Montag, 01.02.2016

    U-Bahn: 32 neue Rolltreppen in 15 Stationen; Start am Westpark

    Die Stadtwerke München (SWM) erneuern in diesem Jahr voraussichtlich 32 Rolltreppen in 15 U-Bahnhöfen im Netz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Die Anlagen werden altersbedingt ausgetauscht. Auftakt ist aktuell am Westpark (U6): Dort werden sukzessive drei von insgesamt acht Rolltreppen erneuert.

    Los geht es mit Rolltreppe Nr. 6, die den Bahnsteig mit dem westlichen Sperrengeschoss in der Ehrwalder Straße verbindet und bis Mitte Februar erneuert wird.

    Anschließend steht der Austausch der Rolltreppe Nr. 1 im östlichen Sperrengeschoss zur Treffauerstraße an. Ende des Jahres folgt schließlich die Erneuerung der Rolltreppe Nr. 5; diese führt vom Bahnsteig in das östliche Sperrengeschoss. Die genaue Lage der einzelnen Rolltreppen und ihren aktuellen Betriebszustand zeigt der Service „MVG zoom“, der unter anderem über www.mvg-zoom.de und in der App „MVG Fahrinfo München“ erreichbar ist. Während der Bauarbeiten stehen die Rolltreppen nicht für die Fahrgäste zur Verfügung. Es sind aber Ausweichmöglichkeiten vorhanden (benachbarte Rolltreppe, Aufzug, Treppe). Zwei weitere Rolltreppen im U-Bahnhof Westpark wurden bereits im Jahr 2015 erneuert, die verbleibenden drei Rolltreppen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

    Bis Ende dieses Jahres tauschen SWM/MVG außerdem 29 weitere Rolltreppen in folgenden Stationen aus: Aidenbachstraße, Goetheplatz, Harras, Hauptbahnhof, Heimeranplatz, Implerstraße, Karlsplatz (Stachus), Münchner Freiheit, Neuperlach Zentrum, Odeonsplatz, Ostbahnhof, Prinzregentenplatz, Richard-Strauss-Straße und Theresienwiese. Die heuer anstehenden Erneuerungen bilden den Auftakt für das dritte Austauschprogramm über insgesamt 125 Rolltreppen bis Ende 2019.

    Die Erneuerung von Rolltreppen erfolgt in der Regel nach rund 30 bis 35  Einsatzjahren. Ein Weiterbetrieb würde überdurchschnittlich hohe Instandhaltungs- und Reparaturkosten nach sich ziehen, zumal teilweise kaum noch Ersatzteile zu bekommen sind. Ein Austausch ist daher wirtschaftlicher. SWM/MVG verzeichnen auch sinkende Instandhaltungskosten. Grund: Die Rolltreppen sind in ein Online-Netzwerk eingebunden, das die Diagnose und Reparatur im Störungsfall erheblich erleichtert. Die Ausfallzeiten verkürzen sich um bis zu 25 Prozent. Moderne Anlagen mit weniger Verschleißerscheinungen und kürzeren Ausfallzeiten stehen für eine hohe Verfügbarkeit – und sind damit auch für die Kunden von Vorteil. Alle Anlagen sind mit den neuesten sicherheitstechnischen Einrichtungen ausgestattet.

    SWM/MVG zählen zu den größten Rolltreppen-Betreibern in Deutschland. Aktuell sind 771 Rolltreppen mit mehr als 69.000 Stufen und einer gesamten Förderhöhe von über 5.000 Metern in Betrieb. Bis zu 6.500 Fahrgäste sind pro Stunde auf einer Rolltreppe unterwegs. Eine Stufe fährt in ihrem Leben – je nach Anlage – fast bis zum Mond (rund 350.000 km). Trotz hoher Beanspruchung der Anlagen liegt die Verfügbarkeit bei 95% und mehr.

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