Entstehungsgeschichte

    Die Geschichte des MVG Museums

    Die meisten der Exponate, die im MVG Museum zu sehen sind, waren bisher in dem ehemaligen Trambahnbetriebshof 3 an der Westendstraße untergebracht, der seit 1993 außer Betrieb ist. Die alten, teilweise baufälligen Hallen beherbergten dort historische Straßenbahnen und - mit Genehmigung der Stadtwerke München (SWM) - auch Fahrzeuge des Omnibusclubs München e.V. (OCM). Auch der Verein "Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V." (FMTM) hatte dort historisches Material eingelagert.

    Schon 1992 hatte der Stadtrat die Stadtwerke beauftragt, eine Lösung für eine geeignete museale Präsentation des historischen Fahrzeugbestandes zu finden. Das war allerdings leichter beschlossen als umgesetzt: Lange war das endgültige Schicksal des Bahnhofs 3 unklar. Alternativen zeichneten sich zunächst nicht ab. Klar wurde aber dann im Laufe der Jahre auch: Das Gelände des Bahnhofs 3 wird endgültig nicht mehr benötigt. Die dringend notwendige Sanierung dieser Hallen wäre finanziell nicht zu leisten. Und außerdem: Das Gelände bot sich hervorragend für eine Erweiterung des auf einer Teilfläche ohnehin geplanten Wohnungsbaus an.

    Deshalb haben die SWM nach einer alternativen Unterbringungsmöglichkeit für ihre historischen Fahrzeuge gesucht. Dank des technischen Fortschritts und der umfänglichen Rationalisierungsmaßnahmen im SWM Unternehmensbereich Verkehr wurden die Räume der ehemaligen Bus-Hauptwerkstätte im Gebäude der Trambahn-Hauptwerkstätte frei - und damit tat sich eine einmalige Chance auf: Hier könnte - in wirklich historischem und denkmalgeschütztem Ambiente - ein Museum entstehen, etwas kleiner zwar als von den Museumsfreunden erhofft, aber mit Gleisanschluss zum Netz, gut erreichbar und in räumlicher Nachbarschaft zu einer aktiven Trambahnwerkstatt.

    Nach intensiven Diskussionen beauftragte die Vollversammlung des Münchner Stadtrates die Stadtwerke München am 9. April 2003 einstimmig, das Gelände an der Westendstraße für den Verkauf frei zu machen und das gewünschte Verkehrsmuseum in der Ständlerstraße einzurichten.

    Auch die Finanzierungsfrage konnte gelöst werden: Der Erlös aus dem Grundstückverkauf Westendstraße sollte zu einem kleinen Teil in das künftige MVG Museum in der Ständlerstraße fließen. Zum größeren Teil kann er zur Finanzierung der dringend nötigen Restrukturierungsmaßnahmen des kommunalen Verkehrsunternehmens beitragen, um dessen Überleben zu sichern. Damit ist auch klar: Das Museum belastet nicht den ohnehin knappen Etat der MVG zur Finanzierung des laufenden Verkehrs.

    Das neue MVG Museum: 130 Jahre kommunaler Nahverkehr zum Anfassen

    Am 23. Oktober 2007 war es dann endlich so weit: Das neue MVG Museum in der Ständlerstraße 20 in München-Ramersdorf wurde offiziell eingeweiht und am 27. Oktober 2007 öffnete das neue Museum erstmals seine Pforten für die breite Öffentlichkeit. Mit dem Gelände in der Ständlerstraße ist das neue MVG Museum nun in einem wirklich trambahnhistorischen Gebäude untergebracht, nämlich in der 1918 als Kriegsmetallwerk erbauten und unter Denkmalschutz stehenden Trambahn-Hauptwerkstätte in der Ständlerstraße in Ramersdorf. Zwei Hallengleise ermöglichen den Anschluss an das Trambahnnetz in München. Damit können die einsatzfähigen Museumsfahrzeuge die Halle jederzeit verlassen.

    Die unmittelbare Nachbarschaft zu der noch in Betrieb befindlichen Trambahn-Hauptwerkstätte ist für den Unterhalt der Museumsfahrzeuge von großem Vorteil. Zudem ist das MVG Museum auch für den Stadtteil ein Gewinn: Mit seinem kulturellen Angebot setzt das Museum einen neuen Akzent in seiner Umgebung.

    Das Gelände an der Ständlerstraße ist nur wenige Minuten von der Endhaltestelle der Tramlinie 17 (Schwanseestraße) entfernt und daher für Besucher gut erreichbar.