Mittwoch, 14.11.2018

Fahrplan 2019: MVG verbessert Angebot und vereinheitlicht Abfahrtszeiten

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 9. Dezember 2018, und im Laufe des Jahres 2019 beabsichtigt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zahlreiche Verbesserungen bei U-Bahn, Tram und Bus zu realisieren. Bei der Straßenbahn ist die vollständige Umsetzung aller geplanten Angebotsausweitungen allerdings erst dann möglich, wenn ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Beim Bus hängt der genaue Zeitplan vor allem von der Verfügbarkeit zusätzlicher Fahrerinnen und Fahrer ab. Für alle Betriebszweige gilt, dass die Personalsituation insgesamt angespannt bleibt.

U-BAHN

Bei mehreren U-Bahnlinien wird teilweise der Takt verdichtet, um das Angebot weiter zu optimieren, an die steigende Nachfrage anzupassen und die Fahrpläne zu vereinheitlichen. Damit verbessert sich auch die Merkbarkeit der Abfahrtszeiten. Die U7 verstärkt an einzelnen Tagen den Messeverkehr von und nach Riem. Die Samstagslinie U8 wird Richtung Neuperlach verlängert.

U3 im 5-Minuten-Takt auch an Ferien-Freitagen
Der Fahrplan wird an Ferien-Freitagen verdichtet und damit insgesamt vereinheitlicht. Die U3 fährt von ca. 12.45 Uhr bis ca. 19.30 Uhr zwischen Olympiazentrum und Fürstenried West im 5- statt 10-Minuten-Takt. Dies entspricht dem Angebot an Schultagen. In den Hauptverkehrszeiten werden die Abfahrtszeiten der Verstärkerzüge leicht verändert, um ganztags einen planmäßigen Anschluss zur U2 am Scheidplatz zu realisieren.

U4 einheitlich im 5-Minuten-Takt
Eine Linie – ein Fahrplan: Die Unterschiede zwischen einzelnen Schultagen oder zwischen Schule und Ferienzeit werden abgeschafft. Die U4 kommt in den Hauptverkehrszeiten immer alle 5 Minuten. Zu diesem Zweck wird das Angebot an allen Freitagnachmittagen zwischen ca. 15.30 Uhr und ca. 19 Uhr von einem 10- auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet. Die Züge fahren wie montags bis donnerstags zwischen Arabellapark und Theresienwiese (statt Westendstraße). Richtung Arabellapark wird der 5-Minuten-Takt montags bis freitags am Nachmittag um etwa eine halbe Stunde verlängert.  

U5 öfter im Einsatz
Auch der Fahrplan der U5 wird einfacher. Die Züge fahren montags bis freitags ohne Ausnahme bereits ab ca. 12.45 Uhr und auf der ganzen Linie zwischen Laimer Platz und Neuperlach Süd im 5-Minuten-Takt, neu auch freitags und in den Ferien. Montags bis freitags gilt damit ein identischer Fahrplan, zu Schul- wie Ferienzeiten.
    
U6 ebenfalls einheitlicher
Auf der U6 steht ebenfalls eine Vereinheitlichung der Fahrpläne an. An Freitagen in den Schulferien wird der 5-Minuten-Takt auf den Außenästen ausgebaut: Die U6 fährt von ca. 12 Uhr bis ca. 19.30 Uhr wie bereits an Schultagen alle 5 Minuten statt alle 10 Minuten bis nach Fröttmaning und Klinikum Großhadern (bisher nur bis Harras und Münchner Freiheit). Damit gilt im Berufsverkehr an Schultagen immer derselbe Fahrplan. Die Abfahrtszeiten der Verstärkerzüge werden leicht angepasst.

U7 verstärkt Messeverkehr
Bei den Großmessen Bau (13.-18. Januar 2019) und bauma (8.-14. April 2019) unterstützt die U7 teilweise den Messeverkehr auf der U2 von und nach Riem. Einzelne Züge fahren abweichend vom normalen U7-Linienweg zur Messestadt West statt nach Neuperlach Zentrum. Die betroffenen Tage sind im Fahrplan bereits vermerkt.

U8 verlängert bis Neuperlach Zentrum
Um dem gestiegenen Fahrgastaufkommen in Giesing und Neuperlach gerecht zu werden, verkehrt die Linie U8 samstags bis Neuperlach Zentrum. Im gemeinsam mit der U2 bzw. U5 bedienten Abschnitt ab Kolumbusplatz bzw. Innsbrucker Ring wird der Takt damit zwischen ca. 11.30 Uhr und ca. 19.30 Uhr verdoppelt.

TRAM

Bei der Trambahn gilt ein neuer Netzplan mit der Linie 19 nach Berg am Laim Bf. und der Linie 21 zur St.-Veit-Straße. Die geplante Verstärkerlinie 29 kann dagegen noch nicht realisiert werden, da nicht genügend Züge zur Verfügung stehen. Die Fahrzeugsituation bleibt insgesamt angespannt, weil die Verfügbarkeit der Hauptwerkstätte weiter eingeschränkt ist, Bauteile an den R2- und R3-Zügen erneuert werden müssen und sich die Zulassung der ersten neuen Züge verzögert hat.

Linie 15/25: 5-Minuten-Takt auch samstags
Die Linie 15 wird ab dem Fahrplanwechsel auch samstags betrieben. Sie verstärkt die Linie 25 zwischen ca. 10 Uhr und ca. 20 Uhr. Dadurch verdoppelt sich das Angebot zwischen Max-Weber-Platz und Großhesseloher Brücke (5- statt 10-Minuten-Takt).

Linie 19 weiter nach Berg am Laim Bf.
Ab dem Fahrplanwechsel wird die Linienführung der Tram 19 nach Berg am Laim Bf. zur Dauereinrichtung. Steinhausen behält damit die bereits zum 7. Mai 2018 eingerichtete Direktverbindung mit der Innenstadt.

NachtTram N20 mit neuen Abfahrtszeiten
Die NachtTram-Linie N20 erhält neue Abfahrtszeiten am Karlsplatz (Stachus). Sie verkehrt dort sechs Minuten früher als bisher. Somit entsteht am Wochenende ein neuer Anschluss am Leonrodplatz zur NachtBus-Linie N44 in Richtung Rotkreuzplatz.

Linie 21 verlängert zur St.-Veit-Straße
Die jüngst realisierte Verlängerung der Tram 21 zur St.-Veit-Straße wird ebenfalls dauerhaft beibehalten. Durch den Ausbau der Linie hat sich auch das Tram-Angebot in der Münchner Innenstadt deutlich verbessert. Im gemeinsam mit der Tram 19 bedienten Abschnitt zwischen Karlsplatz (Stachus), Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Maximilianstraße und Max-Weber-Platz kommen die Züge an allen Tagen tagsüber alle 5 statt 10 Minuten (vgl. Pressemitteilung vom 25. Oktober 2018). Die Haltestelle Goethe-Institut der Linien 20 und 21 erhält wieder ihren ursprünglichen Namen Heideckstraße, weil das Goethe-Institut umzieht.

Linie 22 bleibt; Linie 29 kommt später
Die geplante Verlängerung der Linie 22 vom Karlsplatz (Stachus) zum Willibaldplatz (neu als Linie 29) wird noch nicht umgesetzt. Es bleibt bis auf Weiteres bei der Linie 22 zwischen Hochschule München (Lothstraße) und Karlsplatz (Stachus). Die Verstärkung in den Hauptverkehrszeiten wird aufgrund der angespannten Fahrzeugsituation nicht mehr angeboten. Seit 29. Oktober verkehrt die Linie 22 grundsätzlich im 10-Minuten-Takt. Im gemeinsam mit den Linien 20 und 21 befahrenen Abschnitt besteht ein 3,3-Minuten-Takt.

Linie 23 mit neuer Haltestelle Schwabinger Tor
Die Linie 23 erhält eine neue Haltestelle zwischen Parzivalplatz und Münchner Tor. Sie trägt den Namen Schwabinger Tor. Die geplante Taktverdichtung im Berufsverkehr wird zurückgestellt, bis ausreichend Züge zur Verfügung stehen.

Plan B bei mangelnder Fahrzeugverfügbarkeit
Um das ab Fahrplanwechsel geplante Angebot komplett zu realisieren, müssen in den Hauptverkehrszeiten an Schultagen im Regelfall 98 Züge eingesetzt werden. Um diese Zahl zu erreichen, werden zusätzliche Fahrzeuge benötigt. Die MVG, die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) und Siemens haben daher das Ziel, in einem ersten Schritt möglichst neun neue Fahrzeuge zuzulassen und in Betrieb zu nehmen, nämlich vier vierteilige und fünf zweiteilige Züge. 

Sollte die Zulassung in diesem Umfang nicht rechtzeitig gelingen, wird die Linie 12 vorübergehend auf Bus umgestellt. Um den Schienenersatzverkehr (SEV) im Bedarfsfall realisieren zu können, wird die Verknüpfung der Tramlinien 12 und 16 am Romanplatz zum Fahrplanwechsel vorsorglich aufgehoben. Die Haltestellen der Linie 12 können bis auf wenige Ausnahmen gut von Bussen angefahren werden, so dass sich die Fahrgäste im SEV-Fall kaum umstellen müssten. Der Westteil der Linie 12 zwischen Rotkreuzplatz und Romanplatz wird wegen Bauarbeiten am Romanplatz voraussichtlich ab Pfingsten ohnehin auf Busbetrieb umgestellt.

Bessere Orientierung am Karlsplatz (Stachus) 
Um die Orientierung am Knoten Karlsplatz (Stachus) für die Fahrgäste zu verbessern, werden die einzelnen Bahnsteige – ähnlich wie bereits in Pasing Bf. – einheitlich und deutlich sichtbar gekennzeichnet. Die Bahnsteige der Haupthaltestelle in der Sonnenstraße bekommen die Nummern 1 bis 4 (Linien 16/17/18/27/28). Die Haltestelle in der Bayerstraße (Linie 20/22) erhält die Nummer 5. Die Haltestellen in der Prielmayerstraße (Linie 19/20/21/22) werden mit 6 und 7 nummeriert. Der separate Name „Karlsplatz Nord“ entfällt. Die am Fahrbahnrand situierten NachtBus-Haltestellen erhalten die Nummern 8 und 9. Die Nummern werden auch in die Übersichtspläne und in die Wegweisung aufgenommen. In nächsten Schritt ist eine Aufnahme der Nummerierung auch in die Auskunftsmedien geplant. Weitere Knotenpunkte sollen künftig ebenfalls einheitlich durchnummeriert werden.

BUS

Beim Bus werden im Laufe des Jahres zahlreiche Verbesserungen umgesetzt. Der genaue Zeitplan ist vor allem abhängig von der Verfügbarkeit zusätzlicher Fahrerinnen und Fahrer. Highlight zum Fahrplanwechsel ist der Start der neuen ExpressBus-Linie X50.

Folgende Verbesserungen kommen bereits zum Fahrplanwechsel (Auswahl):

Neuer ExpressBus X50 im Münchner Norden
Der neue ExpressBus X50 verbindet alle U-Bahnlinien im Münchner Norden auf direktem Weg. Die Linie schafft neue Kapazitäten auf der Relation Moosach – Frankfurter Ring – Studentenstadt – Alte Heide und stellt bequeme Direktverbindungen auch zu den Arbeitsschwerpunkten im Münchner Norden her. Insbesondere für S-Bahn- und Bus-Fahrgäste aus dem Westen bietet die neue Querverbindung eine attraktive Alternative zu den hochbelasteten U-Bahn-Knoten im Zentrum. Der X50 ist montags bis freitags ganztags von ca. 7 Uhr bis ca. 20 Uhr alle sechs bis sieben Minuten und bis ca. 22 Uhr sowie samstags im 10-Minuten-Takt im Einsatz. Das neue Angebot wird von der Landeshauptstadt München kofinanziert und durch den Freistaat Bayern im Rahmen der Luftreinhaltung gefördert. 

StadtBus 139 öfter im Einsatz
Das Angebot auf der Linie 139 wird teilweise verdoppelt: In den Hauptverkehrszeiten fahren die Busse zwischen Giesing Bf. und Klinikum Harlaching montags bis freitags an Schultagen alle 10 statt 20 Minuten. Zwischen Giesing Bf. und Trudering kommen sie sogar bis 20 Uhr im 10-Minuten-Takt. 

StadtBus 164 morgens öfter
Morgens das Angebot auf der Linie 164 teilweise verdoppelt: Zwischen Allach und Westfriedhof realisiert die MVG montags bis freitags einen 10- statt 20-Minuten-Takt an Schultagen. Auf dem gemeinsamen Abschnitt mit der Linie 165 werden somit drei Fahrten je 20 Minuten angeboten.

StadtBus 178 mit mehr Platz
Auf der im Herbst 2017 eingeführten StadtBus-Linie 178 im Euro-Industrie-Park steigen die Fahrgastzahlen stetig. Daher werden ab dem Fahrplanwechsel an allen Betriebstagen Gelenkbusse statt Solobusse eingesetzt. Damit steigt die Kapazität um rund 50 Prozent.

StadtBus 185 länger im 10-Minuten-Takt
Zwischen Trudering und Iltisstraße wird abends das Angebot verdichtet. Die Busse kommen bis ca. 20 Uhr im 10-Minuten-Takt, etwa 30 Minuten länger als bisher.
 
Zudem werden auf mehreren Linien die Abfahrtszeiten leicht angepasst, um die Pünktlichkeit zu erhöhen und bessere Umsteigemöglichkeiten herzustellen. Ferner kommen teilweise Gelenk- statt Normalbusse zum Einsatz, um mehr Platz anzubieten.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2019 kommen folgende Verbesserungen (Auswahl):

ExpressBus X80 als neue Tangente im Stadt-Umland-Verkehr
Zur Stärkung des Stadt-Umland-Verkehrs wird in Kooperation mit dem Landkreis Fürstenfeldbruck die neue ExpressBus-Linie X80 zwischen Moosach, Lochhausen, Gröbenzell und Puchheim Bahnhof im Landkreis Fürstenfeldbruck eingerichtet. Die dicht besiedelten und stark wachsenden Gemeinden Puchheim und Gröbenzell im Münchner Westen erhalten damit erstmals eine direkte Bus-Anbindung an das Münchner U-Bahnnetz. Die Busse halten im Stadtgebiet nur an wichtigen Verknüpfungspunkten und fahren montags bis samstags bis ca. 22.30 Uhr im 20-Minuten-Takt. Die Linie verknüpft als Querverbindung die S-Bahnlinien S1, S2, S3 und S4 miteinander und bindet das westliche Umland in Moosach an die Flughafen-S-Bahn sowie an die U3 in den Münchner Norden an.

MetroBus 56 öfter im 5-Minuten-Takt
Der Takt auf der MetroBus-Linie 56 wird weiter verdichtet: Morgens kommen die Busse auf der ganzen Linien zwischen Fürstenried West und Blutenburg im 5-Minuten-Takt statt alle 6-7 Minuten. Nachmittags wird ein 5- statt 10-Minuten-Takt zwischen Pasing Bf. und Klinikum Großhadern realisiert.

StadtBus 153 auch samstags
Die Linie 153 wird weiter ausgebaut: Die Busse verkehren künftig auch samstags zwischen Odeonsplatz und Trappentreustraße. Damit verbessert die MVG die Direktfahrmöglichkeiten zwischen der Maxvorstadt und der Donnersbergerbrücke sowie die Erschließung des St.-Benno-Viertels.

Neue StadtBus-Erschließung im Westen
Zwischen Pasing Bf., Westkreuz, Hellensteinstraße, Joseph-Suder-Bogen und Germeringer Weg wird eine neue Buslinie zur Feinerschließung der dortigen Wohnquartiere eingerichtet. Vorgesehen ist ein 20-Minuten-Takt. Das neue Angebot wird voraussichtlich als Linienwechsler mit der bestehenden Buslinie 130 ab Pasing Bf. realisiert. Geplant ist die Liniennummer 157.

StadtBus 172 samstags alle 30 Minuten
Das Angebot auf der stark nachgefragten Linie 172 wird weiter verbessert: Samstags fahren die Busse auch im Winter durchgehend im 30-Minuten-Takt zwischen Feldmoching und Karlsfeld. Bisher besteht ein Stundentakt.

Weitere Informationen gibt es rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel auch im Internet unter www.mvg.de. 

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