bisher in der Papierversion). Pro Zone sind – wie beim herkömmlichen Papier-Ticket – zwei Streifen zu entwerten. Die elektronische Streifenkarte ist eine Neuentwicklung, die von Dienstleistern gemeinsam mit den IT-Spezialisten der Stadtwerke München (SWM) im Auftrag und auf Rechnung der MVG konzipiert wurde. In den nächsten Monaten gibt es die elektronische Streifenkarte im Rahmen einer Optimierungsphase zunächst ausschließlich über die App „MVG Fahrinfo München“. In dieser Zeit sammelt die MVG Erfahrung mit der Kundenreaktion und -akzeptanz, damit – falls nötig – die Kundenführung und -information hierzu noch verbessert werden kann. Danach gibt die MVG diese Neuentwicklung gegen Beteiligung an den Entwicklungskosten auch für andere Apps im MVV frei.

    Anschlussticket: Eine Neuerung eigens für alle Besitzer von Wochen- oder Monatskarten sowie IsarCard-Abonnenten ist das Anschlussticket. Damit können HandyTicket-Nutzer günstiger als bislang auch auf Strecken im MVV-Gebiet fahren, die über ihren „Stammbereich“ hinaus führen. Ein Beispiel: Wer eine Monatskarte für die Ringe 1 bis 3 besitzt und zum Flughafen will, muss bislang am Automaten ein Ticket für Zonen 1 bis 4 lösen, die Monatskarte kann nicht „angerechnet“ werden. Das Anschlussticket, ausschließlich als HandyTicket erhältlich, berücksichtigt den Zeitkartentarif (Ringe) und ermöglicht eine günstigere Fahrt. Im konkreten Fall würde das Anschlussticket quasi für die Ringe 4 bis 13 ausgegeben. Bei der Kontrolle müssen IsarCard und HandyTicket zusammen vorgezeigt werden. Besonders komfortabel funktioniert das in der App „MVG Fahrinfo München“: Hier können IsarCard-Besitzer in der App die Ringe ihrer Zeitkarte eingeben. Wenn Sie dann Start und Ziel angeben, berechnet die App dann automatisch das passende Anschlussticket.

    PrintTicket für Gruppen bis 30 Personen: Als PrintTicket zum Online-Bestellen und Ausdrucken am eigenen PC ist – ebenfalls ab 14. Juni – eine Gruppen-Tageskarte für bis zu 30 Personen erhältlich. Größere Gruppen können damit eine Karte für alle statt mehrerer Gruppen-Tageskarten für jeweils bis zu fünf Personen kaufen. Der Preis wird in Schritten von fünf Erwachsenen ermittelt, zwei Kinder bis 14 Jahre gelten als ein Erwachsener.

    Mit dem Smartphone erfolgreich

    Das HandyTicket ist seit seinem Start auf Erfolgskurs: Mittlerweile verkauft die MVG rund 3.800 elektronische Fahrscheine am Tag, Tendenz weiter steigend (Anfang 2015 waren es noch rund 3.500 Exemplare). Auch die Zahl der Nutzer steigt beständig, die Marke von 200.000 HandyTicket-Kunden, die bei der MVG registriert sind, ist für Ende 2015 anvisiert. „Zur Attraktivität werden sicherlich auch die beliebten Ticketarten beitragen, die ab Sonntag unser HandyTicket-Angebot ergänzen – auch mit der günstigen Neuerung für unsere Zeitkarten-Kunden“, so MVG-Chef Herbert König. „Gespannt sind wir natürlich auch, wie die neu entwickelte elektronische Streifenkarte ankommt. Immerhin ist die konventionelle Streifenkarte auf Papier ja eines der beliebtesten Tickets im MVV. Unser Ziel ist und bleibt, möglichst viele Fahrgäste für das HandyTicket zu begeistern. Richtig war, dass wir hier den Siegeszug der Smartphones genutzt haben und von vornherein darauf gesetzt haben." Insgesamt hat die MVG bisher gut 1,4 Millionen elektronische Fahrscheine verkauft. Elektronische Fahrtkarten, die die Nutzer als HandyTicket für Ihr Smartphone kauft oder als PrintTicket zum Ausdrucken erwerben können, gibt es im MVV-Tarifgebiet seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013.

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