Donnerstag, 01.10.2015

    Bestellung besiegelt: SWM/MVG kaufen 22 neue Trambahnen vom Typ Avenio bei Siemens

    Das ist der Einstieg in das größte Trambahn-Beschaffungsprogramm, das es in den letzten Jahrzehnten in München gab: SWM/MVG haben jetzt 22 neue Tramzüge vom Typ Avenio fest bei Siemens bestellt.

    Der Münchner Konzern hatte sich mit seinem Angebot bei einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von zehn Tagen, in der unterlegene Anbieter die Entscheidung prüfen und ggf. Einspruch einlegen konnten, erteilten SWM/MVG Siemens nun offiziell den Auftrag. Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung, und Herbert König, SWM Geschäftsführer Verkehr und MVG-Chef, überreichten die Bestellung im Straßenbahn-Betriebshof an der Einsteinstraße an Sandra Gott-Karlbauer, Fahrzeugchefin für den Nahverkehr bei Siemens, und Christoph Klaes, Leiter des Siemens-Straßenbahngeschäfts.

    Der Auftrag umfasst zunächst 22 neue Züge vom Siemens-Typ Avenio, und zwar je 9 zweiteilige und 9 dreiteilige sowie 4 vierteilige Züge. Die zwei- und dreiteiligen Züge werden dann werktags zu 9 so genannten Doppeltraktionszügen mit insgesamt 260 Plätzen gekoppelt – mit rund 48 Metern die längsten bisher in München eingesetzten Trambahnen (vgl. MVG-Pressemitteilung vom 15. September 2015). Auslieferungsbeginn ist Mitte 2017. Ferner wurden mit Siemens drei Optionslose mit insgesamt bis zu 124 Einheiten vereinbart. Sie enthalten optional zweiteilige, dreiteilige, vierteilige und fünfteilige Züge, die in den Jahren 2018 bis 2028 geliefert werden sollen.

    „Das ist ein guter Tag für die Münchner Trambahn“, sagte MVG-Chef Herbert König bei der Übergabe der Bestellung an Siemens. „Die neuen Doppeltraktionszüge werden für Entlastung auf den Linien 20/21 sorgen und dort einen Teil der heute eingesetzten Großraumwagen vom Typ R 3.3 und Variobahn ablösen. Diese wollen wir dann zusammen mit den vier neuen vierteiligen Avenios auf den ebenfalls hoch belasteten Linien 16  und 17 einsetzen, um dort die Kapazität zu erhöhen. Insgesamt bieten wir unseren Fahrgästen mir den neuen Zügen mehr als 1.000 zusätzliche Plätze. Gleichzeitig flexibilisieren wir mit den Doppeltraktionen unseren Wagenpark: So kann etwa in Ferienzeiten mit kürzeren Zügen gefahren werden, was Energie spart. Doppel- oder Mehrfachtraktionen haben sich aus diesen Gründen bereits in vielen deutschen Straßenbahnbetrieben bewährt.“

    „Wir freuen uns über diesen neuen Auftrag aus München. Unsere Avenio-Straßenbahnen haben sich in München bei den Fahrgästen und den Fahrern bewährt. Das ist mit Blick auf das anspruchsvolle Münchner Netz eine besondere Auszeichnung“, ergänzte Sandra Gott-Karlbauer, Chefin des Geschäfts mit Nahverkehrsfahrzeugen bei Siemens.

    Das Auftragsvolumen für die 22 Trambahnen liegt einschließlich diverser Reserve- und Beistellteile wie z. B. Fahrkartenautomaten bei rund 70 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen der Optionslose beträgt bis zu rund 300 Millionen Euro.

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