Mittwoch, 03.04.2019

300 neue Anzeiger für Tram und Bus: MVG verbessert Fahrgastinformation; Bund fördert Erneuerung

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) verbessert ihre Fahrgastinformation: An den Tram- und Bushaltestellen werden insgesamt 300 neue Anzeiger der Dynamischen Fahrgastinformation (DFI) installiert.

Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Loos (re.) überreichte die Förderbescheide im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums an Münchens Referenten für Arbeit und Wirtschaft, Clemens Baumgärtner (li.), und Arne Petersen, Geschäftsbereichsleiter Verkehrsinfrastruktur bei SWM/MVG. © MVG

200 dieser Anzeiger ersetzen ältere Geräte, 100 kommen neu hinzu. Die Gesamtzahl der in den Haltestellen integrierten DFI-Anzeiger steigt damit von rund 400 auf etwa 500. Die neuen DFI-Anzeiger ermöglichen eine deutlich bessere Darstellung als ihre Vorgängermodelle, sowohl grafisch als auch inhaltlich. 

Die Erneuerung und Erweiterung der Dynamischen Fahrgastinformation kostet rund 4,3 Millionen Euro. Etwa die Hälfte – gut zwei Millionen Euro – wird aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme finanziert. Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Loos (auf dem Foto rechts) überreichte die Förderbescheide jetzt im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums an der Tram-Haltestelle Karlsplatz (Stachus) an Münchens Referenten für Arbeit und Wirtschaft, Clemens Baumgärtner (auf dem Foto links), und Arne Petersen, Geschäftsbereichsleiter Verkehrsinfrastruktur bei SWM/MVG.

Montage ab Ende 2019
Die neuen Anzeiger werden voraussichtlich ab Ende des Jahres an insgesamt 140 Haltestellen in die Wartehallen integriert. Die bisher vorhandenen Anzeiger aus den 1990-er Jahren sind technisch veraltet und haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Erneuert wird auch das Hintergrundsystem zur Ansteuerung der Anzeiger. Dabei kommen vor allem hersteller- und schnittstellenunabhängige Komponenten zum Einsatz, um eine möglich flexible Systemarchitektur aufzubauen. Das Projekt soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden. 

Mehr Anzeigemöglichkeiten
Die neuen Anzeiger verfügen über einen erweiterten Funktionsumfang: Sie können nicht nur die Ziele der nächsten vier eintreffenden Züge und die prognostizierten Wartezeiten sowie Tickertexte darstellen, sondern auch zusätzliche Informationen einblenden, etwa Warnhinweise, Pfeile oder andere Sonderinformationen wie Alternativrouten im Störungsfall. Die neue Technik erlaubt bei Bedarf eine vollflächige Nutzung der Anzeigen für solche Hinweise, sobald alle Hintergrundsysteme dafür ertüchtigt wurden.

Bernhard Loos, MdB: „Der Bund fördert die Digitalisierung bei Bus und Bahn, damit der Nahverkehr noch kundenfreundlicher wird und auch immer mehr Autofahrer anspricht. Wir ermöglichen damit einen Modernisierungsschub der in die Jahre gekommenen Systeme wie etwa der DFI-Anzeiger hier in München. Das kommt den Fahrgästen direkt zugute.“

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft: „Der ÖPNV muss weiter ausgebaut, saniert und modernisiert werden. Dass der Bund zunehmend mehr Geld dafür in die Hand nimmt, ist erforderlich und sehr zu begrüßen. Die Anzeiger an den Haltestellen stehen bei den Fahrgästen seit jeher hoch im Kurs. Ihre Erneuerung macht den ÖPNV attraktiver.“

Arne Petersen, Leiter Verkehrsinfrastruktur bei SWM/MVG: „Das Förderprogramm ermöglicht uns den Einstieg in die Erneuerung unserer elektronischen Anzeigen samt Hintergrundsystem. Die Leitstelle kann die Fahrgäste damit künftig noch besser informieren. Mittelfristig streben wir an, sämtliche DFI-Anzeiger in München zu erneuern.“

Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung: „Wir digitalisieren den Nahverkehr. Das beginnt mit neuen Apps und Ticketangeboten über Tarifgrenzen hinweg. Viel Potenzial bieten On-Demand-Services, also digital vernetzte Ruftaxis wie unser MVG IsarTiger. Die Digitalisierung hält aber auch bei der U-Bahn Einzug, etwa im Bereich der Zugsicherungstechnik. Wir nutzen die Digitalisierung überall da, wo sie Mehrwert schafft.“

Hinweis: Zwei Fotos stehen unter www.swm.de/presse zur Verfügung.

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