Montag, 09.12.2019

Münchner U-Bahn: Freistaat fördert neue Züge mit 53 Millionen Euro

Der Freistaat Bayern finanziert neue Züge für die Münchner U-Bahn mit: Er fördert die aktuelle Beschaffung mit rund 53 Millionen Euro vor allem aus dem bayerischen Maßnahmenpaket zur Luftreinhaltung.

Die Förderung betrifft zunächst 22 von ins-gesamt 24 neuen Fahrzeugen. Es handelt sich dabei um sechsteilige Gliederzüge vom Typ C2 von Siemens Mobility, die mehr als 250 Millionen Euro kosten. Drei dieser Züge sind bereits in München und durchlaufen derzeit das erforderliche Inbetriebsetzungs- und Zulassungsverfahren. Die 21 weiteren folgen sukzessive bis 2022. Die MVG erwartet nach heutigem Planungsstand, dass der Einsatz des ersten neuen Zuges bis Mitte 2020 von der Regierung von Oberbayern genehmigt wird. 

Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart: „Wir wollen mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen. Wenn wir die Luftqualität in München verbessern und Stau vermeiden wollen, muss ein attraktives Angebot geschaffen werden – wir schaffen so etwas nur durch Akzeptanz der Fahrgäste. Deshalb investieren wir hier in moderne Züge. Sie bieten fast zehn Prozent mehr Platz als die älteren Fahrzeuge und erweitern die U-Bahn-Flotte der MVG. Wir fördern die Züge mit einem erhöhten Fördersatz von 40 Prozent. Das stärkt den ÖPNV in der Metropolregion München. Das Geld könnte nicht besser angelegt sein.“ Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart überreichte den Förderbescheid im U-Bahnhof Sendlinger Tor.

MVG-Chef Ingo Wortmann erläuterte dem Staatsminister bei dem Ortstermin auch den Stand der Umbauarbeiten am Sendlinger Tor. Ferner erkundigte sich der Minister über die Herausforderungen des täglichen U-Bahnbetriebs. Am Bahnsteig der U3/U6 unterstützte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG bei der Abfertigung der U-Bahnzüge.

Ingo Wortmann: „Wir freuen uns darüber, dass der Freistaat Bayern in die U-Bahn investiert und damit das Engagement der Landeshauptstadt für den Ausbau des ÖPNV erneut tatkräftig unterstützt. Unser Ziel ist, die älteren U-Bahnzüge vom Typ A und B bis Ende der 20er-Jahre komplett durch Neufahrzeuge zu ersetzen und die Fahrpläne weiter zu verdichten. Gleichzeitig werden wir das U-Bahnsystem von Grund auf erneuern und die Pläne für unsere Entlastungsspange U9 vorantreiben. So bleibt die U-Bahn auch in den nächsten Jahrzehnten leistungsfähig.“

Die Züge werden im Wiener Siemens-Mobility-Werk gebaut. Von dort kommt ein Teil der Fahrzeuge in das herstellereigene Prüf- und Validationcenter Wegberg-Wildenrath in Nordrhein-Westfalen, wo sie ein umfangreiches Testprogramm durch-laufen. Anschließend erfolgt die Überführung nach München. Elf der 24 neuen Züge werden ältere Fahrzeuge ersetzen, 13 vergrößern die Flotte und ermöglichen damit auch Angebotsverbesserungen. Die C2-Züge bieten rund 940 Fahrgästen Platz.

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