Freitag, 14.09.2018

Oktoberfest 2018: Der MVG-Einsatz in Zahlen

Das Oktoberfest ist für die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auch heuer eine Ausnahmesituation: Die MVG setzt an allen 16 Tagen zusätzliches Personal sowie mehr Fahrzeuge ein, um den enormen Besucher-Andrang zu bewältigen. München erwartet zur Wiesn wieder mehr als sechs Millionen Gäste aus aller Welt. Erfah-rungsgemäß nutzt über die Hälfte der Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel.

6000    Fahrten zusätzlich legen die Bahnen und Busse der MVG an den 16 Wiesn-Tagen zurück
500    Extraschichten im Fahrdienst werden während der beiden Wiesn-Wochen geleistet
80    zusätzliche Mitarbeiter sorgen jeden Tag für Sicherheit allein im U-Bahnhof Theresienwiese
30    zusätzliche Reinigungskräfte sind in Spitzenzeiten im Einsatz, um Fahr-zeuge und Stationen sauber zu halten
16    Dienstkräfte der Hamburger Hochbahnwache ergänzen die Mannschaft der Münchner U-Bahnwache
8    Verkehrsunternehmen von Amsterdam bis Wien entsenden insgesamt 28 Mitarbeiter, um das MVG-Team zu unterstützen
1    gut beschilderter Fußweg mit 120 Bodenmarkierungen bietet sich als ÖPNV-Alternative zwischen HBF und Theresienwiese an
0,18    Meter/Sekunde schneller als sonst fahren die Rolltreppen im U-Bahnhof Theresienwiese

Während der Wiesn gilt bei der MVG eine Urlaubssperre. Täglich sind insgesamt mehr als 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst, um eine rei-bungslose Abwicklung des Betriebs zu gewährleisten. 

Für Aufsicht und Service setzt die MVG allein im U-Bahnhof Theresienwiese jeden Tag rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Zusätzliches Personal ist auch an der benachbarten U-Bahnstation Schwanthalerhöhe, am Hauptbahnhof sowie im Bahnhof Goetheplatz (U3/U6) vor Ort. Die Mitarbeiter sind unter anderem für die Abfertigung der Züge, die Aufsicht am Bahnsteig und die Fahrgastinformati-on verantwortlich. Eine Anzeigetafel am Bavariaring signalisiert den Besuchern, wenn der U-Bahnhof wegen Überlastung temporär gesperrt werden muss.

Externe Unterstützung für das Wiesn-erprobte MVG-Team kommt heuer wieder von acht anderen Verkehrsunternehmen. Die Verkehrsmeister aus Amsterdam, Berlin (BVG), Bochum (Bogestra), Hamburg (Hochbahn), Düsseldorf (Rheinbahn), Nürnberg (VAG), Stuttgart (SSB) und Wien (Wiener Linien) helfen unter anderem bei der Fahrgastlenkung und Zugabfertigung am Bahnsteig. Gleiches gilt für acht Auszubildende zur Fachkraft im Fahrbetrieb der MVG. Zudem sind – neben Polizei und U-Bahnwache – 16 Mitarbeiter der Hochbahn-Wache aus Hamburg bei der MVG zu Gast, um Sicherheitsaufgaben zu übernehmen. Ferner wird im U-Bahnhof Theresienwiese ein Sanitätsdienst eingerichtet.

Im Fahrdienst werden an den 16 Wiesn-Tagen rund 500 Extraschichten geleistet. Auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Theresienwiese sind in Spitzenzeiten rund 4-mal so viele Fahrgäste unterwegs wie in den Hauptverkehrszeiten an normalen Betriebstagen. Bahnen und Busse der MVG legen während der Wiesn rund 6.000 zusätzliche Fahrten zurück. Dennoch übersteigt die Nachfrage bisweilen das Angebot: Die MVG rät daher dazu, auch den ausgeschilderten Fußweg vom/zum Hauptbahnhof zu nutzen.

Auf Sauberkeit und die Verfügbarkeit der technischen Anlagen legt die MVG ebenfalls großen Wert: Zeitweise sind bis zu 30 Reinigungskräfte zusätzlich im MVG-Netz unterwegs, um akute Verschmutzungen so schnell wie möglich zu entfernen. Unbemerkt von den meisten Fahrgästen arbeiten verschiedene Wartungs- und Entstörungsdienste. Sie kontrollieren in Extraschichten rund um die Uhr Auto-maten, Entwerter, Lifte und Rolltreppen und sorgen schnellstmöglich für Abhilfe, wenn einmal etwas nicht funktioniert. Die Rolltreppen an der Theresienwiese leisten Extraarbeit: Sie laufen 0,68 Meter/Sekunde, sonst 0,5 Meter. Natürlich werden auch Schäden an Fahrzeugen umgehend behoben. Baustellen im Streckennetz werden soweit wie möglich rechtzeitig zum Oktoberfest beendet oder planmäßig unterbrochen, damit der Betrieb trotz des großen Andrangs möglichst rund laufen kann.

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